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Platz 1 am 15.05.2008 in den Rock TOP 100
Platz 1 am 15.05.2008 in den Indie-Rock TOP 100
Text: Erik Johan Stagnelius (1793 – 1823)
Musik: Hermann Voges, unter Verwendung einer Komposition von Tomaso Albinoni (1671 – 1751)
Gesang, Flöte, Programmierung, Mix, Mastering: Hermann Voges
Copyright 2008 by Hermann Voges, München
Platz 1 am 15.05.2008 in den Indie-Rock TOP 100
Text: Erik Johan Stagnelius (1793 – 1823)
Musik: Hermann Voges, unter Verwendung einer Komposition von Tomaso Albinoni (1671 – 1751)
Gesang, Flöte, Programmierung, Mix, Mastering: Hermann Voges
Copyright 2008 by Hermann Voges, München
Freund! In der Stunde des Nichts,
wenn dein Inneres von Dunkel verhüllt wird,
wenn in der Tiefe des Abgrunds
Damals und Morgen vergehn,
wenn der Gedanke verzagt
nach Schatten und Irrlichtern tastet,
das Herz nicht mehr seufzen,
das Auge nicht weinen kann;
wenn von deiner umnachteten Seele
die feurigen Fittiche fallen,
und du, voll Schrecken, ins Nichts
dich wieder sinken fühlst,
sag, wer rettet dich dann?
Wer ist der freundliche Engel,
der deinem Inneren die Ordnung
und Schönheit zurückgibt,
deine zusammengebrochene Welt,
den zerstörten Altar wieder aufbaut,
die Flamme entzündet mit sorgender Hand?
Einzig das mächtige Wesen,
das einst aus der ewigen Nacht
den Seraphen ins Leben geküßt hat,
die Sonnen zum Tanze geweckt.
Einzig das heilige Wort,
das den Welten einst zurief: "Werde!"
Jene lebendige Kraft,
in der sich die Welten noch heute bewegen.
Deshalb freu dich, o Freund!
und singe im Dunkel der Trauer:
Nacht ist die Mutter des Tages,
Chaos ist nahe bei Gott.
Erik Johan Stagnelius (1793 – 1823)
wenn dein Inneres von Dunkel verhüllt wird,
wenn in der Tiefe des Abgrunds
Damals und Morgen vergehn,
wenn der Gedanke verzagt
nach Schatten und Irrlichtern tastet,
das Herz nicht mehr seufzen,
das Auge nicht weinen kann;
wenn von deiner umnachteten Seele
die feurigen Fittiche fallen,
und du, voll Schrecken, ins Nichts
dich wieder sinken fühlst,
sag, wer rettet dich dann?
Wer ist der freundliche Engel,
der deinem Inneren die Ordnung
und Schönheit zurückgibt,
deine zusammengebrochene Welt,
den zerstörten Altar wieder aufbaut,
die Flamme entzündet mit sorgender Hand?
Einzig das mächtige Wesen,
das einst aus der ewigen Nacht
den Seraphen ins Leben geküßt hat,
die Sonnen zum Tanze geweckt.
Einzig das heilige Wort,
das den Welten einst zurief: "Werde!"
Jene lebendige Kraft,
in der sich die Welten noch heute bewegen.
Deshalb freu dich, o Freund!
und singe im Dunkel der Trauer:
Nacht ist die Mutter des Tages,
Chaos ist nahe bei Gott.
Erik Johan Stagnelius (1793 – 1823)
