Insolvenz: Native Instruments reagiert.
Inmitten wachsender Unsicherheit in der Musik- und Kreativtechnologiebranche hat sich Native Instruments, einer der bekanntesten Hersteller von Musiksoftware und-hardware weltweit, mit einem offiziellen Statement zu seiner finanziellen Lage geäußert. Die Nachricht folgt auf jüngste Berichte über vorläufige Insolvenzverfahren gegen Teile des Unternehmens in Deutschland.
Die Mitteilung stammt von Nick Williams, dem CEO von Native Instruments, der sich direkt an Kunden, Partner und Künstler wandte. In seinem Statement geht Williams offen auf die jüngste Entwicklung ein – allerdings mit einem klaren Fokus auf Kontinuität und Zukunftssicherung, statt auf dramatische Einschnitte.
Geschäftsbetrieb läuft weiter – kein Stillstand
Ein zentrales Anliegen des CEO ist es, Bedenken über einen sofortigen Unterbruch der Aktivitäten zu zerstreuen. Williams betont, dass der tägliche Betrieb an allen relevanten Fronten weiterläuft:
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Software- und Hardwareprodukte sind weiterhin zum Kauf verfügbar und können wie gewohnt heruntergeladen und aktiviert werden.
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Support-Teams, Entwicklungsteams und die Produkt- und Ingenieursabteilungen arbeiten wie üblich weiter.
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Auch das Lizenz- und Partnerschaftsprogramm für die beliebte Kontakt Player-Plattform wird aktiv weitergeführt.
Williams unterstreicht damit, dass selbst im Kontext eines rechtlichen Insolvenzprozesses die Leistungsfähigkeit des Unternehmens und die Versorgung der Nutzer priorisiert werden.
Warum diese Meldung? Vorinsolvenz als strategische Maßnahme
Im Statement erklärt der CEO weiter, dass Teile der deutschen Unternehmen, einschließlich der Native Instruments GmbH, in ein Restrukturierungsverfahren nach deutschem Recht gegangen sind. Formell handelt es sich um Anträge zur Eröffnung von vorläufigen Insolvenzverfahren für mehrere Gesellschaften. Diese rechtliche Phase ist nach deutschem Recht ein Instrument, um unter Aufsicht eines Verwalters neu Fuß zu fassen und eine nachhaltige wirtschaftliche Zukunft zu sichern, ohne den Betrieb sofort stillzulegen.
Williams bezeichnet diesen Schritt als Teil eines verantwortungsvollen Versuchs, eine „gesunde, finanziell nachhaltige Zukunft“ für das Unternehmen zu schaffen. Zugleich richtet er sich persönlich an die Community: Er sei selbst Musiker und seit fast 25 Jahren Fan und Teil dieser Szene – was den fortlaufenden Engagement-Anspruch des Unternehmens betone.
Reaktionen aus der Branche und externe Klarstellungen
Parallel zu Williams’ Statement haben auch andere Unternehmen innerhalb des weiteren Native Instruments-Ökosystems kommuniziert, wie es weitergeht. So erklärte zum Beispiel Plugin Alliance, dass seine operativen Gesellschaften nicht Teil der Insolvenzmeldungen sind und der Geschäftsbetrieb in Langenfeld und den USA derzeit normal weiterlaufe.
Auch Medien und Branchenbeobachter berichten, dass das vorläufige Insolvenzverfahren nicht zwangsläufig das Ende des Unternehmens bedeutet, sondern vielmehr eine Phase der Prüfung und Restrukturierung. Betroffene Firmen sehen sich oft einem externen Insolvenzverwalter gegenüber, der Möglichkeiten zur Erhaltung oder Neuaufstellung der Geschäftsteile bewertet.
Ausblick: Was bedeutet das für Nutzer und Partner?
Die Reaktion von Native Instruments versucht vor allem, Sorge in der Community zu dämpfen. Für viele Musikschaffende weltweit sind Tools wie Kontakt, Maschine, Traktor oder Effekte aus dem iZotope-Portfolio unverzichtbar im kreativen Alltag. Williams’ Botschaft ist klar: Es gibt derzeit keine Unterbrechung der Produktverfügbarkeit oder -entwicklung, und Support-Leistungen laufen normal weiter.
Ob und wie sich die Situation langfristig entwickelt – etwa durch mögliche Übernahmen, detaillierte Restrukturierungspläne oder organisatorische Veränderungen – bleibt abzuwarten. In seinem Schlusswort versichert Williams jedoch, dass Native Instruments weiterhin die Mission verfolge, Kreative zu inspirieren und ihnen Werkzeuge zur freien künstlerischen Entfaltung zu geben – ein klares Plädoyer für Zukunft und Beständigkeit.
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