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Rolander - Aigues Vives - The Sailor

Rolander 18.06.2022
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Aigues Vives, Kapitel 2

Es geschah, was nicht wenigen Bands damals wie heute passiert: In Schulden gestürzt, um den Traum eines eigenen Albums zu verwirklichen, dann bleibt der ganz große Erfolg aus und die Erlöse der Plattenverkäufe gehen drauf, um die Bandkasse wieder aus den roten Zahlen zu bringen. Auch deshalb – und fairerweise sollte ich sagen: aber auch aus nachvollziehbaren Gründen –, verließen drei wichtige Mitglieder Aigues Vives, aber kurz darauf gewannen wir zwei neue, nämlich die Keyboarderin, Flötistin und Saxophonistin Eva Küllmer und den Drummer Richard Bellinghausen. Und so nahmen wir das Unterfangen, das Nachfolgealbum aufzunehmen, in die eigene Hand. Die Rechnung war einfach: Wir wollten uns für dieses Album viel mehr Zeit nehmen und nicht wieder in den Stress wie bei „Water of Seasons“ geraten. Für das Geld, das uns ein bis zwei Wochen Studiozeit gekostet hätte, konnte ich mir eine 8-Spur Bandmaschine (Fostex A8), eine 2-Spur Mastermaschine (Tascam), ein Dutzend Tonbänder und einen guten Mixer mit 8 Subgruppen kaufen. Den Rest nahmen wir aus unserer Bandanlage: Mixer, Mikros, ein Federhall, usw. Ein Kellerraum wurde mit alten Matratzen vom Sperrmüll (der leichte Uringestank gehörte fortan zur Studioatmosphäre) und Eierkartons notdürftig abgedämpft. Die Wichtigkeit einer guten Raumakustik unterschätzten wir natürlich sträflich, ebenso die guter Mikros, Kompressoren usw. Wir mussten ohne auskommen und das Beste daraus machen.

Natürlich ist der Sound dieser Aufnahmen nicht der schönste. Dennoch sind einige Stücke für die Bedingungen, unter denn wir arbeiten mussten, nicht so schlecht geworden.

Drei Stücke von dem zweiten Album „Dwarves Casting Long Shadows“ von Aigues Vives, das 1985 auf Musik-Cassette veröffentlicht und auf unseren Konzerten verkauft wurde, möchte ich euch vorstellen.

Beginnen wir mit „The Sailor“, noch ganz in unserer Tradition als Folkband. Ich habe ihn ausgewählt, weil er auf unseren Livegigs immer ganz gut ankam. Vor allem wegen des A-capella-Teils am Ende. Den Text schrieb Karl Beck. Die Musik ist wie bei allen hier vorgestellten Stücke von mir. Ich spiele akustische und E-Gitarre sowie Dulcimer und singe eine der beiden Hauptstimmen. Meine Mitmusiker:

Maik Wolff: Lead-Gesang
Eva Küllmer: Flöte
Richard Bellinghausen: Drums und Percussion
Karl Beck: Bass und Backgroundgesang, er schrieb auch den Text

Selbstkritik: Man hört deutlich das Scheppern des Federhalls, und der Drumsound ist gerade so akzeptabel. Insbesondere die Toms klingen pappig, was keineswegs an Richard lag, sondern an meiner Unerfahrenheit als „Toningenieur“, dem grottigen Sound unseres Kellers und den billigen Mikros.

album: The Analog Tapes

1 Aigues Vives - The Accident Rolander 6:00
2 Aigues Vives - Mediterranean Journey Rolander 5:48
3 Aigues Vives - Planet of Dreamers Rolander 5:56
4 Aigues Vives - The Sailor Rolander 3:27
5 Aigues Vives - The Knight-Errant Rolander 4:08
6 Aigues Vives - E' Pericoloso Sporgersi Rolander 4:05
7 Casino Babel - Joy Diggin' Rolander 3:43
8 Casino Babel - Ill at Ease. Part 2 Rolander 5:03
9 Casino Babel - Skin Sacrifice Rolander 2:58
10 Casino Babel - Peanuts Envy Rolander 3:54
11 Casino Babel - No Magic Hood Rolander 6:36
12 Casino Babel - The Golden Calf Of Power Rolander 5:07
13 Casino Babel - Sick At Heart Rolander 6:39
14 Casino Babel - Fire Precaution Rolander 7:26
15 Casino Babel - Back in the Ring Rolander 4:25

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