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Am langweiligsten Tag des Sommers
fahren Fahrradfahrer langsam, mit den
rausgeputzten Rädern, an den kurzgemähten Wiesen,
mit den weichgespülten Menschen,
die die hartverdienten Brötchen,
und den selbstgestampften Roten,
mit den Freunden, die sie aus dem Studium
oder von Arbeit kennen, runterschlucken, vorbei.
Am langweiligsten Tag des Sommers
bleibt selten ein Gesicht,
zwischen Gesichtern und den ahnungslosgemachten,
selbstbetrachtenden Verliebten, die sich,
in sich selbst verwiegend und sich streichelnd,
händchenhaltend durch die sonnigen Gassen,
die dann später Schatten spenden, drängen,
im Kopf.
Am langweiligsten Tag des Sommers
riecht dein Atem etwas weniger nach Anis
und meine Wahlverwandschaft, die vom andren Ufer,
wo die Häkeltanten ihre Kaffeekränzchen
unter guten deutschen Eichen und dem
wohligen Gefühl etwas im Bauch zu haben, halten,
wie die Deppen grüßen.
ach herrje.
Am langweiligsten Tag des Sommers
streif ich nackig um die Häuser,
deren beste Jahre sicher länger her sind
als ich alt, aber das macht doch gar nichts,
so lange sie mir still sind
und mein Kopf im Teer, dem ahnungslosen Lückenfüller,
Beinebrecher, Kippensammler, Taugenichts,
dem Bettler und Stuhlverbieger,
versinken kann.
Am langweiligsten Tag des Sommers treff ich Hunde,
deren Herrchen schnöde, Aschefetzen atmend,
den Gerichtsvollzieher im Nacken,
ihre Runde um die immergleichen Schilder und Geschäfte,
biertrinkende Geschwader und Überbleibsel, Entenfutter,
rausgeschmissenes Geld und Ambulanzsirenenfeuer,
ziehen.
Am langweiligsten Tag des Sommers
glaub ich fast schon dran, wenn ichs denn wollte,
oder mich gezwungen fühlte, an der Nachmittagsparade
teilzunehmen, deinen Brief zwischen den Zähnen
und eine Kippe halb gerollt, in Gedanken an die
fehlende Behutsamkeit der Zeit, irgendwie doch,
dazu zu gehören.
ach herrje.
Am langweiligsten Tag des Sommers
lieg ich Abends wie besoffen, sturzbetrunken
am Balkongeländer unter frischen Blumen,
eine Hand, taub verlegen, unterm Rücken
und das letzte bisschen Anstand in den Hof geworfen,
das dort ungefunden bleibt bis morgen, wenn ichs hole,
und denk an dich.
fahren Fahrradfahrer langsam, mit den
rausgeputzten Rädern, an den kurzgemähten Wiesen,
mit den weichgespülten Menschen,
die die hartverdienten Brötchen,
und den selbstgestampften Roten,
mit den Freunden, die sie aus dem Studium
oder von Arbeit kennen, runterschlucken, vorbei.
Am langweiligsten Tag des Sommers
bleibt selten ein Gesicht,
zwischen Gesichtern und den ahnungslosgemachten,
selbstbetrachtenden Verliebten, die sich,
in sich selbst verwiegend und sich streichelnd,
händchenhaltend durch die sonnigen Gassen,
die dann später Schatten spenden, drängen,
im Kopf.
Am langweiligsten Tag des Sommers
riecht dein Atem etwas weniger nach Anis
und meine Wahlverwandschaft, die vom andren Ufer,
wo die Häkeltanten ihre Kaffeekränzchen
unter guten deutschen Eichen und dem
wohligen Gefühl etwas im Bauch zu haben, halten,
wie die Deppen grüßen.
ach herrje.
Am langweiligsten Tag des Sommers
streif ich nackig um die Häuser,
deren beste Jahre sicher länger her sind
als ich alt, aber das macht doch gar nichts,
so lange sie mir still sind
und mein Kopf im Teer, dem ahnungslosen Lückenfüller,
Beinebrecher, Kippensammler, Taugenichts,
dem Bettler und Stuhlverbieger,
versinken kann.
Am langweiligsten Tag des Sommers treff ich Hunde,
deren Herrchen schnöde, Aschefetzen atmend,
den Gerichtsvollzieher im Nacken,
ihre Runde um die immergleichen Schilder und Geschäfte,
biertrinkende Geschwader und Überbleibsel, Entenfutter,
rausgeschmissenes Geld und Ambulanzsirenenfeuer,
ziehen.
Am langweiligsten Tag des Sommers
glaub ich fast schon dran, wenn ichs denn wollte,
oder mich gezwungen fühlte, an der Nachmittagsparade
teilzunehmen, deinen Brief zwischen den Zähnen
und eine Kippe halb gerollt, in Gedanken an die
fehlende Behutsamkeit der Zeit, irgendwie doch,
dazu zu gehören.
ach herrje.
Am langweiligsten Tag des Sommers
lieg ich Abends wie besoffen, sturzbetrunken
am Balkongeländer unter frischen Blumen,
eine Hand, taub verlegen, unterm Rücken
und das letzte bisschen Anstand in den Hof geworfen,
das dort ungefunden bleibt bis morgen, wenn ichs hole,
und denk an dich.
