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THE EYE - APOCALYPTO - The book

Chillout Ambient traurig
THE EYE 12.09.2024
Download nach Bewertung
0:006:55
THE EYE - "APOCALYPTO (the last earth)"
((191501092024054))

Angespielt/Ausschnitt Track: 4. „The book (The story of David)“

Video Ausschnitt:
https://www.youtube.com/watch?v=GkK-oFIPHrM

Vielen Dank an Tom Wolf (Voices Track 4), für die exzellente Mitarbeit.

Jahr: 2024 (official release 17.09.2024)
Genre: Ambient; Headcinema,
Länge: 79:24 min
Medium: Audio-CD (Gapless Headphone)
Download mp3:
Label: MCM
Link: https://the-eye-music.eu/
https://mediacellar.de/

„Apocalypto“ zählt wohl zu den letzten Kopfkinos von uns, welches ein postapokalyptisches Thema behandeln tut. Die Arbeit daran zog sich ewig in die Länge, der weil ich ein anderes Projekt in Angriff nahm, welches mir nicht so viel Kopfschmerz bereiten wollte.
Ganz kurz mal gehalten, begleitet hier der Hörer einen Menschen für eine gewisse Zeit, sein Leben und jene Gedanken.

HEADCINEMA: post-apokalyptisches Drama

1. Hier, wo einst das Leben in blühenden Landschaften pulsierte, treiben nun Stürme nur noch verbrannte Erde vor sich her. Die monströsen Tornados reißen alles an sich, was nach jenem Tag auf Erden noch verblieb. Gebettet in Gluthitze folgt der Ascheregen, fällt auf die schon verbrannte Erde zurück, wer unter glühendem Himmel sich wagt, der des Todes geweiht. Die Sonne jeden Lumpen zur Fackel werden lässt, sie die Haut vom Körper lösen tut. Selbst in der Nacht ist der Himmel ein glühendes Inferno, zieht wie ein Lavastrom über jene Köpfe hinweg, die noch nicht die Hoffnung verloren.

2. Gepredigt auf allen Kanälen, geschrieben auf unzählig Papier, von jenen vorausschauenden Substanzen aus Bild und Ton förmlich erschlagen, an ihnen fest gekettet, gefangen in einer überforderten Masse, einer kollektiven Warn-blase, das Wort Verhalten nun zum täglichem Atemzug wird, gegängelt vom Zwiespalt des Glaubens jener Sätze und dem Gefühl, nun der eigenen Freiheit Grenzen aufstellen zu müssen. Nervend die Qual von den Gedanken, was kann der Einzelne groß erbringen, gegenüber von Milliarden, was nur eine Handvoll Länder, wo es doch hunderte sind.

3. Ist es nur Zufall, oder doch eine höhere Macht, die das Geburtsland eines jeden von uns bestimmen tut? Im Blick grenzenlos fröhliche Kin-der, sie hier sorglos spielen, während anders-wo ihr junger Schweiß untertage in giftigen Böden versinkt, ihr Leben ein elendes Dahin-siechen, weit entfernt von einer uns üblichen Kindheit ist. Die „Schulen“ dieser Mienenkinder lehren auch uns. Es sind jene, die uns täglich aufs Neue vor Augen halten, dass die Zukunft ohne digitaler Technik und Konsum zum Scheitern verurteilt ist, jene Konzerne, die uns erfolgreich bis zur technischen Unmündigkeit erzogen. Welches Glück, hier geboren zu sein.

4. Das Buch ist wie ein Spiegelbild jenes Lesers, die Ausweglosigkeit von David zur allumfassender Realität geworden, in ihm sich der Überlebenskampf jedes Einzelnen im Jetzt und Hier wie eine Endlosschleife erleben lässt, ein Spiegelbild unvorstellbarem brutalen Grauens um das eigene Dasein, die immer wiederkehrende Machtlosigkeit gegenüber jenen, die wie monströs abartige Tiere mit Anbruch der Dunkelheit auf die Jagd gehen, vergewaltigen, morden und plündern, im Blutrausch des Abschlachtens ihr eigenes Überleben sichern, am jedem Ende einer Nacht ihre Kampfhymne der Überlegenheit brüderlich angestimmt.

5. So klein, so unbedeutend, aber so mancher schickte sich an, ihm zu vertrauen. Man kam zusammen und teilte sein vorgetragenes Weltenbild, ließ keinen Zweifel an das ausgesprochene Wort, der eigene Gedanke aus jenem Munde rein von Wahrheit getragen. Was anfänglich geschützt, wird nun auf die Straße getragen, aus lautstarken Proteste der Gewaltexzess geboren. Der so geistig blind gewordene Mopp folgt gehorsam dem Guru, über jedem Zweifel erhaben. Vom eigenen Verstand nun beraubt, wird keiner die Klinge der Wahrheit ziehen, um der Dummheit ein Ende zu setzen. Zuletzt sind es die Füße, statt der Verstand, die jenem daran hindern, einem selbsternannten Führer zu folgen.

6. Was dort auf den Straßen ist vergessen, in ein tiefes Loch begraben. Das Erwachen am Morgen nun zur unermesslichen Freude wird, mit dem Abstreifen der Realität eine Last genommen, die liebgewonnene Gewohnheit wie ein Mantel die verbleibende Zeit schützend umgeben tut. Alt ist die Uhr des Lebens geworden, ihr Schlag ausgeglichen und voller Ruhe. Das Teilen wird nicht mehr hinterfragt, es zur Selbstverständlichkeit geworden, man das Geben lieben gelernt und sich in allen Facetten dieser Erkenntnis erfreuen kann, trotzig über jedem menschlichen Makel hinweg sehend kann und jenem tobenden Krieg im Angesicht.

7. Für sie beginnt der Tag schon in der Nacht, das gereichte Frühstück ihr Abendmahl wohl sein dürfte, die Trägheit bei ihr nun Einzug halten tut. Sanft angeschmiegt liegt sie da, an der Seite des Finders, dem monotonem Schnurren verfallen, sich der Schlaf im Körper ganz langsam ausbreiten tut. Hier und da ein Zucken ihrer Pfötchen zu spüren ist, sie wohl schon sehr tief im Traum verloren. Es muss eine epische Schlacht gewesen sein, aus leisem Jammern wurde aufbäumendes, kraftvolles Geschrei, eine simple Uhr den Krieg der Tiere ein Ende bereitet.

8. Das hübsch anzuschauende Haus scheint fremd am Fleck, an diesem Ort völlig deplatziert. Im Innerem die stickige Luft für Unbehaglichkeit sorgt, nur ein öffnen des Fensters Abhilfe schaffen kann. Die Flügel winden sich, kein Wort ist mehr zu verstehen, der Verkehr einem den Verstand rauben tut. Das ersehnte frische Etwas ist durchsetzt mit den Abgasen der Neuzeit, der Wunsch das Fensters zu schließen und den Anblick durch zuziehen der Vorhänge zu entkommen wird größer, mit dem Gedanke die Vergangenheit zurück kommen tut.

9. Eine Ewigkeit liegt es schon zurück, die Erinnerungen schon so schwach, das alte Fotos herhalten müssen, um dieses Kleinod von Haus beschreiben zu können. Damals war es das erste Gebäude auf einer Lichtung mitten in einem großen dichten Wald, ein kleiner Bachlauf durch das Grundstück verlief. Auf der vorgelagerten Terrasse, gesäumt von zwei großen Tannen, stand ein Schaukelstuhl, der nie still zu stehen schien, aus ihm der Blick in die märchenhaft anmutende Landschaft unbeschreiblich, er jeden zum Träumen einlud, unzählig die Stunden, die ich als Kind in ihm verbracht, den Gesang der Vögeln gelauscht.
10. Der Fernseher bringt schon lange keine Abwechslung mehr, jedes Einschalten zur Sinnlosigkeit verdammt. Jeder Kanal eine Bühne für Wahnsinnige und ihren Marionetten, die die Welt regieren möchten, ein öffentliches Irrenhaus. Woher kommen sie nur, diese psychopatischen Kreaturen, sie vom Größenwahn getrieben, wie Schlangen ihr Gift verspeien, sich nach oben winden, bis an die Spitze der Macht. Das Bild des Schöpfers, die teuflische Mutter des Größenwahns ist. Reißt sie in Stücke und verbrennt ihr Fleisch und Gedärm, aus ihren Schreien die Hymne des ewigen Friedens erklingen soll.

11. Was auch immer der Auslöser war, das gesprochene Wort kein Gehör mehr fand. Jede Art von Hoffnung vom Erstschlag nun endgültig vernichtet, mit dem Entfachen der globalen Hölle das Ende eingeläutet. Innerhalb weniger Stunden war alles vernichtet und herausgerissen, von lodernden Flammen umgeben, alles den Erdboden gleichgemacht. Wofür die Natur Jahrtausende gebraucht, nahm ihr der Mensch mit einem Wimpernschlag. Entfesselt waren sie nun, die Armeen des Todes, sie aufgehetzt aus dem Himmel auf uns nieder ging, mit ohrenbetäubenden Gebrüll gigantische Krater in die Erde schlugen, mit zügelloser Kraft ganze Wälder von den Hängen riss. Jene Münder die schon schwiegen, blieben vom ungeheuren Schmerz verschont, andere wie lebende Fackeln den apokalyptischen Alptraum spüren, unter herzzerreißendem Geschrei jede Qual erleben sollen.

Irgendwann wurde es still……

12. In den Keller hatten sie mich geworfen, Sekunden später die Eisentür weißglühend, sie uns in die hinterste Ecke zwang. Nach Tagen fand ich erst einen Weg, hinaus aus diesem Loch. Meine Mam würde ich jetzt gerne etwas Fragen, aber der Wind trug ihre Asche längs davon, geblieben von ihr nur ein Schattenbild, ein Umriss an unserer Häuserwand. Da wäre ja noch mein Vater, aber auch von ihm fehlt jede Spur, am Treppengeländer glaubte ich seine Uhr gesehen zu haben, fest verbunden im verzogenem Stahl. Ich habe Durst, die Flasche aber schon lange leer, ich kann sie auch nicht füllen, Fluss und Brücke, nichts mehr ist da.

Ich mach mich auf den Weg, gehe zu Oma und Opa ........


Weitere Ausschnitte auf mediacellar.de und the-eye-music.eu

TRACKS (Gapless-Album)

01 Wasteland 11:43
02 What we don't want to hear 03:04
03 Mine children 08:09
04 The book (The story of David) 05:55
05 World in chaos 09:39
06 Breakfast for two 02:30
07 The cat's dream 04:26
08 Window of time (Part 1) 07:12
09 Window of time (Part 2) 08:33
10 Snakes among us 05:08
11 Apocalypto 09:57
12 Farewell 03:14

total time 01:19:24

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INSTRUMENTE:
ASM Hydrasynth, Waldorf Kyra, Roland JD-800; Roland XP-30; Oberheim OB12; Access Virus B; Waldorf Iridium; Korg M1; Arturia Polybrute; Behringer Neutron; Roland V-Synth; Arturia Matrixbrute; Novation KS Rack

VOCALS/ VOICE / MIC / TEXT:
Tom Wolf, Thomas Herrmann, Roland VP-550; MAM VF11 Vocoder; Mogami V69; free sound org

DAW/ MIX/ MASTER:
Sequoia 15

EFFEKT/ FILTER:
Presonus Studio Live 64s; Soundcraft UI24R; Wave Arts Plug-in; Fabfilter; Strymon Big Sky; Mooer Ocean Machine; Strymon Mobius; Golden Master Ghost

SOUNDSCAPE/ SAMPLE/ VOCALS:
Grundstück, Haus- Field & Home-Recording; free sound org

MITWIRKENDE:
Tom Wolf (Voices Track 4)

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