Wer hätte DAS kommen sehen?
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Nachdem uns KI Texte geschrieben, Bilder gemalt und ganze Songs ausgespuckt hat, kommt jetzt der nächste logische Schritt: ChatGPT kann inzwischen auch Anwendungen auf dem Rechner bedienen – und damit unter anderem eine DAW steuern. Also nicht mehr nur: „Wie mache ich in Ableton einen Sidechain-Kompressor?“, sondern eher: „Mach mir auf Spur 3 einen Kompressor, leg einen Hall auf die Vocals, schneide den Bereich ab und exportiere das Ganze.“ Und ChatGPT macht es. Zumindest technisch ist genau das inzwischen möglich. Aktuelle Demonstrationen zeigen beispielsweise die Steuerung von Ableton Live über die Computer-Use-Funktionen von ChatGPT. Dabei sieht die KI nicht einfach nur auf den Bildschirm, sondern kann Anwendungen bedienen, Mausbewegungen ausführen und Eingaben vornehmen.
Wer hätte das kommen sehen?
Na ja, vermutlich jeder, der die Entwicklung der letzten Jahre ein bisschen verfolgt hat. Und trotzdem ist es für Musiker noch einmal eine andere Hausnummer. Denn bisher konnte man noch halbwegs sagen: Die KI liefert mir ein Werkzeug, eine Idee oder meinetwegen auch einen fertigen Song. Jetzt beginnt die KI damit, direkt in der Produktionsumgebung herumzuschrauben. Spätestens da sollte man sich als Musiker fragen, wo eigentlich noch die Grenze zwischen „Ich mache Musik“ und „Ich lasse Musik machen“ liegt.
Der nächste Schritt nach dem KI-Song
Man muss sich nur einmal vorstellen, wohin diese Entwicklung führt. Heute sagt jemand: „Erstelle mir einen Beat im Stil von …“ Morgen heißt es: „Mach mir einen Song mit 124 BPM, düsterem Synthwave-Charakter, weiblicher Stimme und einem großen Refrain.“ Und übermorgen lautet der Auftrag: „Öffne meine DAW und produziere daraus einen fertigen Track.“ Die KI könnte dann theoretisch nicht nur Ideen liefern, sondern den gesamten Produktionsprozess übernehmen. Sie könnte Spuren anlegen, Instrumente auswählen, Effekte einsetzen, Lautstärken verändern, Arrangements verschieben und am Ende einen Mix exportieren.
Natürlich ist das noch nicht dasselbe wie ein menschlicher Produzent, der jahrelange Erfahrung besitzt und eine Vorstellung davon hat, warum etwas musikalisch funktioniert. Aber genau das ist auch nicht der Punkt. Der Punkt ist: Die technische Hürde sinkt immer weiter – und zwar dramatisch. Früher musste man eine DAW bedienen können. Dann musste man zumindest wissen, wie man einen KI-Musikgenerator richtig promptet. Jetzt reicht irgendwann vielleicht ein Satz:
- „Mach mir einen Metal-Song.“
- „Mach ihn schneller.“
- „Die Gitarren sollen fetter sein.“
- „Mach den Refrain größer.“
- „Mastering bitte auch noch.“
Fertig. Das ist bequem. Und genau darin liegt das Problem.
Musik war einmal IST Handwerk
Natürlich kann man jetzt einwenden, dass Musiker auch früher nicht alles selbst gemacht haben. Gitarristen benutzen Effekte, Produzenten verwenden Presets, Drummer greifen auf Samples zurück, Kompressoren erledigen Dinge automatisch, Pitch Correction korrigiert Intonation, Quantisierung korrigiert Timing und eine moderne DAW nimmt einem ohnehin sehr viel Arbeit ab. Alles richtig. Aber zwischen einem Werkzeug und einem System, das die kreative Arbeit zunehmend selbst übernimmt, besteht trotzdem ein Unterschied.
Ein Kompressor entscheidet nicht, welchen Song du schreiben möchtest. Ein Synthesizer entscheidet nicht, welche Melodie du komponierst. Ein Delay schreibt dir nicht den Text. Eine DAW produziert nicht von alleine deine musikalische Idee. Genau diese Grenze wird durch generative KI immer weiter verschoben. Und jetzt kommt noch die Möglichkeit dazu, die DAW direkt zu bedienen. Das ist deshalb interessant, weil die KI nicht mehr nur neben dem Musiker sitzt. Sie sitzt irgendwann im Produktionsprozess. Und möglicherweise sitzt sie dort nicht mehr als Werkzeug, sondern als ausführende Instanz.
„Aber ich habe doch den Prompt geschrieben!“
Das ist wahrscheinlich eines der schlimmsten Argumente in der gesamten KI-Diskussion: „Aber ich habe doch selbst beschrieben, was ich haben wollte.“ Ja, das stimmt. Aber einen Prompt zu schreiben ist nicht automatisch dasselbe wie Musik zu machen. Das sollte klar sein!
Wenn ich einem Studiomusiker sage: „Spiel mir eine melancholische Gitarrenmelodie in A-Moll, ungefähr 120 BPM“, und er daraus eine musikalische Linie entwickelt, hat er einen erheblichen kreativen Anteil an der Entstehung. Wenn ich dagegen eine KI auffordere, genau das zu generieren, und sie selbst über Tonfolge, Rhythmik, Klang, Artikulation und musikalische Umsetzung entscheidet, ist die Situation eine andere.
Das bedeutet nicht, dass der Mensch überhaupt keinen kreativen Anteil mehr hat. Aber es bedeutet, dass man ehrlich benennen sollte, wo dieser Anteil liegt. Und genau hier wird die Diskussion auf Musikplattformen interessant.
MyOwnMusic heißt nicht „MyPromptMusic“
Das ist vielleicht der Punkt, an dem die Diskussion unangenehm wird. Eine Community wie MyOwnMusic hat schließlich einen ziemlich eindeutigen Namen: MyOwnMusic. Nicht: MyOwnPrompt.
Deshalb ist es nachvollziehbar, wenn eine Community darüber diskutiert, wie stark KI-Musik gekennzeichnet werden sollte. Wenn ein Musiker einen Song selbst schreibt, einspielt, arrangiert, produziert und veröffentlicht, steckt darin eine Menge eigener Arbeit. Wenn jemand dagegen einen Großteil dieses Prozesses an ein KI-System delegiert, ist das ebenfalls eine kreative Tätigkeit – aber eben eine andere. Das sollte man nicht künstlich gleichmachen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, jede technische Hilfe zu verteufeln. Ein Musiker darf selbstverständlich moderne Werkzeuge benutzen. Auch ein Synthesizer ist kein „Betrug“, nur weil er keinen echten Saitenschwinger vor sich hat. Und auch Synthesizer V ist hier gar nicht der Punkt. Wenn jemand Melodie, Text, Arrangement und musikalische Idee selbst entwickelt und ein solches Werkzeug gezielt als Instrument einsetzt, ist das eine andere Diskussion.
Das eigentliche Problem beginnt dort, wo die Maschine zunehmend selbst die musikalischen Entscheidungen trifft. Und jetzt bekommt diese Entwicklung eine neue Dimension: Die Maschine kann nicht nur Musik erzeugen, sondern anfangen, die Produktionssoftware selbst zu bedienen.
Und was sagt eigentlich das Gesetz dazu?
Hier wird es besonders interessant, denn der europäische AI Act ist inzwischen nicht mehr nur Zukunftsmusik. Seit 2. August 2026 gelten wesentliche Transparenzvorschriften des EU AI Act, insbesondere Artikel 50.
Allerdings wäre es falsch zu behaupten: „Der EU AI Act schreibt jetzt vor, dass jeder Song, der mit ChatGPT produziert wurde, automatisch als KI-Musik gekennzeichnet werden muss.“
Genau deshalb wird es bei Musik interessant. Wenn ChatGPT beispielsweise eine DAW öffnet und auf Anweisung einen Kanal anlegt, eine Spur verschiebt oder eine Standardaktion ausführt, ist das nicht automatisch dasselbe wie die Generierung eines KI-Musikstücks. Die reine Fähigkeit, eine DAW fernzusteuern, macht ein System also nicht automatisch zu einem kennzeichnungspflichtigen KI-Musikgenerator.
Das stößt sauer auf! Denn es ist im fertigen Song nicht nachweisbar.
Rechtlich erlaubt heißt nicht automatisch Community-tauglich
Das ist meiner Meinung nach eine Diskussion, die viel zu oft vermischt wird. Nur weil etwas rechtlich erlaubt ist, muss eine Musikplattform es nicht genauso behandeln wie einen komplett selbst produzierten Song.
Wenn eine Community sagt: „Wir wollen hier Musik von Menschen hören, die ihre Musik selbst machen“, dann ist das keine juristische Definition, sondern eine Community-Definition. Und die darf durchaus strenger sein.
Denn letztlich geht es bei einer Musikerplattform nicht nur darum, ob irgendein Gesetz verletzt wurde. Es geht darum, welchen Wert die Plattform ihren Mitgliedern geben möchte.
Wenn jemand drei Stunden an einer Bassline sitzt, seinen Gitarrenverstärker einstellt, fünf Takes aufnimmt, das Schlagzeug programmiert, Vocals einsingt und anschließend seinen Mix macht, dann steckt darin eine andere Form von persönlicher Arbeit als bei jemandem, der ChatGPT sagt: „Produziere mir daraus bitte einen professionellen Mix.“
Beides kann am Ende gut klingen. Das ist nicht die Frage. Die Frage ist:
Was soll hier eigentlich bewertet werden?
Die eigentliche Gefahr ist nicht, dass KI schlechte Musik macht
Die eigentliche Gefahr ist, dass sie gute Musik billig und beliebig reproduzierbar macht. Das ist ein Unterschied.
Wenn jeder innerhalb weniger Minuten einen halbwegs brauchbaren Song produzieren kann, verliert „einen halbwegs brauchbaren Song produzieren“ zwangsläufig an Bedeutung. Das ist keine Katastrophe, aber es verändert den Wert dessen, was wir hier eigentlich machen.
Denn dann wird die Frage wichtiger: Was macht deinen Song noch zu deinem Song?
Genau das, was hinter einem Musiker steckt:
- Erfahrung
- Geschmack
- Erinnerungen
- Fehler
- Eigenheiten
- Persönlichkeit
Und manchmal schlicht diese völlig bescheuerte Idee, die auf dem Papier niemals funktionieren dürfte – und am Ende funktioniert sie trotzdem.
Vielleicht sollten wir genau deshalb nicht versuchen, KI schönzureden
Die Diskussion um KI wird hier häufig so geführt, als müsse man entweder dafür oder dagegen sein. Und in der Tat sind diese Fronten verständlich und absolut legitim. Alles dazwischen wirkt ein bisschen, wie ein Rückgrat wie ein Gummibärchen.
Gerade weil KI immer mehr übernehmen kann, wird es vielleicht wieder interessanter, Dinge bewusst selbst zu machen: einen Synthesizer programmieren, einen Gitarrenpart einspielen, einen schlechten Take behalten, einen Text schreiben, einen Song arrangieren und selbst herausfinden, warum der Refrain nicht funktioniert.
Das dauert länger. Es ist umständlicher. Es produziert mehr Fehler. Und manchmal klingt es sogar schlechter. Aber vielleicht ist genau das der Sinn.
Der Imperktionismus der die Musik und uns selbst ausmacht!
Vielleicht ist eine KI-Markierung deshalb gar nicht das eigentliche Problem
Eine Markierung macht einen Song per se nicht schlechter. Sie macht ihn lediglich transparent.
Wenn jemand einen Song vollständig mit KI erstellt hat, kann er ihn veröffentlichen. Wenn jemand KI als Werkzeug benutzt hat, kann er ihn ebenfalls veröffentlichen. Aber dann sollte der Hörer wenigstens wissen, womit er es zu tun hat.
Gerade in einer Musiker-Community ist diese Information relevant. Nicht weil KI-Musik automatisch minderwertig sein könnte, sondern weil die Entstehung eines Stücks Teil dessen ist, was wir als Musiker interessant finden.
- Wenn jemand einen Song komplett alleine in seinem Schlafzimmer aufgenommen hat, interessiert mich das.
- Wenn jemand dafür drei Monate gebraucht hat, interessiert mich das. Wenn jemand zwölf Gitarrenspuren selbst eingespielt hat, interessiert mich das.
- Wenn jemand einen außergewöhnlichen Synthesizer selbst programmiert hat, interessiert mich das.
Und wenn jemand ChatGPT den Auftrag gegeben hat, seine DAW zu bedienen, interessiert mich das ebenfalls. Denn dann weiss ich, wie ich es zu bewerten habe.
Musik darf SOLLTE Arbeit sein.
Sie darf Zeit kosten. Sie darf Fehler enthalten. Sie darf schlecht anfangen und erst nach zehn Versuchen funktionieren. Und sie darf etwas mit dem Menschen zu tun haben, der sie gemacht hat.
Denn genau dafür gibt es uns als einzig verbliebene Musiker-Community in Deutschland.
Und das seit 29 Jahren!
MyOwnMusic.
Kommentare
Nicht verwechseln ! Mit Chat GPT kann auch Codex gemeint sein, ist ja auch Chat GPT aber mir einer anderen Funktion. Codex kann solche Programme steuern auch wenn es noch am Anfang ist und man viele Token verbraucht.
Also ich vermute, nächstes Jahr wird das bestimmt möglich sein. Wenn man sieht, was Codex mit normalen Angaben schon in Blender baut oder Videoschnittprogramme schon automatisch bedient.
wird eine Kontrolle fast unmöglich sein. Das wird dann wieder ein großes
Streitthema hier auf MOM geben ! " Das hast du nicht selber programmiert oder eingespielt !!! "
Noch nicht direkt. Ich habe keinen Zugriff auf deinen Windows-Desktop und kann daher FL Studio weder sehen noch Maus, Tastatur, Regler oder Piano Roll selbst bedienen. Meine aktuelle Steuerungsmöglichkeit beschränkt sich im Wesentlichen auf Arbeitsdateien, Terminal und – bei geeigneten Aufgaben – einen Browser; eine allgemeine Fernsteuerung beliebiger Desktopprogramme gehört nicht dazu. OpenAI: Codex
Ich kann dir aber inzwischen ziemlich viel vorbereiten:
AutoHotkey-Steuerungen für FL Studio schreiben
eigene MIDI-Skripte entwickeln
Projekteinstellungen, Mixer und Piano Roll anhand von Screenshots analysieren
MIDI-Dateien, Akkordfolgen oder Automationsdaten erzeugen
dich sehr konkret durch Klickfolgen führen
eventuell FL Studio indirekt über ein von uns gebautes lokales Steuerprogramm bedienen lassen
Aber echtes „Öffne FL Studio, lade Lumia City, ändere den Hall der Streicher und spiele mir das Ergebnis vor“ geht derzeit leider nicht. Genau das wäre allerdings eine ausgesprochen reizvolle Fähigkeit.
Bei Ableton Live sollst du das angeblich können.
Ja – aber sehr wahrscheinlich nicht, weil ChatGPT plötzlich Abletons Oberfläche mit Maus und Tastatur bedienen kann.
Ableton Live besitzt mit dem Live Object Model eine recht weitreichende Programmierschnittstelle. Über Max for Live, ein Remote-Skript oder einen lokalen MCP-Server kann eine KI dadurch beispielsweise:
Spuren und Clips erzeugen
Clips starten und stoppen
Geräte laden beziehungsweise auswählen
Lautstärke, Panorama und Effektparameter ändern
Tempo und Transport steuern
den Zustand des Projekts auslesen
Ableton dokumentiert diese direkte Steuerung offiziell über die Live-API und das Live Object Model. Die angebliche „ChatGPT-Steuerung“ ist also normalerweise eine zusätzliche Brücke und keine allgemein eingebaute ChatGPT-Funktion.
Für FL Studio existiert grundsätzlich ebenfalls eine brauchbare Grundlage: die offizielle, bidirektionale MIDI-Scripting-API von FL Studio. Sie kann unter anderem Playlist, Kanäle, Patterns, Mixer, Plug-ins und Transportfunktionen abfragen und verändern.
Der entscheidende Unterschied:
Ableton: sehr umfassendes, strukturiertes Objektmodell; daher besonders gut extern steuerbar.
FL Studio: leistungsfähige MIDI-Scripting-API, aber stärker auf Controller-Skripte zugeschnitten und nicht überall so offen wie Ableton.
Meine vorherige Antwort war daher etwas zu pauschal: Mit einer eigens eingerichteten lokalen Brücke könnte ich auch FL Studio tatsächlich steuern – nicht alles, aber deutlich mehr als nur Anleitungen geben. Ohne diese Brücke habe ich weiterhin keinen Zugriff auf dein laufendes FL Studio.
Wenn du mir die Stelle oder das Video mit der Ableton-Behauptung zeigst, kann ich dir ziemlich genau sagen, welche Technik dort verwendet wird und ob wir dasselbe für dein FL Studio 2025 nachbauen können.
Quellenangaben wurden wie immer nicht vorgenommen bei der Behauptung.
Dann ist die Behauptung in dieser Form wertlos beziehungsweise mindestens stark verkürzt.
Wahrscheinlich wurden drei Dinge vermischt:
ChatGPT erzeugt Anweisungen oder MIDI-Daten für Ableton.
Eine zusätzliche Erweiterung verbindet ChatGPT über MCP, Max for Live oder ein Remote-Skript mit Ableton.
Daraus wird pauschal: „ChatGPT kann Ableton steuern.“
Eine offizielle, allgemein verfügbare Funktion, mit der ich ohne weitere Einrichtung ein lokal laufendes Ableton Live fernsteuern kann, konnte ich nicht belegen. Belegt ist lediglich, dass Ableton eine umfangreiche Programmierschnittstelle besitzt. Drittanbieter können darauf eine KI-Steuerung aufbauen.
Für FL Studio gilt im Kern dasselbe, nur mit einer weniger umfassenden Schnittstelle. Die ehrliche Aussage wäre daher:
Mit einer zusätzlich installierten Steuerbrücke kann ein KI-System Ableton Live bedienen. Vergleichbare, teilweise eingeschränktere Lösungen sind auch für FL Studio möglich.
Ohne Angabe der verwendeten Erweiterung, des MCP-Servers oder wenigstens eines Demonstrationsvideos ist „ChatGPT kann Ableton steuern“ eher Werbesprech als eine brauchbare technische Aussage.
Leider reagiert Politik und Gesetzgebung bei solchen Entwicklungen häufig erst dann, wenn die Technik bereits etabliert ist. Sinnvoller wäre es, solche Fragen der Transparenz und Nachweisbarkeit vor(!!!) der breiten Einführung entsprechender Technologien mitzudenken und technische Standards dafür frühzeitig festzulegen. Dafür bräuchte man aber kompetente Entscheider. Das ist ja leider vorbei, wie jeder weiß.
Wenn wir erst hinterher überlegen, wie sich KI-Nutzung noch erkennen lässt, ist es eh zu spät. Wie immer.
Weil das alles aufgrund von Wirtschaftshörigkeit nicht passiert, können wir uns spätestens in ein paar Jahren entgültig vom MOM'schen Bewertungssystem verabschieden.
Denkbar wären auch "Beweis" -Videos, die den Musiker in seinem Arbeitsprozess zeigen. Aber leider können die ja auch KI-generiert sein. Mist. :)
Wenn ich rein analogen Kram aufnehme ohne jegliche Midi-Daten, was will dann die KI an den festen Wave Dateien ändern können. Vergeigte Noten bleiben bestehen, oder ist sie „schon“ in der Lage, das neu einzuspielen, natürlich auf richtigen Tasten (Hardware) ohne jegliches VST Instrument, welches ja nicht geladen (hab ja keine). Alter :-)))
Das wäre ja, als wenn ich vor meinen Tonbandmaschinen stehe würde und sie auffordern würde, die verhunzte Aufnahme irgendwie jetzt tonal hinzubiegen. Nach Information….., übrigens Danke für den Thread, gehe ich davon aus, das die KI in der Lage ist, ein VST zu laden und dann damit auch eine Spur zu füllen. Keine Ahnung, ob da dann in der DAW ein Prompt-Fenster sich öffnet und sich der „Musiker“ dann ans schreiben begibt. Die Vorstellung schon allein (mag ich nicht als Bild im Kopf haben), man sieht eine Person vor geöffneter Musiksoftware, in der er nur Text reinhämmert, was bekloppt. Midi ist wohl für eine KI eine Leichtigkeit und das ganze Fernbedienen der DAW wohl bald Alltag. Schrecklich der Gedanke.
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