Preist einem Meister der Musik
In unserem deutschen Underground schlummern Talente, denen, würden sie es in ihrer Vita erwähnen, man durchaus abnehmen würde, in der direkten Nachbarschaft eines Produzenten wie US-Star Dr. Dre aufgewachsen zu sein.
Mafer-1 gehört ohne Zweifel dazu. Seine G-Funk ähnlichen Melodies, gepaart mit smothem Gesang und eintönigen Instrumenten lädt so tief in die innovativen Klangwelten der US-Vorbilder ein, daß man schon nach kurzer Zeit vergißt, wo man ist und einfach völlig relaxed kopfnickend durch den Raum schwebt.
War schon „car hifi entertainment“ mit seinen diversen Remixes ein absolut grandioses Stück, mit für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich kreativen Mitteln gestaltet, so übertrifft „gettin´ high“ nahezu alles bisher dagewesene und reiht sich ohne zu zögern in eine Stufe mit den professionell arrangierten Tracks der Rap-Größen Nate & Snoop Dogg, Warren G und sogar Dr. Dre persönlich ein.
Nein, verstecken muß sich Mafer-1 auf keinen Fall, höchstens vor den diversen Plattenbossen, die ihm wahrscheinlich in naher Zukunft die Bude einrennen und (hoffentlich nicht) den Kopf verdrehen wollen. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß sich ein so kreativer Künstler wie Mafer-1 von äußeren Einflüssen ablenken läßt, so straight und angenehm kommen seine Tracks durch die Speaker in das Ohr des entzückten Genießers.
„car hifi entertainment“, insbesondere das hiphop-remix, bot bereits alles, was sich ein Autofahrer auf einer ruhigen Strecke an sonnigen Tagen nur wünschen kann, der Fahrtwind weht leicht und aus den Boxen kommt dieser Slowjam, der einen sowohl die Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten, als auch die Seele baumeln läßt – einfach klasse.
Die Rap-Parts passen wie die berühmte Faust auf´s Auge, sind nicht mehr wegzudenken und niemals hat ein Piano besser in einen Hip-Hop-Song gepasst, als hier. Angereichert mit einigen Bridges kann man nur immer wieder sagen: Wahnsinn!
Aber als wenn dies nicht schon genug wäre, setzt Mafer-1, wie oben bereits erwähnt, seinen künstlerischen Fähigkeiten mit ebendiesem „gettin´ high“ die Krone auf.
Schon der Anfang, mit den kurzen Scratches, dem Eingangsgespräch, der unmerklich in den Rap übergeht, all das macht einen großen Künstler aus. Die Melodie läuft in einer Endlosschleife, ist aber derart angenehm, daß sie niemals stört oder abgedoschen klingt – und dann, ja dann ertönt dieser unglaublich schöne, relaxte und partytaugliche Refrain, dieses „let me get high everyday....“ geht unter die Haut, man wird geradezu gezwungen, den Mund aufzureißen und mitzusingen – die Seele freut sich ob so wunderbarer Musik, die wirklich überall, ob im Club, im Auto, zuhause oder auf Partys eine Heimat finden wird.
Mafer-1 ist ein Phänomen und wir alle sollten uns wünschen, daß dieser kreative Kopf am Ball bleibt und seine Fähigkeiten auch in Zukunft so grandios einsetzt, wie bei den vorliegenden Tracks.
Wer mehr über mafer-1, bürgerlich übrigens Manuel Fernandez, erfahren möchte, kann dies auf seiner ebenfalls gelungenen Homepage machen, wo auch ein Blick auf sein umfangreiches Equipment geworfen werden darf – was braucht der geneigte Produzent mehr?
Also Mafer-1, bitte mach genauso weiter, denn Du bringst uns Songs für die Unendlichkeit.
keep on rockin´
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