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Musik, Text, Gesang: Hermann Voges
Gesang: Petra Lavička
Violine, Viola: Mirjam Sendtner
Gitarre: Alfred Girgnhuber
Dies ist die nächste Nummer aus dem Musical, an dem ich gerade arbeite.
Ich danke meinen geschätzten Kollegen Petra Lavička, Mirjam Sendtner und Alfred Girgnhuber für ihre Mitwirkung.
In Erinnerung an meinen alten Musiklehrer am Wittelsbacher Gymnasium, Prof. Dr. Franz Wirth (1932 – 2023). Er trug das Herz am rechten Fleck. Möge er in Frieden ruhen!
Copyright © 2025 by Hermann Voges, München
Platz 1 am 20.09.2025 in den Pop TOP 100
Platz 1 am 20.09.2025 in den Alternative Pop TOP 100
Platz 1 am 22.09.2025 in den MyOwnMusic TOP 100
Empfehlung am 20.09.2025
Gesang: Petra Lavička
Violine, Viola: Mirjam Sendtner
Gitarre: Alfred Girgnhuber
Dies ist die nächste Nummer aus dem Musical, an dem ich gerade arbeite.
Ich danke meinen geschätzten Kollegen Petra Lavička, Mirjam Sendtner und Alfred Girgnhuber für ihre Mitwirkung.
In Erinnerung an meinen alten Musiklehrer am Wittelsbacher Gymnasium, Prof. Dr. Franz Wirth (1932 – 2023). Er trug das Herz am rechten Fleck. Möge er in Frieden ruhen!
Copyright © 2025 by Hermann Voges, München
Platz 1 am 20.09.2025 in den Pop TOP 100
Platz 1 am 20.09.2025 in den Alternative Pop TOP 100
Platz 1 am 22.09.2025 in den MyOwnMusic TOP 100
Empfehlung am 20.09.2025
1. Akt, 2. Szene
Begegnung - Duett Elias - Livia
Die Bühne ist in gedämpftes Licht getaucht. Die Zypresse wirft lange Schatten. Livia tritt langsam aus dem Hintergrund hervor. Ihre Klarinette hängt locker an einem Band über der Schulter. Elias steht bereits da, leicht seitlich, den Blick auf die Grabplatte gerichtet.
Livia (zögernd, mit einem Hauch von Lispeln)
Sie waren auch bei ihm im Unterricht?
Elias (wendet sich ihr zu, mit einem leichten Neigen des Kopfes)
In der Tat. Er war mir nicht nur Lehrer; er war, wenn Sie mir die Metapher gestatten, Architekt meiner inneren Klangräume.
Livia (lächelt, ein wenig überrascht von der Formulierung)
Das ist schön gesagt. Ich hab' ihn sehr gemocht. Er hat mir beigebracht, wie man mit dem Atem malt.
Elias (leise, fast ehrfürchtig)
Ein poetisches Bild. Sie spielen Klarinette, nicht wahr? Ich hörte ... Nun, ich hörte Sie spielen. Es war bewegend.
Livia (errötet leicht, senkt den Blick)
Danke. Ich hab' ein bißchen Lampenfieber gehabt. Und ich lispel leicht, wissen Sie. Manchmal hört man's.
Elias (lächelt sanft)
Ein Lispeln ist ein Ornament der Sprache. Wie ein Triller, der nicht im Notentext steht, aber das Stück erst lebendig macht.
Kurze Pause. Beide blicken auf das Grab. Der Wind bewegt die Blätter.
Livia (leise)
Ich hatte ihn sehr gern.
Elias (nachdenklich)
Ich auch. Ich hatte ihn lieber als viele Menschen, die noch leben.
Ein Moment der Stille.
Elias (sanft)
Das Stück, das Sie spielten - war es von Ihnen?
Livia (nickt langsam)
Es ist nicht fertig. Ich hab' es angefangen, als ich von seinem Tod erfahren habe. Aber die Noten ... sie wollten nicht gehorchen.
Elias (mit einem leichten Lächeln)
Vielleicht gehorchen sie nicht, weil sie warten. Warten auf einen zweiten Klang.
Sie sieht ihn an, überrascht und berührt.
Livia
Meinen Sie ... gemeinsam?
Elias
Wenn Sie gestatten. Ich habe keine Stimme heute, aber ich kann begleiten. Mit Händen, mit Herz.
Sie nickt. Ihre Stimme ist kaum hörbar, aber klar.
Livia
Dann lassen Sie uns malen. Mit Atem. Mit Schatten. Mit dem, was bleibt.
Licht dimmt langsam. Die Szene endet mit einem leisen Klarinettenton, der sich in der Stille verliert.
Song 2: "Was bleibt" (Duett Elias - Livia)
[Elias]
Er sprach nie laut,
sein Blick war Klang.
Er zeigte mir,
wie man Stille fangen kann.
[Livia]
Er nahm mein Spiel,
hob es ins Licht.
Er hörte zu,
und gab dem Ton Gewicht.
[Beide]
Er war kein Name,
er war ein Ton.
Ein Atemzug -
zwischen Zeit und Lohn.
[Elias]
Ich sang für ihn,
er zeigte mir Gefühl,
das Leise, das Wiegen
von Gedanken in Musik.
[Livia]
Ich spielte ihm vor,
er nickte nie zu viel.
Ein Lächeln war sein Lob,
sein Schweigen mein Profil.
[Beide]
Was bleibt vom Klang,
wenn er nicht mehr erklingt?
Ein Echo vielleicht,
das durch Herzen dringt.
[Livia]
Ein Ton,
ein Satz,
ein leerer Blick -
[Elias]
Ein Blick,
ein Wort,
ein leiser Takt -
[Beide]
Er lebt in uns,
in unserm Spiel,
im ersten Ton,
im letzten Ziel.
Begegnung - Duett Elias - Livia
Die Bühne ist in gedämpftes Licht getaucht. Die Zypresse wirft lange Schatten. Livia tritt langsam aus dem Hintergrund hervor. Ihre Klarinette hängt locker an einem Band über der Schulter. Elias steht bereits da, leicht seitlich, den Blick auf die Grabplatte gerichtet.
Livia (zögernd, mit einem Hauch von Lispeln)
Sie waren auch bei ihm im Unterricht?
Elias (wendet sich ihr zu, mit einem leichten Neigen des Kopfes)
In der Tat. Er war mir nicht nur Lehrer; er war, wenn Sie mir die Metapher gestatten, Architekt meiner inneren Klangräume.
Livia (lächelt, ein wenig überrascht von der Formulierung)
Das ist schön gesagt. Ich hab' ihn sehr gemocht. Er hat mir beigebracht, wie man mit dem Atem malt.
Elias (leise, fast ehrfürchtig)
Ein poetisches Bild. Sie spielen Klarinette, nicht wahr? Ich hörte ... Nun, ich hörte Sie spielen. Es war bewegend.
Livia (errötet leicht, senkt den Blick)
Danke. Ich hab' ein bißchen Lampenfieber gehabt. Und ich lispel leicht, wissen Sie. Manchmal hört man's.
Elias (lächelt sanft)
Ein Lispeln ist ein Ornament der Sprache. Wie ein Triller, der nicht im Notentext steht, aber das Stück erst lebendig macht.
Kurze Pause. Beide blicken auf das Grab. Der Wind bewegt die Blätter.
Livia (leise)
Ich hatte ihn sehr gern.
Elias (nachdenklich)
Ich auch. Ich hatte ihn lieber als viele Menschen, die noch leben.
Ein Moment der Stille.
Elias (sanft)
Das Stück, das Sie spielten - war es von Ihnen?
Livia (nickt langsam)
Es ist nicht fertig. Ich hab' es angefangen, als ich von seinem Tod erfahren habe. Aber die Noten ... sie wollten nicht gehorchen.
Elias (mit einem leichten Lächeln)
Vielleicht gehorchen sie nicht, weil sie warten. Warten auf einen zweiten Klang.
Sie sieht ihn an, überrascht und berührt.
Livia
Meinen Sie ... gemeinsam?
Elias
Wenn Sie gestatten. Ich habe keine Stimme heute, aber ich kann begleiten. Mit Händen, mit Herz.
Sie nickt. Ihre Stimme ist kaum hörbar, aber klar.
Livia
Dann lassen Sie uns malen. Mit Atem. Mit Schatten. Mit dem, was bleibt.
Licht dimmt langsam. Die Szene endet mit einem leisen Klarinettenton, der sich in der Stille verliert.
Song 2: "Was bleibt" (Duett Elias - Livia)
[Elias]
Er sprach nie laut,
sein Blick war Klang.
Er zeigte mir,
wie man Stille fangen kann.
[Livia]
Er nahm mein Spiel,
hob es ins Licht.
Er hörte zu,
und gab dem Ton Gewicht.
[Beide]
Er war kein Name,
er war ein Ton.
Ein Atemzug -
zwischen Zeit und Lohn.
[Elias]
Ich sang für ihn,
er zeigte mir Gefühl,
das Leise, das Wiegen
von Gedanken in Musik.
[Livia]
Ich spielte ihm vor,
er nickte nie zu viel.
Ein Lächeln war sein Lob,
sein Schweigen mein Profil.
[Beide]
Was bleibt vom Klang,
wenn er nicht mehr erklingt?
Ein Echo vielleicht,
das durch Herzen dringt.
[Livia]
Ein Ton,
ein Satz,
ein leerer Blick -
[Elias]
Ein Blick,
ein Wort,
ein leiser Takt -
[Beide]
Er lebt in uns,
in unserm Spiel,
im ersten Ton,
im letzten Ziel.
