0:008:01
THE EYE - "THE LAST EARTHLY WAY"
(101318022022045)
Live stream des ganzen Albums inkl. Video
23.01.2022 20:00 Uhr
Wiederholung: 30.01.2022 20:00 Uhr
https://www.mediacellar.de
Ausschnit aus Video:
https://www.youtube.com/watch?v=0uw2pc9J-I4
Angespielt/Ausschnitt Track: 5. „When the place of longing speaks“
Vielen Dank an Heiko Pruter -Lionwolf- (Gitarre Track 5), für die exzellente Mitarbeit.
Jahr: 2022 (official release 18.02.2022)
Genre: Ambient; Headcinema, Experimental
Länge: 79:25 min
Medium: Audio-CD (2-CD Version Headphone, Speaker) hier die Headphone-Version
Download mp3: https://art-pearl.eu/
Label: MCM
Link: https://the-eye-music.eu/
https://mediacellar.de/
5 Jahre hat die Arbeit an diesen Album bereits verschlungen. Von Einfallslosigkeit, wiederholt kreativen Super-Gau in der Instrumentenwahl und dem eigentlichen Aufbau, bis hin zum völligen Verlust des Projekts und allen Aufnahmen, an denen noch Dritte beteiligt waren. Es gibt nichts Schlimmeres.
Prolog: Geprägt ist das Leben durch die eigene Anpassung an die Gesellschaft, in der nur die eigens erbrachte Leistung zählt. Das fängt schon in der Schule an und begleitet einen das ganze Leben. Wer sich dem entzieht, wird zum Außenseiter, mündet am Rand der Gesellschaft, wird gehänselt, gemoppt und letztendlich fallen gelassen.
HEADCINEMA: Fiktive Geschichte
Der letzte irdische Weg
Für jenen "Unbekannten" ist der Morgen ein persönliches Ereignis. Jahrzehnte verbrachte er damit, sein Leben den unzähligen Fachbüchern dieser Welt zu widmen, studierte an den unterschiedlichsten Schulen in vielen Ländern und bestand jede anstehende Prüfung mit Auszeichnungen. Über die Zeit hinaus verlor er zunehmend sein soziales Umfeld, der Kreis seiner Freunde schrumpfte auf ein klägliches Minimum, gesellschaftliche Gemeinschaft hatte keine relevante Bedeutung und jegliche Beziehungen scheiterten an dem selbst auferlegten Hunger nach Wissen, dem Verlangen, alles gelernte dieser Welt in sich aufzunehmen, um eines Tages im Kreise der Weltraumfahrer aufgenommen zu werden. Der Wunsch ins All zu fliegen wurde zur krankhaften Obsession und jene Fixierung darauf sollte und dürfte für andere nicht ersichtlich sein. Es blieb ihm also nichts weiter übrig, als den "einfach netten Menschen von neben an" zu mimen, der eben nur zufällig eine exzellente Ausbildung vorweisen konnte. Tief im Inneren jedoch ging er Konsequent seinen Weg, ließ sich durch nichts aufhalten und so kam der Tag, an dem sich seine Beharrlichkeit auszahlte. Der Ausgangspunkt für sein eigentliches Ziel war erreicht. Er wurde Teil der nächsten Crew, die die nächste Reise in den Orbit antreten sollte. Gestärkt im eigenem Tun, passte er sich dem Team bestens an, heuchelte auch hier den ganz normalen Typen mit all den Höhen und Tiefen des Lebens vor, hielt seine gespaltene Persönlichkeit aber unsichtbar tief im Dunkel seiner Person versteckt. Es folgten wochenlange Trainingseinheiten, Besprechungen und weitere Tests, der Tag der Mission und somit der Start immer näher kam. Goldfarbend zeigte sich die Sonne in der Frühe am Horizont, verschaffte dem Startfeld eine leuchtende Kulisse, als sie gemeinsam die Rampe zur Rakete empor schritten. Das einzige, was wohl alle Drei wirklich verbannt war die Tatsache, dass sie ihren Traum erreicht haben, einmal ins All zu fliegen. Der Start, das Abkoppeln der Treibstoffbehälter, der Eintritt in den Orbit, alles verlief ohne Probleme, man hatte es geschafft. Sofort ging jeder an seine Aufgaben und die erlernte Rutine schlich sich ein. Oft sah der "Unbekannte" ins Dunkle hinaus, entfloh durch Tagträume dem realen Leben, lauschte jenem Stimmen, die er aus den Weiten zu vernehmen schien, was die anderen zwei Astronauten mit Kopfschütteln und leichter Verwunderung abtaten, er sei eben ein komischer "Kautz". Geschlafen wurde im Wechsel, da viele Experimente nur an einem Gerät in Kürze durchgeführt werden konnten. Das kam den "Stillen", wie man den "Unbekannten" seit dem Start hier oben nannte, sehr entgegen. Alles, was ihm im irdischen Dasein je gequält, eingeengt, gegängelt, bevormundet und befehligt hat, sollte hier ein Ende haben. Selbst der bevorstehende Tod erweckte in ihm weder Zweifel noch die geringste Angst. Mit jenem Gedanken im Kopf manipulierte er geringfügig die Sauerstoffzufuhr in jener Zelle, wo die Kollegen schon eingeschlafen waren, sollten sie nur länger und tiefer schlafen, ohne Schaden zu nehmen. Das programmieren des automatischen Schleusentors war in Sekunden erledigt. Nun nur noch in den Anzug steigen, die Schleuse zum eigentlichen Ausstieg öffnen und dem innerlichen Verlangen endlich nachgeben, sich dem seit Kindheitstagen quälenden Monster endledigen, sich von dieser indoktrinierten Gedanken- Macht befreien.
Ich winde mich langsam wie ein Wurm in der stätigen Dunkelheit, es ist nicht kalt, ich atme ruhig, die entflohene Heimat hängt weit unter mir. Wie trügerisch ihr Bild doch ist, strahlt sie doch von hier oben friedvolle Ruhe aus. Das Schiff entfernt sich zunehmend, nach kurzer Zeit nur noch ein heller Punkt in der Finsternis, der weiter verblasst. Langsam verschwimmt alles vor meinen Augen, das Atmen fällt mir schwer. Mein Leben schreitet in Bildern an mir vorbei, die Unendlichkeit wird zum Ort meiner Träume. Ich werde nun ewig reisen, nicht wie auf Erden verharren an einem Ort. Mein Herz beginnt einen aussichtlosen Kampf, ich ringe nach Luft, das gebrauchte Gut des Lebens geht zur Neige, was bleibt ist mein unversehrter Körper, der sich in die Unendlichkeit verliert.
Weitere Ausschnitte auf mediacellar.de und the-eye-music.eu
TRACKS (Gapless-Album)
1. A seemingly normal day (05:05)
2. The center (05:43)
3. Countdown to the new life (08:00)
4. What they do not know (15:21)
5. When the place of longing speaks (08:00)
6. Manipulation (06:41)
7. Calls from the last decades (09:12)
8. The last earthly way (04:27)
9. Life in time and space (16:52)
total time 01:19:25
_____________________________________
INSTRUMENTE:
ASM Hydrasynth, Roland JD-800; Roland XP-30; Oberheim OB12; Access Virus B; Roland SH-32; Naonext-Crystall Ball; Korg M1; Waldorf Micro Q; Behringer Neutron; Roland V-Synth; Arturia Matrixbrute;
VOCALS/ VOICE / MIC / TEXT:
Kathrin Stier, Thomas Herrmann, Roland VP-550; MAM VF11 Vocoder; Mogami V69; pseudo by TH
DAW/ MIX/ MASTER:
Sequoia 13
EFFEKT/ FILTER:
Soundcraft UI24R (Lexicon); Wave Arts Plug-in; Strymon Big Sky; Mooer Ocean Machine; Strymon Mobius;
SOUNDSCAPE/ SAMPLE/ VOCALS:
Grundstück, Haus- Field & Home-Recording; nasa free sound gov
MITWIRKENDE:
Heiko Pruter (Gitarre Track 5)
(101318022022045)
Live stream des ganzen Albums inkl. Video
23.01.2022 20:00 Uhr
Wiederholung: 30.01.2022 20:00 Uhr
https://www.mediacellar.de
Ausschnit aus Video:
https://www.youtube.com/watch?v=0uw2pc9J-I4
Angespielt/Ausschnitt Track: 5. „When the place of longing speaks“
Vielen Dank an Heiko Pruter -Lionwolf- (Gitarre Track 5), für die exzellente Mitarbeit.
Jahr: 2022 (official release 18.02.2022)
Genre: Ambient; Headcinema, Experimental
Länge: 79:25 min
Medium: Audio-CD (2-CD Version Headphone, Speaker) hier die Headphone-Version
Download mp3: https://art-pearl.eu/
Label: MCM
Link: https://the-eye-music.eu/
https://mediacellar.de/
5 Jahre hat die Arbeit an diesen Album bereits verschlungen. Von Einfallslosigkeit, wiederholt kreativen Super-Gau in der Instrumentenwahl und dem eigentlichen Aufbau, bis hin zum völligen Verlust des Projekts und allen Aufnahmen, an denen noch Dritte beteiligt waren. Es gibt nichts Schlimmeres.
Prolog: Geprägt ist das Leben durch die eigene Anpassung an die Gesellschaft, in der nur die eigens erbrachte Leistung zählt. Das fängt schon in der Schule an und begleitet einen das ganze Leben. Wer sich dem entzieht, wird zum Außenseiter, mündet am Rand der Gesellschaft, wird gehänselt, gemoppt und letztendlich fallen gelassen.
HEADCINEMA: Fiktive Geschichte
Der letzte irdische Weg
Für jenen "Unbekannten" ist der Morgen ein persönliches Ereignis. Jahrzehnte verbrachte er damit, sein Leben den unzähligen Fachbüchern dieser Welt zu widmen, studierte an den unterschiedlichsten Schulen in vielen Ländern und bestand jede anstehende Prüfung mit Auszeichnungen. Über die Zeit hinaus verlor er zunehmend sein soziales Umfeld, der Kreis seiner Freunde schrumpfte auf ein klägliches Minimum, gesellschaftliche Gemeinschaft hatte keine relevante Bedeutung und jegliche Beziehungen scheiterten an dem selbst auferlegten Hunger nach Wissen, dem Verlangen, alles gelernte dieser Welt in sich aufzunehmen, um eines Tages im Kreise der Weltraumfahrer aufgenommen zu werden. Der Wunsch ins All zu fliegen wurde zur krankhaften Obsession und jene Fixierung darauf sollte und dürfte für andere nicht ersichtlich sein. Es blieb ihm also nichts weiter übrig, als den "einfach netten Menschen von neben an" zu mimen, der eben nur zufällig eine exzellente Ausbildung vorweisen konnte. Tief im Inneren jedoch ging er Konsequent seinen Weg, ließ sich durch nichts aufhalten und so kam der Tag, an dem sich seine Beharrlichkeit auszahlte. Der Ausgangspunkt für sein eigentliches Ziel war erreicht. Er wurde Teil der nächsten Crew, die die nächste Reise in den Orbit antreten sollte. Gestärkt im eigenem Tun, passte er sich dem Team bestens an, heuchelte auch hier den ganz normalen Typen mit all den Höhen und Tiefen des Lebens vor, hielt seine gespaltene Persönlichkeit aber unsichtbar tief im Dunkel seiner Person versteckt. Es folgten wochenlange Trainingseinheiten, Besprechungen und weitere Tests, der Tag der Mission und somit der Start immer näher kam. Goldfarbend zeigte sich die Sonne in der Frühe am Horizont, verschaffte dem Startfeld eine leuchtende Kulisse, als sie gemeinsam die Rampe zur Rakete empor schritten. Das einzige, was wohl alle Drei wirklich verbannt war die Tatsache, dass sie ihren Traum erreicht haben, einmal ins All zu fliegen. Der Start, das Abkoppeln der Treibstoffbehälter, der Eintritt in den Orbit, alles verlief ohne Probleme, man hatte es geschafft. Sofort ging jeder an seine Aufgaben und die erlernte Rutine schlich sich ein. Oft sah der "Unbekannte" ins Dunkle hinaus, entfloh durch Tagträume dem realen Leben, lauschte jenem Stimmen, die er aus den Weiten zu vernehmen schien, was die anderen zwei Astronauten mit Kopfschütteln und leichter Verwunderung abtaten, er sei eben ein komischer "Kautz". Geschlafen wurde im Wechsel, da viele Experimente nur an einem Gerät in Kürze durchgeführt werden konnten. Das kam den "Stillen", wie man den "Unbekannten" seit dem Start hier oben nannte, sehr entgegen. Alles, was ihm im irdischen Dasein je gequält, eingeengt, gegängelt, bevormundet und befehligt hat, sollte hier ein Ende haben. Selbst der bevorstehende Tod erweckte in ihm weder Zweifel noch die geringste Angst. Mit jenem Gedanken im Kopf manipulierte er geringfügig die Sauerstoffzufuhr in jener Zelle, wo die Kollegen schon eingeschlafen waren, sollten sie nur länger und tiefer schlafen, ohne Schaden zu nehmen. Das programmieren des automatischen Schleusentors war in Sekunden erledigt. Nun nur noch in den Anzug steigen, die Schleuse zum eigentlichen Ausstieg öffnen und dem innerlichen Verlangen endlich nachgeben, sich dem seit Kindheitstagen quälenden Monster endledigen, sich von dieser indoktrinierten Gedanken- Macht befreien.
Ich winde mich langsam wie ein Wurm in der stätigen Dunkelheit, es ist nicht kalt, ich atme ruhig, die entflohene Heimat hängt weit unter mir. Wie trügerisch ihr Bild doch ist, strahlt sie doch von hier oben friedvolle Ruhe aus. Das Schiff entfernt sich zunehmend, nach kurzer Zeit nur noch ein heller Punkt in der Finsternis, der weiter verblasst. Langsam verschwimmt alles vor meinen Augen, das Atmen fällt mir schwer. Mein Leben schreitet in Bildern an mir vorbei, die Unendlichkeit wird zum Ort meiner Träume. Ich werde nun ewig reisen, nicht wie auf Erden verharren an einem Ort. Mein Herz beginnt einen aussichtlosen Kampf, ich ringe nach Luft, das gebrauchte Gut des Lebens geht zur Neige, was bleibt ist mein unversehrter Körper, der sich in die Unendlichkeit verliert.
Weitere Ausschnitte auf mediacellar.de und the-eye-music.eu
TRACKS (Gapless-Album)
1. A seemingly normal day (05:05)
2. The center (05:43)
3. Countdown to the new life (08:00)
4. What they do not know (15:21)
5. When the place of longing speaks (08:00)
6. Manipulation (06:41)
7. Calls from the last decades (09:12)
8. The last earthly way (04:27)
9. Life in time and space (16:52)
total time 01:19:25
_____________________________________
INSTRUMENTE:
ASM Hydrasynth, Roland JD-800; Roland XP-30; Oberheim OB12; Access Virus B; Roland SH-32; Naonext-Crystall Ball; Korg M1; Waldorf Micro Q; Behringer Neutron; Roland V-Synth; Arturia Matrixbrute;
VOCALS/ VOICE / MIC / TEXT:
Kathrin Stier, Thomas Herrmann, Roland VP-550; MAM VF11 Vocoder; Mogami V69; pseudo by TH
DAW/ MIX/ MASTER:
Sequoia 13
EFFEKT/ FILTER:
Soundcraft UI24R (Lexicon); Wave Arts Plug-in; Strymon Big Sky; Mooer Ocean Machine; Strymon Mobius;
SOUNDSCAPE/ SAMPLE/ VOCALS:
Grundstück, Haus- Field & Home-Recording; nasa free sound gov
MITWIRKENDE:
Heiko Pruter (Gitarre Track 5)
Der letzte irdische Weg
Für jenen "Unbekannten" ist der Morgen ein persönliches Ereignis. Jahrzehnte verbrachte er damit, sein Leben den unzähligen Fachbüchern dieser Welt zu widmen, studierte an den unterschiedlichsten Schulen in vielen Ländern und bestand jede anstehende Prüfung mit Auszeichnungen. Über die Zeit hinaus verlor er zunehmend sein soziales Umfeld, der Kreis seiner Freunde schrumpfte auf ein klägliches Minimum, gesellschaftliche Gemeinschaft hatte keine relevante Bedeutung und jegliche Beziehungen scheiterten an dem selbst auferlegten Hunger nach Wissen, dem Verlangen, alles gelernte dieser Welt in sich aufzunehmen, um eines Tages im Kreise der Weltraumfahrer aufgenommen zu werden. Der Wunsch ins All zu fliegen wurde zur krankhaften Obsession und jene Fixierung darauf sollte und dürfte für andere nicht ersichtlich sein. Es blieb ihm also nichts weiter übrig, als den "einfach netten Menschen von neben an" zu mimen, der eben nur zufällig eine exzellente Ausbildung vorweisen konnte. Tief im Inneren jedoch ging er Konsequent seinen Weg, ließ sich durch nichts aufhalten und so kam der Tag, an dem sich seine Beharrlichkeit auszahlte. Der Ausgangspunkt für sein eigentliches Ziel war erreicht. Er wurde Teil der nächsten Crew, die die nächste Reise in den Orbit antreten sollte. Gestärkt im eigenem Tun, passte er sich dem Team bestens an, heuchelte auch hier den ganz normalen Typen mit all den Höhen und Tiefen des Lebens vor, hielt seine gespaltene Persönlichkeit aber unsichtbar tief im Dunkel seiner Person versteckt. Es folgten wochenlange Trainingseinheiten, Besprechungen und weitere Tests, der Tag der Mission und somit der Start immer näher kam. Goldfarbend zeigte sich die Sonne in der Frühe am Horizont, verschaffte dem Startfeld eine leuchtende Kulisse, als sie gemeinsam die Rampe zur Rakete empor schritten. Das einzige, was wohl alle Drei wirklich verbannt war die Tatsache, dass sie ihren Traum erreicht haben, einmal ins All zu fliegen. Der Start, das Abkoppeln der Treibstoffbehälter, der Eintritt in den Orbit, alles verlief ohne Probleme, man hatte es geschafft. Sofort ging jeder an seine Aufgaben und die erlernte Rutine schlich sich ein. Oft sah der "Unbekannte" ins Dunkle hinaus, entfloh durch Tagträume dem realen Leben, lauschte jenem Stimmen, die er aus den Weiten zu vernehmen schien, was die anderen zwei Astronauten mit Kopfschütteln und leichter Verwunderung abtaten, er sei eben ein komischer "Kautz". Geschlafen wurde im Wechsel, da viele Experimente nur an einem Gerät in Kürze durchgeführt werden konnten. Das kam den "Stillen", wie man den "Unbekannten" seit dem Start hier oben nannte, sehr entgegen. Alles, was ihm im irdischen Dasein je gequält, eingeengt, gegängelt, bevormundet und befehligt hat, sollte hier ein Ende haben. Selbst der bevorstehende Tod erweckte in ihm weder Zweifel noch die geringste Angst. Mit jenem Gedanken im Kopf manipulierte er geringfügig die Sauerstoffzufuhr in jener Zelle, wo die Kollegen schon eingeschlafen waren, sollten sie nur länger und tiefer schlafen, ohne Schaden zu nehmen. Das programmieren des automatischen Schleusentors war in Sekunden erledigt. Nun nur noch in den Anzug steigen, die Schleuse zum eigentlichen Ausstieg öffnen und dem innerlichen Verlangen endlich nachgeben, sich dem seit Kindheitstagen quälenden Monster endledigen, sich von dieser indoktrinierten Gedanken- Macht befreien.
Ich winde mich langsam wie ein Wurm in der stätigen Dunkelheit, es ist nicht kalt, ich atme ruhig, die entflohene Heimat hängt weit unter mir. Wie trügerisch ihr Bild doch ist, strahlt sie doch von hier oben friedvolle Ruhe aus. Das Schiff entfernt sich zunehmend, nach kurzer Zeit nur noch ein heller Punkt in der Finsternis, der weiter verblasst. Langsam verschwimmt alles vor meinen Augen, das Atmen fällt mir schwer. Mein Leben schreitet in Bildern an mir vorbei, die Unendlichkeit wird zum Ort meiner Träume. Ich werde nun ewig reisen, nicht wie auf Erden verharren an einem Ort. Mein Herz beginnt einen aussichtlosen Kampf, ich ringe nach Luft, das gebrauchte Gut des Lebens geht zur Neige, was bleibt ist mein unversehrter Körper, der sich in die Unendlichkeit verliert.
Für jenen "Unbekannten" ist der Morgen ein persönliches Ereignis. Jahrzehnte verbrachte er damit, sein Leben den unzähligen Fachbüchern dieser Welt zu widmen, studierte an den unterschiedlichsten Schulen in vielen Ländern und bestand jede anstehende Prüfung mit Auszeichnungen. Über die Zeit hinaus verlor er zunehmend sein soziales Umfeld, der Kreis seiner Freunde schrumpfte auf ein klägliches Minimum, gesellschaftliche Gemeinschaft hatte keine relevante Bedeutung und jegliche Beziehungen scheiterten an dem selbst auferlegten Hunger nach Wissen, dem Verlangen, alles gelernte dieser Welt in sich aufzunehmen, um eines Tages im Kreise der Weltraumfahrer aufgenommen zu werden. Der Wunsch ins All zu fliegen wurde zur krankhaften Obsession und jene Fixierung darauf sollte und dürfte für andere nicht ersichtlich sein. Es blieb ihm also nichts weiter übrig, als den "einfach netten Menschen von neben an" zu mimen, der eben nur zufällig eine exzellente Ausbildung vorweisen konnte. Tief im Inneren jedoch ging er Konsequent seinen Weg, ließ sich durch nichts aufhalten und so kam der Tag, an dem sich seine Beharrlichkeit auszahlte. Der Ausgangspunkt für sein eigentliches Ziel war erreicht. Er wurde Teil der nächsten Crew, die die nächste Reise in den Orbit antreten sollte. Gestärkt im eigenem Tun, passte er sich dem Team bestens an, heuchelte auch hier den ganz normalen Typen mit all den Höhen und Tiefen des Lebens vor, hielt seine gespaltene Persönlichkeit aber unsichtbar tief im Dunkel seiner Person versteckt. Es folgten wochenlange Trainingseinheiten, Besprechungen und weitere Tests, der Tag der Mission und somit der Start immer näher kam. Goldfarbend zeigte sich die Sonne in der Frühe am Horizont, verschaffte dem Startfeld eine leuchtende Kulisse, als sie gemeinsam die Rampe zur Rakete empor schritten. Das einzige, was wohl alle Drei wirklich verbannt war die Tatsache, dass sie ihren Traum erreicht haben, einmal ins All zu fliegen. Der Start, das Abkoppeln der Treibstoffbehälter, der Eintritt in den Orbit, alles verlief ohne Probleme, man hatte es geschafft. Sofort ging jeder an seine Aufgaben und die erlernte Rutine schlich sich ein. Oft sah der "Unbekannte" ins Dunkle hinaus, entfloh durch Tagträume dem realen Leben, lauschte jenem Stimmen, die er aus den Weiten zu vernehmen schien, was die anderen zwei Astronauten mit Kopfschütteln und leichter Verwunderung abtaten, er sei eben ein komischer "Kautz". Geschlafen wurde im Wechsel, da viele Experimente nur an einem Gerät in Kürze durchgeführt werden konnten. Das kam den "Stillen", wie man den "Unbekannten" seit dem Start hier oben nannte, sehr entgegen. Alles, was ihm im irdischen Dasein je gequält, eingeengt, gegängelt, bevormundet und befehligt hat, sollte hier ein Ende haben. Selbst der bevorstehende Tod erweckte in ihm weder Zweifel noch die geringste Angst. Mit jenem Gedanken im Kopf manipulierte er geringfügig die Sauerstoffzufuhr in jener Zelle, wo die Kollegen schon eingeschlafen waren, sollten sie nur länger und tiefer schlafen, ohne Schaden zu nehmen. Das programmieren des automatischen Schleusentors war in Sekunden erledigt. Nun nur noch in den Anzug steigen, die Schleuse zum eigentlichen Ausstieg öffnen und dem innerlichen Verlangen endlich nachgeben, sich dem seit Kindheitstagen quälenden Monster endledigen, sich von dieser indoktrinierten Gedanken- Macht befreien.
Ich winde mich langsam wie ein Wurm in der stätigen Dunkelheit, es ist nicht kalt, ich atme ruhig, die entflohene Heimat hängt weit unter mir. Wie trügerisch ihr Bild doch ist, strahlt sie doch von hier oben friedvolle Ruhe aus. Das Schiff entfernt sich zunehmend, nach kurzer Zeit nur noch ein heller Punkt in der Finsternis, der weiter verblasst. Langsam verschwimmt alles vor meinen Augen, das Atmen fällt mir schwer. Mein Leben schreitet in Bildern an mir vorbei, die Unendlichkeit wird zum Ort meiner Träume. Ich werde nun ewig reisen, nicht wie auf Erden verharren an einem Ort. Mein Herz beginnt einen aussichtlosen Kampf, ich ringe nach Luft, das gebrauchte Gut des Lebens geht zur Neige, was bleibt ist mein unversehrter Körper, der sich in die Unendlichkeit verliert.
