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Ich habe erstmalig Lyrik vertont, die keinen Reim und keinen regelmäßigen Rhythmus hat. Es ist ein Gedicht von Rainer Maria Rilke: "Liebeslied". Der Gesang ist lediglich mit etwas Hall versehen und an einer Textstelle habe ich eine Unisono-Stimme eingesungen. Zum Schluss des Stückes ist noch ein kurzes Tenorsaxophon-Solo zu hören.
Copyright bei mir, Vocals selbst eingesungen
Copyright bei mir, Vocals selbst eingesungen
LIEBESLIED (1907)
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt,wenn deineTiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt,wenn deineTiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
