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Text+Musik: Gliedkuchen
Gesang: Hans
Der Club der Langen -- ist ein ganz heißes Pflaster.
Eines unserer ältesten Machwerke.
Von unserer Website www.gliedkuchen.de:
---
Das Lied vom Club der Langen entstand in der frühen Phase des Gliedkuchen-Projektes (heute Band) und ist ein Beispiel für dessen im verborgenen wirkende politische Ambitionen.
Erzählt wird die Geschichte eines skurrilen Völkchens, das sich in der malerischen Abgeschiedenheit der Ardennen niederläßt und dort allerlei seltsame Dinge erlebt. Dabei sind die Vorgänge innerhalb dieses Mikrokosmos, der, einzig durch den Terminus lang schemenhaft umschrieben, für Zuhörer wie für die Band selbst letztlich kaum faßbar wird, nur vordergründig unverständlich und absurd. Wagt man einen Blick unter die Oberfläche, erkennt man jedoch, daß sich hier — in freilich übertrieben rascher Form — die typischen Phasen, die üblicherweise den Aufstieg und Fall von Völkern und Staaten begleiten, auf beispielhafte Art und Weise abspielen.
Am Anfang steht der Zusammenschluß und die Konstitution — in diesem Falle als Club — sowie die Wahl des Ortes, an dem sich die Gemeinschaft niederläßt. Die erste Phase des Zusammenlebens ist geprägt von Euphorie und Harmonie, gepaart mit einem spezifischen Zusammengehörigkeitsgefühl, das sich hier unter anderem im Singen der gemeinsamen Lieder ausdrückt. Doch schon bald beginnen sich aus der zuvor amorphen "Meute" hierarchische Strukturen herauszubilden; ein König bzw. Prinz — verallgemeinernd könnte man von einer herrschenden Klasse sprechen — tritt auf den Plan. Dieser hat zunächst einen enormen Vertrauensvorschuß bei seinen Untertanen, den er aber schamlos ausnutzt: Trotz des "hohen Zinses" nimmt er immer noch mehr "Darlehen" auf, nimmt die Geduld des Volkes immer mehr und immer skrupelloser in Anspruch. Die Hybris des Herrschers kulminiert beinahe zwangsläufig in einer Rebellion der großen Meute, die, das unselige Vorbild des Prinzen vor Augen, nicht nur gegen dessen in jeder Hinsicht unmäßiges Verhalten protestiert, sondern sogar das Verlangen artikuliert, es ihm gleichzutun. Der maßlose Volkszorn führt zu irrationalem Handeln (das Umwerfen des Deiches) und schließlich zur Katastrophe (Verlust des Kassenwartes). Am Ende steht die Phase der Enttäuschung und Ernüchterung: "Der Himmel ist verhangen und keiner will mehr singen". Der eben noch mit euphorischer Zuversicht gefeierte Zusammenschluß der "Langen" hat seine Unschuld verloren.
Jenseits der politischen Chiffren und Symbolismen, die nicht für jedermann unmittelbar zugänglich sein mögen, steht die Kernaussage, die — bei aller vordergründiger Absurdität — ebenso banal wie wahr ist: Wenn in einer Gemeinschaft alle dem Prinzen nacheifern, steht man am Ende ohne Kassenwart da.
[Owald]
Gesang: Hans
Der Club der Langen -- ist ein ganz heißes Pflaster.
Eines unserer ältesten Machwerke.
Von unserer Website www.gliedkuchen.de:
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Das Lied vom Club der Langen entstand in der frühen Phase des Gliedkuchen-Projektes (heute Band) und ist ein Beispiel für dessen im verborgenen wirkende politische Ambitionen.
Erzählt wird die Geschichte eines skurrilen Völkchens, das sich in der malerischen Abgeschiedenheit der Ardennen niederläßt und dort allerlei seltsame Dinge erlebt. Dabei sind die Vorgänge innerhalb dieses Mikrokosmos, der, einzig durch den Terminus lang schemenhaft umschrieben, für Zuhörer wie für die Band selbst letztlich kaum faßbar wird, nur vordergründig unverständlich und absurd. Wagt man einen Blick unter die Oberfläche, erkennt man jedoch, daß sich hier — in freilich übertrieben rascher Form — die typischen Phasen, die üblicherweise den Aufstieg und Fall von Völkern und Staaten begleiten, auf beispielhafte Art und Weise abspielen.
Am Anfang steht der Zusammenschluß und die Konstitution — in diesem Falle als Club — sowie die Wahl des Ortes, an dem sich die Gemeinschaft niederläßt. Die erste Phase des Zusammenlebens ist geprägt von Euphorie und Harmonie, gepaart mit einem spezifischen Zusammengehörigkeitsgefühl, das sich hier unter anderem im Singen der gemeinsamen Lieder ausdrückt. Doch schon bald beginnen sich aus der zuvor amorphen "Meute" hierarchische Strukturen herauszubilden; ein König bzw. Prinz — verallgemeinernd könnte man von einer herrschenden Klasse sprechen — tritt auf den Plan. Dieser hat zunächst einen enormen Vertrauensvorschuß bei seinen Untertanen, den er aber schamlos ausnutzt: Trotz des "hohen Zinses" nimmt er immer noch mehr "Darlehen" auf, nimmt die Geduld des Volkes immer mehr und immer skrupelloser in Anspruch. Die Hybris des Herrschers kulminiert beinahe zwangsläufig in einer Rebellion der großen Meute, die, das unselige Vorbild des Prinzen vor Augen, nicht nur gegen dessen in jeder Hinsicht unmäßiges Verhalten protestiert, sondern sogar das Verlangen artikuliert, es ihm gleichzutun. Der maßlose Volkszorn führt zu irrationalem Handeln (das Umwerfen des Deiches) und schließlich zur Katastrophe (Verlust des Kassenwartes). Am Ende steht die Phase der Enttäuschung und Ernüchterung: "Der Himmel ist verhangen und keiner will mehr singen". Der eben noch mit euphorischer Zuversicht gefeierte Zusammenschluß der "Langen" hat seine Unschuld verloren.
Jenseits der politischen Chiffren und Symbolismen, die nicht für jedermann unmittelbar zugänglich sein mögen, steht die Kernaussage, die — bei aller vordergründiger Absurdität — ebenso banal wie wahr ist: Wenn in einer Gemeinschaft alle dem Prinzen nacheifern, steht man am Ende ohne Kassenwart da.
[Owald]
Als einst die ersten Langen
Im Club der Langen rangen
Da war'n sie ganz gefangen
Vom Zauber der Ardennen
Sie ließen sich dort nieder
Und sangen ihre Lieder
Und lauschten immer wieder
Dem Kreischen der Hyänen.
Club Club, Clubclub, cluclub
(Der Langen)
Club Club, Clubclub, cluclub
(Der Langen)
Club Club, Clubclub, cluclub
(Der Langen)
Club
Im Club der langen Leute
Da gab es steile Bräute
Drauf stürzte sich die Meute
Ein König ward geboren
Doch der junge Prinz
Bekam zu hohen Zins
Nur wegen des Gewinns
Nahm er ein Darlehen auf
Club Club, ...
Er versoff den langen Reichtum
Sie wollten es ihm gleichtun
Und warfen ihren Deich um
Der Kassenwart ertrank
Und seit im Club der Langen
Der Kassenwart gegangen
Ist der Himmel ganz verhangen
Und keiner will mehr singen:
Club Club, ...
Im Club der Langen rangen
Da war'n sie ganz gefangen
Vom Zauber der Ardennen
Sie ließen sich dort nieder
Und sangen ihre Lieder
Und lauschten immer wieder
Dem Kreischen der Hyänen.
Club Club, Clubclub, cluclub
(Der Langen)
Club Club, Clubclub, cluclub
(Der Langen)
Club Club, Clubclub, cluclub
(Der Langen)
Club
Im Club der langen Leute
Da gab es steile Bräute
Drauf stürzte sich die Meute
Ein König ward geboren
Doch der junge Prinz
Bekam zu hohen Zins
Nur wegen des Gewinns
Nahm er ein Darlehen auf
Club Club, ...
Er versoff den langen Reichtum
Sie wollten es ihm gleichtun
Und warfen ihren Deich um
Der Kassenwart ertrank
Und seit im Club der Langen
Der Kassenwart gegangen
Ist der Himmel ganz verhangen
Und keiner will mehr singen:
Club Club, ...
