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Hier nun seit längerem wieder einmal eine Gedichtvertonung. Ein kurzes Stück mit dramatischem Charakter. Der Text stammt aus dem Jahr 1821 von Georg Philipp Schmidt von Lübeck (siehe Text).
Des Fremdlings Abendlied
(Georg Philipp Schmidt von Lübeck)
Ich komme vom Gebirge her
es ruft das Tal, es rauscht das Meer;
ich wandle still und wenig froh,
und immer fragt der Seufzer: Wo ?
Die Sonne dünkt mich hier zu kalt,
Die Blüte welk, das Leben alt,
Und was sie reden, tauber Schall,
Ich bin ein Fremdling überall.
Wo bist du, mein gelobtes Land,
Gesucht, geahnt und nie gekannt?
Das Land, das Land so hoffnunggrün,
Das Land, wo meine Rosen blüh’n?
Wo meine Träume wandeln gehn,
Wo meine Toten auferstehn;
das Land, das meine Sprache spricht,
Und alles hat, was mir gebricht ?
Ich wandle still und wenig froh,
und immer fragt der Seufzer: Wo ?
Es bringt die Luft den Hauch zurück:
Da, wo du nicht bist, blüht das Glück.
(Georg Philipp Schmidt von Lübeck)
Ich komme vom Gebirge her
es ruft das Tal, es rauscht das Meer;
ich wandle still und wenig froh,
und immer fragt der Seufzer: Wo ?
Die Sonne dünkt mich hier zu kalt,
Die Blüte welk, das Leben alt,
Und was sie reden, tauber Schall,
Ich bin ein Fremdling überall.
Wo bist du, mein gelobtes Land,
Gesucht, geahnt und nie gekannt?
Das Land, das Land so hoffnunggrün,
Das Land, wo meine Rosen blüh’n?
Wo meine Träume wandeln gehn,
Wo meine Toten auferstehn;
das Land, das meine Sprache spricht,
Und alles hat, was mir gebricht ?
Ich wandle still und wenig froh,
und immer fragt der Seufzer: Wo ?
Es bringt die Luft den Hauch zurück:
Da, wo du nicht bist, blüht das Glück.
