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Ein Song über einen Spieler - Text Susanne Staudinger
Hat er Zaster Susanne Staudinger
Mit 14 noch „der Kleene“
beim Pokerspiel um Geld.
Mit 16 in der Szene,
dem Mittelpunkt der Welt.
Mit 18 Außenstände,
fast eine Zentnerlast.
Mit 20 längst am Ende;
ein Fuß schon halb im Knast.
Hat er Zaster, muss er zocken,
meistens tagelang am Stück.
Bunte Automaten locken
und verheißen schnelles Glück.
Immer neue Münzen wirft er
in den Schlitz und kann nicht fliehn,
denn mit jeder Runde schlürft er
neues Gift wie Medizin.
Kaum hört er Münzen klingen,
ist es um ihn geschehn.
Um Kohle aufzubringen,
muss er als Stricher gehn.
Wie oft er von der Brücke
nachts auf die Elbe guckt
und schließlich durch die Lücke
ins dunkle Wasser spuckt!
Hat er Zaster, muss er zocken,
meistens tagelang am Stück.
Bunte Automaten locken
und verheißen schnelles Glück.
Immer neue Münzen wirft er
in den Schlitz und kann nicht fliehn,
denn mit jeder Runde schlürft er
neues Gift wie Medizin.
Das Suchtberatungsmädchen,
grad mal so alt wie er,
dreht ratlos an den Rädchen;
ihr Job ist viel zu schwer.
Sie kann ihn nicht befreien
vom Dasein ohne Sinn.
Im Wald hört er sich schreien:
Wo ist mein Leben hin?
Hat er Zaster, muss er zocken,
meistens tagelang am Stück.
Bunte Automaten locken
und verheißen schnelles Glück.
Immer neue Münzen wirft er
in den Schlitz und kann nicht fliehn,
denn mit jeder Runde schlürft er
neues Gift wie Medizin.
Mit 14 noch „der Kleene“
beim Pokerspiel um Geld.
Mit 16 in der Szene,
dem Mittelpunkt der Welt.
Mit 18 Außenstände,
fast eine Zentnerlast.
Mit 20 längst am Ende;
ein Fuß schon halb im Knast.
Hat er Zaster, muss er zocken,
meistens tagelang am Stück.
Bunte Automaten locken
und verheißen schnelles Glück.
Immer neue Münzen wirft er
in den Schlitz und kann nicht fliehn,
denn mit jeder Runde schlürft er
neues Gift wie Medizin.
Kaum hört er Münzen klingen,
ist es um ihn geschehn.
Um Kohle aufzubringen,
muss er als Stricher gehn.
Wie oft er von der Brücke
nachts auf die Elbe guckt
und schließlich durch die Lücke
ins dunkle Wasser spuckt!
Hat er Zaster, muss er zocken,
meistens tagelang am Stück.
Bunte Automaten locken
und verheißen schnelles Glück.
Immer neue Münzen wirft er
in den Schlitz und kann nicht fliehn,
denn mit jeder Runde schlürft er
neues Gift wie Medizin.
Das Suchtberatungsmädchen,
grad mal so alt wie er,
dreht ratlos an den Rädchen;
ihr Job ist viel zu schwer.
Sie kann ihn nicht befreien
vom Dasein ohne Sinn.
Im Wald hört er sich schreien:
Wo ist mein Leben hin?
Hat er Zaster, muss er zocken,
meistens tagelang am Stück.
Bunte Automaten locken
und verheißen schnelles Glück.
Immer neue Münzen wirft er
in den Schlitz und kann nicht fliehn,
denn mit jeder Runde schlürft er
neues Gift wie Medizin.
