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Die 1. Phase der ZEN-Praxis beginnt mit der Übung des Atemzählens. Sie haben inzwischen gelernt, richtig und perfekt in der Zazen-Haltung zu sitzen. Das Sitzen in der Zazen-Haltung ist aber noch nicht die eigentliche ZEN-Meditation. Meditiert wird in der 1. Phase mithilfe der Atemzählübung. Diese Übung trainiert Ihre Achtsamkeit und Konzentration. Sie werden so mit fortschreitender Übung nicht nur Ihrem Atem, sondern auch inneren und äußeren Vorgängen gegenüber achtsamer. Durch das Atemzählen wird die so genannte Beobachterrolle trainiert. In dem Sie die Beobachterrolle einnehmen, lernen Sie mit der Zeit, sich von Ihrem Affengeist zu distanzieren, indem Sie Ihren Geist aus einer neutralen Beobachterperspektive heraus beobachten. Das Einnehmen der Beobachterrolle ist besonders wichtig und sollte sehr gut trainiert werden. Wenn die Beobachterrolle nicht ausreichend geübt wird, werden alle weiteren Übungen im ZEN misslingen, weil Sie sich in Ihren Gedanken verlieren werden, anstatt sich davon zu distanzieren. Das Zählen des Atems ist eine uralte Tradition, die von vielen Religionen genutzt wird. Wenn Sie mit aller Aufmerksamkeit bei Ihrem Atem verweilen, sind Sie mitten in der Realität, weil Ihr Atem immer und jederzeit in der Gegenwart ist. Dadurch sind Sie auch mitten im Hier und Jetzt, wenn Sie Ihrem Atem achtsam folgen.
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