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Platz 1 am 21.09.2008 in den Klassik TOP 100
Platz 7 am 02.10.2008 in den World TOP 100
Rechtzeitig zum Herbstanfang nun die klassische Version.
Ich danke Christoph Krall, dem Wiener Ausnahmepoeten, ganz herzlich für die Erlaubnis, sein Gedicht vertonen zu dürfen. Es ist mir eine große Ehre, und es lohnt sich auf jeden Fall, sich dieses bizarr=exquisite Sonett auf der Zunge zergehen zu lassen.
Das Einleitungsthema habe ich aus der Oper „Fürst Igor“ von Alexander Borodin (1833 – 1881) entlehnt.
Copyright Musik 2008 by Hermann Voges, München
Copyright Text 2008 by Christoph Krall, Wien
Platz 7 am 02.10.2008 in den World TOP 100
Rechtzeitig zum Herbstanfang nun die klassische Version.
Ich danke Christoph Krall, dem Wiener Ausnahmepoeten, ganz herzlich für die Erlaubnis, sein Gedicht vertonen zu dürfen. Es ist mir eine große Ehre, und es lohnt sich auf jeden Fall, sich dieses bizarr=exquisite Sonett auf der Zunge zergehen zu lassen.
Das Einleitungsthema habe ich aus der Oper „Fürst Igor“ von Alexander Borodin (1833 – 1881) entlehnt.
Copyright Musik 2008 by Hermann Voges, München
Copyright Text 2008 by Christoph Krall, Wien
Herbstsonett
(Christoph Krall)
Rot färbt Laub der erste Herbst.
Wird, was er gefärbt, entfärben,
macht, was er entfärbt, ersterben.
Herb wird herber, Herber's herbst.
Erstes herbstliches Verfärben,
Herz, ererbst auch du vom Herbst.
Herbstes Herbes erst ererbst,
Herbstes Herbstes dann: Ersterben.
Eh'st es merkt'st,
Herz, ererbt'st
ersten Herbst.
Wennst es merkst, Herz,
längst beherbergst
Herbstes Herbsts.
(Christoph Krall)
Rot färbt Laub der erste Herbst.
Wird, was er gefärbt, entfärben,
macht, was er entfärbt, ersterben.
Herb wird herber, Herber's herbst.
Erstes herbstliches Verfärben,
Herz, ererbst auch du vom Herbst.
Herbstes Herbes erst ererbst,
Herbstes Herbstes dann: Ersterben.
Eh'st es merkt'st,
Herz, ererbt'st
ersten Herbst.
Wennst es merkst, Herz,
längst beherbergst
Herbstes Herbsts.
