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Dieses Gedicht von Kurt Tucholsky von 1932 wirkt auf mich gar nicht verstaubt. Es könnte auch aus derheutigen Zeit sein, finde ich.
Gesang und akustische Gitarre, gemeinsam aufgenommen.
Gesang und akustische Gitarre, gemeinsam aufgenommen.
Wenn du zur Arbeit gehst am frühen Morgen
D
Wenn du am Bahnhof stehst mit deinen Sorgen,
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschtrichter
millionen Gesichter.
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick
die Braue, Pupillen, die Lider
Was war das? Vielleicht ja dein Glück...
vorbei, verweht, nie wieder.
Du gehst dein Leben lang auf tausend Straßen,
du siehst auf deinem Gang, die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt,
du hasts gefunden
doch nur für Sekunden...
ja nur für Sekunden.
D
Wenn du am Bahnhof stehst mit deinen Sorgen,
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschtrichter
millionen Gesichter.
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick
die Braue, Pupillen, die Lider
Was war das? Vielleicht ja dein Glück...
vorbei, verweht, nie wieder.
Du gehst dein Leben lang auf tausend Straßen,
du siehst auf deinem Gang, die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt,
du hasts gefunden
doch nur für Sekunden...
ja nur für Sekunden.
