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THE EYE - FLOOR

Chillout Ambient nachdenklich
THE EYE 17.12.2017
0:006:49
THE EYE - "FLOOR"
(163720122017040)

Angespielt/Ausschnitt Track: "DOOR NUMBER SIX"

Jahr: 2017 (official release 20.12.2017)
Genre: Dark Ambiente; Headcinema Acoustic; Experimental
Länge: 72:00 min
Medium: Audio-CD / mp3
Label: SAD/MCM
Link: http://www.the-eye-music.eu
http://mediacellar.de

HEADCINEMA: Fiktive Geschichte.

Es war einer der typischen grauen Tage in dieser Landschaft, weit ab vom pulsierendem Leben. Die wenigen verbliebenen Menschen in ihren stattlichen Anwesen lebten zurückgezogen auf großen Ländereien, von Wäldern, Mooren und endlosen Heideflächen umgeben. Hier war die Zeit stehen geblieben, erstarrt in der Landschaft und den Verbliebenen. Man pflegte keinen Kontakt untereinander, eine eventuelle Begegnung wurde mit kurzem Kopfnicken abgetan. Was die wenigen Menschen hier noch verbannt war ein taubstummer Fahrer eines klapprigen Lieferwagens, der jeden Dienstag von Haus zu Haus fuhr, um Lebensmittel und Post auszuliefern. Die Ware lag in alten Holzstiegen, ein Bändchen an der Seite den Besitzer kennzeichnete. Er stellte sie nur vor die Tür ab, griff nach der leeren Austauschkiste und einem Umschlag, in ihm Geld und die nächste Bestellung sich befand.

An der letzten Lieferstelle enthielt solch Austausch-Stiege zu dem Umschlag auch eine kleine Holzschatulle. Verwundert sah der junge Mann sich um, starrte auf die Eingangstür und den Fenstern des Hauses, setzte sich auf die breite Steintreppe und öffnete das schmucklose Kästchen.
Ein verrosteter Stahlring hielt große schwere Schlüssel zusammen, am Boden der Schachtel ein vergilbtes Blatt Papier mit einer Bleistiftzeichnung, einer Art Karte. Er erkannte markante Punkte dieser Umgebung wieder. Ein eingezeichneter Kreis markierte seinen jetzigen Standpunkt, das Haus, auf dessen Treppe er gerade saß. Eine etwas dickere Linie zerschnitt die bekannten Wege dieser Landschaft, deren Bewohner er nie zu Gesicht bekam und mündete an einer zweiten Markierung, etwas außerhalb der von ihn schon Jahre befahrenen Wege. Die Zeichnung im Blickfeld folgte er der Spur, der Wald zunehmend immer dichter wurde. Die Umgebung war ihn völlig fremd, immer schmaler der Weg wurde, ein voran kommen mit dem Lieferwagen nicht mehr möglich war. Er griff nach der Zeichnung auf dem Armaturenbrett, nahm die Schlüssel aus dem Kästchen, das auf dem Beifahrersitz lag und ließ den Wagen stehen.

Mit langsamen Schritten folgte er den gezeichneten Weg, das Gras und Gestrüpp wurde mit jedem Meter höher und reichte bis an die Schultern. In der Ferne zeichneten sich Umrisse eines Gemäuer ab, mit jedem Schritt die Konturen deutlicher wurden. Wie versteinert stand er auf einer vom Nebel eingehüllten Lichtung, die Augen auf einer großen alten Villa gerichtet. Die ewig gefühlte Einsamkeit in seinem Leben wurde hinweggefegt von der völligen Leere dieses verlassenen Ortes. Umgeben von undurchdringlichem Grün starrte er auf die mächtigen Mauern, die den Krieg gegen die übermächtige Natur schon lange verloren haben zu scheinen. Fest verankert zwischen Holz und Stein winden sich Sträucher und Ranken, klettern an ihnen empor, umspinnen Terrassen und Balkone mit dichtem Blattwerk, nehmen den Fenstern jedes Licht, lasten auf Balken und Dach.

Langsam setzt er einen Fuß vor den anderen, der Eingangstür entgegen. Die Widerspenstigkeit des an der Tür anhaftendem Bewuchses verletzen seine Hände und erst der dritte Schlüssel bewegt das Schloss, gibt den Blick ins Innere frei. Ein großer Flur mit einer imposanten Treppe in dessen Mitte, weit der Blick rechts und links von ihr in die Tiefe reicht, ein Staubschleier nichts weiter erkennen lässt. Wie lange mag dieses Gebäude wohl schon leer stehen, fragte er sich und begann sich umzuschauen. Alle Türen hier unten standen offen, es wohl der Mittelpunkt des Hauses und deren Bewohner war. Das ganze Mobiliar war scheinbar vorhanden, nichts schien wirklich zu fehlen, jeder Platz, ob Boden oder Wand war gefüllt, der Leere entbunden.

Die schweren Hölzer der Treppe schwiegen unter seinen Tritte nach oben, sie windete sich wie eine Schlange an den Mauern entlang, ihr Ende in der oberen Mitte in ein Atrium mündete, überdacht von einer Glaskuppel. Von hier aus gingen zahlreiche Türen ab, im Gegensatz zum Erdgeschoss aber alle verschlossen waren.

Eine Tür nach der anderen öffnete er, nahm Platz auf Stuhl und Bett, verweilte eine Ewigkeit in jeden Raum, versank im Gedanken nach den ehemaligen Bewohnern und ihr Leben in diesen Wänden. Jedes Zimmer schien ein Leben erzählen zu wollen, hinter jeder Tür eine andere Geschichte nur darauf wartet, erhört zu werden.

Bis tief in die Nacht gab er sich dessen hin, ließ tief vergessen, was ihm zum Außenseiter gemacht, spürte Freud und Leid, nahm teil am Leben anderer, entzog sie der Vergessenheit, füllte das Haus wieder mit Leben, führte es mit jedem Schlüssel aus der Einsamkeit heraus. Der eine oder andere kennt bestimmt das hier geschilderte Gefühl, etwas mehr erfahren zu wollen, es aber keine Antworten scheint zu geben.


TRACKS (Gapless-Album)

01. WAY TO THE OLD HOUSE
02. ABOUT THE STAIRS TO THE FIRST
03. THE SECOND DOOR
04. DOOR NUMBER THREE
05. DOOR NUMBER FOUR
06. THE FIFTH DOOR
07. DOOR NUMBER SIX
08. DOOR SEVEN UNDER THE ROOF
09. THE LAST KEY
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INSTRUMENTE:
Roland JD-800; Roland XP-30; Access Virus B; Oberheim OB12; Roland JP-8000; M-Audio Venom; Roland SH-32; Korg Electribe SX; Naonext-Crystall Ball; Doepfer Drehbank; Korg M1; Taurus Acryl Strat; Aria Mac Flamed Maple 6; Roland XV-3080; Roland V-Synth; Arturia Matrixbrute; Alesis Air Synth; Doepfer MAQ 16/3 Yamaha DD65

VOCALS/ VOICE / MIC:
Thomas, Kathrin Stier, Damien Sadlor, Daniel Tanner; Roland VP-550; Morph Vox Pro; Mam VF11; Mic Mogami V69; Mic Stagg MCO-5BK

DAW/ MIX/ MASTER:
Cubase 5.1/ Sequoia 13/ Cool Edit Pro/ Ohm Studio

EFFEKT/ FILTER:
Soundcraft UI24R (Lexicon); Cubase 5.1; Sequoia 13; Boss SX-700; Wave Arts Plugins; Alesis Air FX

SOUNDSCAPE/ SAMPLE/ VOCALS:
Field & Home-Recording

Playlist

1 FLOOR THE EYE 6:49
2 Träumerei No. 4 Gate One 4:15
3 Norwegian Dream PAZion 5:00

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