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NAMM Show 2026: Die Highlights

Die wichtigsten Highlights der größten Musikmesse der Welt
NAMM Show 2026: Die Highlights

Anaheim, Kalifornien – Die NAMM Show 2026 hat eindrucksvoll bewiesen, warum sie seit Jahrzehnten als wichtigste Leitmesse der internationalen Musik- und Audio-Industrie gilt. Vom klassischen Instrumentenbau über modernste Studio- und DJ-Technologie bis hin zu experimentellen Performance-Tools zeigte sich die Branche so vielfältig, kreativ und zukunftsorientiert wie selten zuvor. Passend dazu feierte die NAMM ihr 125-jähriges Bestehen sowie 50 Jahre Messegeschichte in Anaheim – ein Jubiläum, das spürbar für Aufbruchsstimmung sorgte.

Ein Jubiläum mit Bühne, Stars und Awards

Neben Produktneuheiten setzte die NAMM 2026 stark auf Community, Austausch und Live-Erlebnisse. Zahlreiche Konzerte, Artist-Talks und Workshops begleiteten die Messe. Ein emotionaler Höhepunkt war die Verleihung der TEC Innovation Awards, bei der Billy Corgan von den Smashing Pumpkins für seinen Einfluss auf Musik und Aufnahmetechnik ausgezeichnet wurde. Auch die Bass-Community kam mit eigenen Award-Shows und hochkarätigen Auftritten auf ihre Kosten. Die NAMM zeigte sich damit nicht nur als Produktmesse, sondern als kultureller Treffpunkt für Musiker und Kreative aus aller Welt.

Synthesizer & Keys

Die Synth- und Keyboard-Front war 2026 besonders kreativ mit vielen Hybrid-Konzepten, Performance-Tools und überraschenden Revival-Produkten:

  • AKAI MPC XL – ein neues Flaggschiff-Standalone-Produktionssystem mit großem Bildschirm, viel Speicher, starken Prozessoren und umfangreichen I/O-Anschlüssen. Es ist als Herzstück für Studio- oder Live-Produktion ohne Laptop gedacht.

  • ASM Leviasynth – ein Hybrid-Synthesizer mit bis zu 16 Stimmen und acht Oszillatoren pro Stimme, analog/digital-Mix und polyphonem Aftertouch. Er bringt klassische Synth-Kontrolle und moderne Sounddesign-Freiheit zusammen.

  • Korg Kaoss Pad V – die neueste Generation des legendären XY-Effekt-Pads mit Dual-Touch-Funktion, 170 Effekten, Sampling-Funktion und 100 Speicherplätzen.

  • Behringer JN-80 – ein polyphoner Synth mit klassischem Juno-Charakter, Chorus, Hüllkurven und Modulationsmöglichkeiten.

  • Suzuki Omnichord OM-108 kehrt zurück mit erweitertem Klangspektrum und modernen Schnittstellen – ein Spaß-Instrument zwischen Retro-Tasten und Ambient-Klängen.

Diese Neuheiten zeigen, dass Synth-Gear auch 2026 den Bogen zwischen klassischer Elektronik, intuitiver Performance und experimenteller Soundgestaltung schlägt.

Gitarren & Bässe

Die Gitarrenwelt auf der NAMM präsentierte sich dieses Jahr größer und abwechslungsreicher denn je:

  • Strandberg × Jamstik „Chameleon“ – eine ergonomische MIDI-Gitarre, die traditionelle Spielbarkeit mit modernster digitaler Steuerung verbindet (USB-C, Bluetooth, TRS-MIDI) und neue Klangdimensionen eröffnet.

  • Ibanez Tim Henson Signature TOD-100N/100FMN – neue Premium-Versionen dieser Nylon-Elektrik-Gitarren mit hochwertigem Pickup-System und Holz-Upgrades, ideal für technische Spieler.

  • Gibson 2026 Lineup – umfangreiche Modelle vom Custom Shop ES-330-Reissue über moderne Les Paul-Varianten bis zu akustischen Century-Modellen, inklusive Signature-Instrumenten legendärer Musiker.

  • Neural DSP Quad Cortex Mini – kompakter Multi-Effekt-/Modeller-Controller für Pedalboards und Performance-Setup.

  • Boss GX-1 und GX-1B – neue Multi-Effektprozessoren mit vielen Modellen und Effekten für Gitarre und Bass.

  • Peterson StroboVUE, Revv Dirtdog, Walrus Preamp-Tools & weitere Pedale – Highlight-Pedale und Preamp-Innovation am Boden- und Rack-Level.

  • Blackstar Beam Mini – innovativer Desktop-Amp mit Neural Amp Modeller-Unterstützung und mobilem Design, perfekt für Spieler unterwegs.

  • Strandberg Arc TILT Tremolo – neu entwickeltes Tremolo-System für mehr Balance und Ausdruck.

Diese Kategorie zeigte: Tradition trifft Fortschritt – von klassischen Reissues über Signature-Werkzeuge bis zu brandneuen Performance-Plattformen.

DJ- und Performance-Gear

Die DJ- und Live-Performance-Sparte war ein großes Thema, mit Fokus auf Standalone-Systemen und flexiblen Live-Tools:

  • RANE System One – ein neues motorisiertes All-in-One-DJ-System, das klassische Plattenteller-Performance mit leistungsfähigen digitalen Workflows verbindet und ohne Laptop auskommt.

  • AlphaTheta RMX-IGNITE – Effektor-Sampler-Station, die DJs kreatives Echtzeit-Remixing ermöglicht.

  • Reloop Flux Go – kompakte USB-C-DVS-Schnittstelle für Serato DJ, die klassische Turntables mit digitalem DJ-Workflow vereint.

  • Korg Kaoss Pad V (siehe auch Synth-Sektion) bringt performative Effekt- und Sampling-Funktionen direkt aufs XY-Pad.

Diese Produkte zeigen klar: Standalone-Performances und Flexibilität ohne Laptop sind 2026 zentrale Trends.

Studio- & Pro-Audio-Technik

Pro-Audio-Technik war auf der NAMM reich vertreten, mit Fokus auf Recording-Qualität, Routing-Flexibilität und kreative Tools:

  • Electro-Harmonix Effects Interface Plug-In – ein neuartiges Pedal-Interface, das Signale zwischen Pedalboard und DAW intelligent routet und plug-in-Integration live ermöglicht.

  • Flock Audio PATCH SE – kompaktes, analoges Routing-Patch-System mit digitaler Steuerung und Presets via App.

  • Heiserman Audio Type-21 – Studio-Kondensatormikrofon im handlichen Format mit hoher Klangqualität.

  • Slate Digital VMS ML-2A-Mikrofone – Matching-Set mit Modeling-Fähigkeiten und großer Flexibilität für Recording-Sessions.

  • Viele weitere Interfaces, Mic-Tools und Monitoring-Systeme rundeten das Recording-Setup für Profis ab.

Diese Tools sind vor allem für Produzenten, Toningenieure und Content-Creator spannend, die auf höchste Audioqualität und Workflows setzen.

Beats, Sampler & Produktion

Neben klassischen Keys und Synths sorgten auch Sampler und Beat-Werkzeuge für Gesprächsstoff:

  • Stylophone Voice – eine erschwingliche, portable Sampler-Workstation mit eingebautem Mikrofon, Sequencer, Effekten und Loops – ein kreatives Spielzeug und Performance-Tool zugleich.

  • Standalone-Sampler von Casio – ein vielbeachteter Prototyp, der eigenständige Sampling-Arbeit ohne DAW bieten soll (umfangreiche Speicher- und Workflow-Funktionen angedeutet).

  • Akai MPC XL (auch in Synth/Keys) bildet zugleich leistungsstarke Beat-Produktions-Plattform.

Diese Entwicklungen unterstreichen, dass musikproduzierende Künstler zunehmend auf kompakte, kreative Workstations setzen, die ohne Laptop oder externes Setup funktionieren.

Zusammengefasst

Die NAMM Show 2026 war ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie sehr Musik, Technologie und Kultur verknüpft sind. Von innovativen Instrumenten über pro-audio-Meisterwerke bis hin zu Performance-Tools für DJs und Musiker – die Messe zeigte eine breite Palette an Neuerungen und erinnerte daran, dass Musikinnovation kein Nischenthema ist, sondern Kern eines globalen kreativen Ökosystems.

Ob man Profi-Produzent ist, Gitarrist, DJ oder einfach Musik-Enthusiast – die NAMM 2026 bot Highlights für beinahe jede Spielart, und viele der vorgestellten Produkte und Ideen werden die kommenden Monate die Musikszene prägen.



Kommentare

THE EYE
THE EYE vor 4 Tagen
Guter Bericht!!
Schade, dass die NAMM keinen Platz mehr lässt für kleinere Unternehmen und deren Produkte. Auch hier geht es zunehmend mehr darum, Stellplätze an Platzhirsche zu verkaufen, als das eigentliche Ziel einer Messe vor Augen, auch mal wieder an Nischenprodukte zu denken, den kleinen Manufakturen eine Chance zu geben.

THE EYE
THE EYE vor 4 Tagen
@Martin:

Kopfkratzen….
So ein geiles Teil???
Der „Levia“ baut auf FM, beim „Hydra“ liegt der Fokus auf Wavetable und trotzdem sieht es von außen so aus, als hätte der Hydrasynth hier Pate gestanden, eher ein Bruder wie ein Nachfolger. Der Leviasynth ersetzt den Hydrasynth nicht, sondern ergänzt ihn, da sie klanglich in unterschiedliche Richtungen gehen…, aber die Wertigkeit spricht Bände. In einer reinen Plastikkiste kommt der Levia daher, wo der Hydra noch mit Metall und Aluminium aufwarten konnte, das typisch billige China Design setzt sich nun auch hier durch. Geschmackloser kann man einen neuen Ansatz in Form von Klangerzeugung wohl nicht verpacken. Mit einem 32-Slot-Modulationsnetzwerk, das in hunderte Einstellungsmöglichkeiten mündet, bedarf es ein super geschultes Gehirn, welches die Reihenfolge von Schaltungen auch nachvollziehen kann. Also wenn du das noch packen solltest, dann ziehe ich echt den Hut Martin. Übrigens, der Support von ASM ist mit der schlechteste, der in Zusammenhang mit Instrumenten-Herstellern je gemessen wurde.

Mindmovie
Mindmovie vor 5 Tagen
Eine schöne Übersicht !

Filterpad
Filterpad vor 5 Tagen
Mein Highlight ist der Leviasynth. So ein geiles Teil.

Sturmwind
Sturmwind vor 5 Tagen
Das Korg Kaoss Pad V finde ich sehr interessant.
Ich würde mich über einen Gesangs Effekt Prozessor Bericht freuen.


von  Redaktion am 26.01.2026
Aufrufe  119



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