Im März neu: Lighthouse Piano
Die bekannte Sound-Schmiede Fracture Sounds, spezialisiert auf virtuelle Instrumente und Sample-Bibliotheken, hat mit Lighthouse Piano ihre neueste Piano-Library für den beliebten Sampler Native Instruments Kontakt Player veröffentlicht. Dieser Release sorgt aktuell in Produzenten- und Komponist:innen-Kreisen für Aufmerksamkeit – nicht nur wegen seines einzigartigen Klangs, sondern auch aufgrund seiner enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten Marcus Warner.
Ein Piano mit Charakter
„Lighthouse Piano“ basiert auf einer detaillierten Aufnahme eines historischen Instruments: einem 1907 Blüthner Style VII Konzertflügel, der von Marcus Warner liebevoll restauriert wurde. Dieser Flügel kombiniert warme, weiche Klangfarben mit klarer, artikulierter Präsenz – ein Klang, der sowohl intim als auch ausdrucksstark ist.
Die Aufnahmesession fand im persönlichen Studio von Marcus statt, in einem umgebauten ehemaligen Baumwoll-Mahlwerk mit hohen Decken und Ziegelwänden. Diese ungewöhnliche Akustik verleiht dem gesampelten Piano einen natürlichen, kontrollierten Raumklang, der zugleich trocken und resonant wirkt – ideal für filigrane Pianopassagen genauso wie für kraftvolle, orchestrale Arrangements.
Ein besonderes Merkmal von Lighthouse Piano ist der Einsatz einer innovativen Sampling-Strategie: Die untersten vier dynamischen Ebenen wurden mit aktivierter una corda-Pedal-Technik aufgenommen, wodurch nur zwei Saiten pro Taste angeschlagen werden. Diese Methode erzeugt eine besonders feine, fast harp-ähnliche Klangfarbe, die sich hervorragend für subtile, expressive Musik eignet.
Features und technische Details
Die neue Library bietet unter anderem folgende Eigenschaften:
-
Sechs dynamische Layer und vier bis zehn Round-Robins – das bedeutet ein besonders organischer, lebendiger Klang bei wiederholten Notenanschlägen.
-
Drei Mikrofon-Mixe – sogenannte Hammers (für perkussive Details), Body (voluminöser Klang) und Player(immersive Perspektive).
-
Kontrollmöglichkeiten für mechanische Geräusche (Tasten-, Pedal- und Studiosounds), Velocity Response, Sample Start, Timbre und Volume Scaling.
-
Inkludiert wird ein Vintage Harmonium, eingespielt von Marcus Warner, mit eigenen Schicht- und Drone-Kontrollen – was die Library über ein reines Piano-Instrument hinaus erweitert.
Weitere kreative Elemente wie Atmosphere Layers (Ambience-Schichten, die zusätzlichen Raumklang oder Textur erzeugen) und ein nutzbares Loop-Lock-Feature für drones machen Lighthouse Piano zu einem vielseitigen Werkzeug für Komponisten und Sounddesigner.
Kompatibilität, Preis und Einführung
Das Instrument läuft vollständig über den kostenlosen Kontakt Player (Version 7.6 oder höher), was den Zugang auch für Einsteiger erleichtert.
Zum Launch wird Lighthouse Piano zu einem Einführungspreis von etwa 109 € angeboten, der später auf den regulären Preis von rund 149 € steigen soll. Zusätzlich gibt es rabattierte Bundles: etwa ein Signature Bundle mit weiteren Künstler-Libraries oder ein persönliches Paket, das Marcus Warner zusammengestellt hat.
Fazit
Mit Lighthouse Piano präsentiert Fracture Sounds eine hochwertige, charakterstarke Piano-Library, die durch ihre historische Klangquelle und durchdachte technische Umsetzung sowohl für filigrane Kompositionen als auch für große musikalische Arrangements geeignet ist. Dank der Zusammenarbeit mit Marcus Warner und der Vielzahl an Steuer- und Klangoptionen dürfte dieses Instrument in vielen Studios schnell einen festen Platz finden.
➤ Homepage: https://fracturesounds.com/product/lighthouse-piano
➤ Walkthrough: https://www.youtube.com/watch?v=FtbOdbhGig8
Kommentare
SevenValues vor 14 Tagen
Generell kann man nie genug Pianos haben. Es kommt immer darauf an, welche Rolle das Piano in deinen Songs spielt. Speziell für Scoring aber auch für Akustiksachen wirkt jedes Piano anders. Mit einem großen Konzertflügel kann man einfach keinen "muckeligen" Charakter erzeugen.
Kategorien
Anzeige
205 














