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Auch das Universum kann Geschichten erzählen. Hier ist eine davon:
Sirius A ist der hellste Stern am Nachthimmel, eigentlich ein ganz gewöhnlicher Stern: etwa zweimal so schwer wie die Sonne, aber mit 25mal soviel Leuchtkraft.
Wenn man aber genauer hinschaut, entdeckt man, dass er einen viel schwächer leuchtenden Zwilling hat - Sirius B – ein weißer Zwergstern. Der ist nur etwa so groß wie die Erde, dafür aber fast so schwer wie die Sonne, besitzt jedoch nicht einmal 3% ihrer Leuchtkraft.
Beide Sterne, die einander in einem Doppelsternsystem umkreisen, entstanden gemeinsam aus derselben Wolke aus Gas und Staub. Die Gravitation zog die sich verklumpende Materie immer mehr zusammen, und es bildeten sich zwei glühende Protosterne, in denen Druck und Temperatur nach und nach stiegen, bis schließlich die Kernfusion einsetzte und die Zwillinge hell erstrahlten. Triumphierend betraten sie die kosmische Arena.
Doch das Leben der Geschwister verlief sehr unterschiedlich: Der jetzt so schwach strahlende Sirius B war einst zweieinhalbmal so schwer wie sein Bruder und leuchtete 630mal so hell wie die Sonne. Doch der viel kleinere und schwächere Sirius A sollte letztendlich die Oberhand behalten: Sein großer Bruder war so heiß, dass er seinen Wasserstoff als Energiequelle rasch verbrauchte. Nach einer stabilen Phase durchlebte er verschiedene dynamische Stadien, zog sich aufgrund seiner enormen Schwerkraft zusammen, der der Druck seiner schwächer werdenden Strahlung nichts mehr entgegenzusetzen hatte, fand dann wieder eine neue Energiequelle in seinem Heliumvorrat, erstrahlte erneut hell und blähte sich zu einem roten Riesen auf. Und so erlebte er eine Kolik nach der anderen, in der er immer mehr seiner Materie im Fusionsprozess zerstrahlte, wand sich heftig unter den widerstreitenden Kräften von Strahlungsdruck und Schwerkraft, bis schließlich der stark einsetzende Sternenwind den größten Teil seiner Materie wegblies. Der übrig gebliebene ausgebrannte Kern schrumpfte zu einem weißen Zwerg, der nun nach und nach ausglüht. Er befindet sich jetzt im Sterbestadium und äschert sich selbst ein. Immerhin hat Sirius B noch Glück gehabt: Wäre er nur etwas schwerer gewesen, hätte ihn womöglich eine Supernova zerrissen und seine Sternenleiche in ein Schwarzes Loch gesaugt.
Sirius A hingegen hat sich seinen Brennstoff besser eingeteilt. Er wird noch etwa eine Milliarde Jahre lang ein ruhiges Leben führen, bis ihn dann auch die Kräfte verlassen und er dem gleichen Schicksal entgegensieht. Auch er wird den größten Teil seiner Masse in die Leere des Universums blasen und dann als weißer Zwerg enden.
Das Material, dass die beiden Zwillinge in die Galaxis verstreuen, ist reich an wichtigen Elementen wie Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff. Vielleicht wird sich aus der Wolke wieder ein neuer, stabiler Stern mit einem Planetensystem bilden. Vielleicht kreist einer dieser Felsbrocken im richtigen Abstand um diese neue Sonne, mit der richtigen Oberflächentemperatur, bei der sich flüssiges Wasser bilden kann. Vielleicht herrschen auf dem Planeten Bedingungen, unter denen sich organische Moleküle bilden können. Vielleicht entsteht in dieser organisch angereicherten Brühe ja Leben. Vielleicht nach ein paar Milliarden Jahren sogar eine Zivilisation (hoffentlich intelligenter als wir). Dann hätte sich der Tod der Zwillinge doch gelohnt.
Kapitel:
I. Protostar (0:00)
II. The Sparc – bright & proud (0:28)
III. The Quiescent Phase (1:24)
IV. Midlife Crisis (2:31)
V. Red Giant (3:04)
VI. White Dwarf (4:29)
VII. New Seed (5:56)
Zur Musik: Ursprünglich hatte ich gar nicht daran gedacht, das Stück unter Storyteller zu veröffentlichen. Ich suchte einfach nach einem passenden Titel, und da fiel mir Sirius ein. Mitten beim Komponieren kam ich auf die Idee, dass Sirius ja eine erzählenswerte Geschichte haben könnte. Und so habe ich den Track umarrangiert. Ich wollte nicht zu viele verschiedene musikalische Themen hineinpacken. Deshalb wiederholen sich manche Abschnitte unter den oben angegebenen Kapiteln, dann aber entweder mit einer anderen Instrumentierung, in einer anderen Tonart oder auch anderer Dynamik.
Zum Einsatz kamen:
Orchester:
Audio Imperia Nucleus
Project Sam Orchestral Essentials 1 und 2
8Dio Adagietto Strings
Percussion:
Soundiron Apocalypse Elements
Heavyocity Damage
Synths:
Steinberg Padshop
Spectrasonics Omnisphere
Viel Spaß beim Hören!
Sirius A ist der hellste Stern am Nachthimmel, eigentlich ein ganz gewöhnlicher Stern: etwa zweimal so schwer wie die Sonne, aber mit 25mal soviel Leuchtkraft.
Wenn man aber genauer hinschaut, entdeckt man, dass er einen viel schwächer leuchtenden Zwilling hat - Sirius B – ein weißer Zwergstern. Der ist nur etwa so groß wie die Erde, dafür aber fast so schwer wie die Sonne, besitzt jedoch nicht einmal 3% ihrer Leuchtkraft.
Beide Sterne, die einander in einem Doppelsternsystem umkreisen, entstanden gemeinsam aus derselben Wolke aus Gas und Staub. Die Gravitation zog die sich verklumpende Materie immer mehr zusammen, und es bildeten sich zwei glühende Protosterne, in denen Druck und Temperatur nach und nach stiegen, bis schließlich die Kernfusion einsetzte und die Zwillinge hell erstrahlten. Triumphierend betraten sie die kosmische Arena.
Doch das Leben der Geschwister verlief sehr unterschiedlich: Der jetzt so schwach strahlende Sirius B war einst zweieinhalbmal so schwer wie sein Bruder und leuchtete 630mal so hell wie die Sonne. Doch der viel kleinere und schwächere Sirius A sollte letztendlich die Oberhand behalten: Sein großer Bruder war so heiß, dass er seinen Wasserstoff als Energiequelle rasch verbrauchte. Nach einer stabilen Phase durchlebte er verschiedene dynamische Stadien, zog sich aufgrund seiner enormen Schwerkraft zusammen, der der Druck seiner schwächer werdenden Strahlung nichts mehr entgegenzusetzen hatte, fand dann wieder eine neue Energiequelle in seinem Heliumvorrat, erstrahlte erneut hell und blähte sich zu einem roten Riesen auf. Und so erlebte er eine Kolik nach der anderen, in der er immer mehr seiner Materie im Fusionsprozess zerstrahlte, wand sich heftig unter den widerstreitenden Kräften von Strahlungsdruck und Schwerkraft, bis schließlich der stark einsetzende Sternenwind den größten Teil seiner Materie wegblies. Der übrig gebliebene ausgebrannte Kern schrumpfte zu einem weißen Zwerg, der nun nach und nach ausglüht. Er befindet sich jetzt im Sterbestadium und äschert sich selbst ein. Immerhin hat Sirius B noch Glück gehabt: Wäre er nur etwas schwerer gewesen, hätte ihn womöglich eine Supernova zerrissen und seine Sternenleiche in ein Schwarzes Loch gesaugt.
Sirius A hingegen hat sich seinen Brennstoff besser eingeteilt. Er wird noch etwa eine Milliarde Jahre lang ein ruhiges Leben führen, bis ihn dann auch die Kräfte verlassen und er dem gleichen Schicksal entgegensieht. Auch er wird den größten Teil seiner Masse in die Leere des Universums blasen und dann als weißer Zwerg enden.
Das Material, dass die beiden Zwillinge in die Galaxis verstreuen, ist reich an wichtigen Elementen wie Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff. Vielleicht wird sich aus der Wolke wieder ein neuer, stabiler Stern mit einem Planetensystem bilden. Vielleicht kreist einer dieser Felsbrocken im richtigen Abstand um diese neue Sonne, mit der richtigen Oberflächentemperatur, bei der sich flüssiges Wasser bilden kann. Vielleicht herrschen auf dem Planeten Bedingungen, unter denen sich organische Moleküle bilden können. Vielleicht entsteht in dieser organisch angereicherten Brühe ja Leben. Vielleicht nach ein paar Milliarden Jahren sogar eine Zivilisation (hoffentlich intelligenter als wir). Dann hätte sich der Tod der Zwillinge doch gelohnt.
Kapitel:
I. Protostar (0:00)
II. The Sparc – bright & proud (0:28)
III. The Quiescent Phase (1:24)
IV. Midlife Crisis (2:31)
V. Red Giant (3:04)
VI. White Dwarf (4:29)
VII. New Seed (5:56)
Zur Musik: Ursprünglich hatte ich gar nicht daran gedacht, das Stück unter Storyteller zu veröffentlichen. Ich suchte einfach nach einem passenden Titel, und da fiel mir Sirius ein. Mitten beim Komponieren kam ich auf die Idee, dass Sirius ja eine erzählenswerte Geschichte haben könnte. Und so habe ich den Track umarrangiert. Ich wollte nicht zu viele verschiedene musikalische Themen hineinpacken. Deshalb wiederholen sich manche Abschnitte unter den oben angegebenen Kapiteln, dann aber entweder mit einer anderen Instrumentierung, in einer anderen Tonart oder auch anderer Dynamik.
Zum Einsatz kamen:
Orchester:
Audio Imperia Nucleus
Project Sam Orchestral Essentials 1 und 2
8Dio Adagietto Strings
Percussion:
Soundiron Apocalypse Elements
Heavyocity Damage
Synths:
Steinberg Padshop
Spectrasonics Omnisphere
Viel Spaß beim Hören!
