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HEADCINEMA
Sein Frühstück lag schon einige Stunden zurück, die New York Times noch auf dem Schoss, wieder im leichten Dämmerschlaf, als das Telefon klingelte. Ruhig griff er zum Hörer, wissend, wer dort nach ihm verlangt. "Mister Coone, es ist wieder so weit" erklang die Stimme einer Frau nach einer freundlichen Begrüßung. Sanft legte der alte Mann den Hörer wieder auf die Gabel, streifte sich Mantel und Schuhe über und verschloss hinter sich die Tür.
Es sind nur 5 Minuten Fußweg, um ans Ziel zugelangen, einem großen Komplex von Krankenhaus mit angeschlossenem Hospiz. An der Rezeption kannte man sich schon über die Jahrzehnte hinweg und jeder Angestellte schätzte Mister Coone für sein gesellschaftliches Einbringen und der Ausübung eines verantwortungsvollen Ehrenamts. Hinter dem Tresen stand ein kleines Tischchen, auf dem zahlreiche Vasen mit Blumensträußen standen, gespendet von der Kirche, Besuchern und vereinzelten Blumengeschäften aus der Umgebung. Wie üblich wählte er irgendeinen Strauß, zog ihn aus der Vase und nahm Platz im angrenzenden Warteraum.
Wer mag wohl diesmal hinter dem Menschen stecken, ging es ihm durch den Kopf. Ist es eine Frau, ein Mann und warum fand man auch bei ihm keine Angehörigen, Freunde, Kinder oder Bekannte? Soviele Menschen können nicht nur allein ihr Leben verbracht haben, sich keiner finden lässt, um mit ihm zusammen die letzten Stunden seines Lebens zu verbringen. Es ist beängstigend mit der Gewissheit zu Leben, das die Zahlen der "einsamen Tode" immer mehr zunimmt.
Es gibt immer mehr Menschen, die aus unserer Gesellschaft verschwinden - ohne dass es jemanden interessiert, ob Freund oder entfernte Verwandtschaft. Selbst die eigenen Kinder vergessen ihre Eltern, ihnen die "nötige Zeit" fehlt, der Weg zum Bett des Sterbenden zu weit.
Aus dem Gedanken erweckt durch einen Aufruf seines Namens und einer Zimmernummer erhob sich Mister Coone von Stuhl und schritt durch einen langen Gang, bis er vor genannter Zimmertür stand. Tief holte er Luft und drückte die Klinke herunter................
Wie ein präzises Uhrwerk folgte er seinen eigen auferlegten Handlungen, nahm sich die Vase vom Regal, füllte sie mit Wasser, entfernte das Pergament von den Blumen und stellte diese in das Glas. Erst jetzt wandte er seinen Blick in Richtung Bett und stellte auf das daneben stehende kleine Schränkchen die Vase ab. Dann nahm er sich den Stuhl, stellte ihm neben das Bett und ergriff eine Hand des Fremden.
Der Mann wurde, stationär ausgedrückt, nur noch Überwacht mit Hilfe von Geräten, deren Kabel sich wie Schlingpflanzen um einen abgemagerten Körper verteilten und nur darauf warteten, das biologische Ende einzuläuten. Seine Augen waren verschlossen, doch ab und zu regte sich etwas in den Lidern, selbst die Finger sich noch leicht krümmten.
Mit den Worten: "Guten Tag mein lieber Freund", begann Mister Coone zu sprechen und war der festen Überzeugung, Gehör zu finden.
So vergingen die Stunden bis zum schon gewohnten Ende, die Apparate den Abgesang im piependen Tönen aller Art von sich gaben. Sanft klopfte der alte Mann auf des Fremden Schulter, verabschiedete sich und verließ das Zimmer.
Mit leichtem Kopfnicken und kurzem Augenschließen ging Mister Coone am Empfang vorbei in Richtung Ausgang, seine Art sich zu verabschieden. Sein Weg führt ihn wieder nach Hause, im Gedanken nur die Gewissheit, etwas zu tiefst menschliches getan zu haben und dies wieder tun zu dürfen.
_____________________________________
INSTRUMENTE:
Roland JD-800; Roland XP-30; Roland V-Synth; Arturia Matrixbrute; Behringer Neutron; Roland VP-550
VOCALS/ VOICE / MIC:
Thomas, Roland VP-550; Mogami V69
DAW/ MIX/ MASTER:
Sequoia 13
EFFEKT/ FILTER:
Soundcraft UI24R (Lexicon); Wave Arts Suite; Strymon Big Sky; Mooer Ocean Machine; Strymon Mobius
SOUNDSCAPE/ SAMPLE/ VOCALS:
Grundstück, Haus- Field & Home-Recording; Pond5 Royalty Sound
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Sein Frühstück lag schon einige Stunden zurück, die New York Times noch auf dem Schoss, wieder im leichten Dämmerschlaf, als das Telefon klingelte. Ruhig griff er zum Hörer, wissend, wer dort nach ihm verlangt. "Mister Coone, es ist wieder so weit" erklang die Stimme einer Frau nach einer freundlichen Begrüßung. Sanft legte der alte Mann den Hörer wieder auf die Gabel, streifte sich Mantel und Schuhe über und verschloss hinter sich die Tür.
Es sind nur 5 Minuten Fußweg, um ans Ziel zugelangen, einem großen Komplex von Krankenhaus mit angeschlossenem Hospiz. An der Rezeption kannte man sich schon über die Jahrzehnte hinweg und jeder Angestellte schätzte Mister Coone für sein gesellschaftliches Einbringen und der Ausübung eines verantwortungsvollen Ehrenamts. Hinter dem Tresen stand ein kleines Tischchen, auf dem zahlreiche Vasen mit Blumensträußen standen, gespendet von der Kirche, Besuchern und vereinzelten Blumengeschäften aus der Umgebung. Wie üblich wählte er irgendeinen Strauß, zog ihn aus der Vase und nahm Platz im angrenzenden Warteraum.
Wer mag wohl diesmal hinter dem Menschen stecken, ging es ihm durch den Kopf. Ist es eine Frau, ein Mann und warum fand man auch bei ihm keine Angehörigen, Freunde, Kinder oder Bekannte? Soviele Menschen können nicht nur allein ihr Leben verbracht haben, sich keiner finden lässt, um mit ihm zusammen die letzten Stunden seines Lebens zu verbringen. Es ist beängstigend mit der Gewissheit zu Leben, das die Zahlen der "einsamen Tode" immer mehr zunimmt.
Es gibt immer mehr Menschen, die aus unserer Gesellschaft verschwinden - ohne dass es jemanden interessiert, ob Freund oder entfernte Verwandtschaft. Selbst die eigenen Kinder vergessen ihre Eltern, ihnen die "nötige Zeit" fehlt, der Weg zum Bett des Sterbenden zu weit.
Aus dem Gedanken erweckt durch einen Aufruf seines Namens und einer Zimmernummer erhob sich Mister Coone von Stuhl und schritt durch einen langen Gang, bis er vor genannter Zimmertür stand. Tief holte er Luft und drückte die Klinke herunter................
Wie ein präzises Uhrwerk folgte er seinen eigen auferlegten Handlungen, nahm sich die Vase vom Regal, füllte sie mit Wasser, entfernte das Pergament von den Blumen und stellte diese in das Glas. Erst jetzt wandte er seinen Blick in Richtung Bett und stellte auf das daneben stehende kleine Schränkchen die Vase ab. Dann nahm er sich den Stuhl, stellte ihm neben das Bett und ergriff eine Hand des Fremden.
Der Mann wurde, stationär ausgedrückt, nur noch Überwacht mit Hilfe von Geräten, deren Kabel sich wie Schlingpflanzen um einen abgemagerten Körper verteilten und nur darauf warteten, das biologische Ende einzuläuten. Seine Augen waren verschlossen, doch ab und zu regte sich etwas in den Lidern, selbst die Finger sich noch leicht krümmten.
Mit den Worten: "Guten Tag mein lieber Freund", begann Mister Coone zu sprechen und war der festen Überzeugung, Gehör zu finden.
So vergingen die Stunden bis zum schon gewohnten Ende, die Apparate den Abgesang im piependen Tönen aller Art von sich gaben. Sanft klopfte der alte Mann auf des Fremden Schulter, verabschiedete sich und verließ das Zimmer.
Mit leichtem Kopfnicken und kurzem Augenschließen ging Mister Coone am Empfang vorbei in Richtung Ausgang, seine Art sich zu verabschieden. Sein Weg führt ihn wieder nach Hause, im Gedanken nur die Gewissheit, etwas zu tiefst menschliches getan zu haben und dies wieder tun zu dürfen.
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INSTRUMENTE:
Roland JD-800; Roland XP-30; Roland V-Synth; Arturia Matrixbrute; Behringer Neutron; Roland VP-550
VOCALS/ VOICE / MIC:
Thomas, Roland VP-550; Mogami V69
DAW/ MIX/ MASTER:
Sequoia 13
EFFEKT/ FILTER:
Soundcraft UI24R (Lexicon); Wave Arts Suite; Strymon Big Sky; Mooer Ocean Machine; Strymon Mobius
SOUNDSCAPE/ SAMPLE/ VOCALS:
Grundstück, Haus- Field & Home-Recording; Pond5 Royalty Sound
