0:005:52
Ein Lied, dass ich 2022 zu Beginn des Ukrainekrieges geschrieben habe, das aber letztendlich stellvertretend für alle Kriege steht.
Üba Nocht (>> Übersetzung unten)
Du schaust fassungslos in Gsichta,
suachst vergeblich noch an Richta,
der verurteilt, wos passiert is
üba Nocht.
Du segst Heisa niedabrenna,
du segst Kinda schreiend renna,
de jedn Hoit im Lebn valorn ham
üba Nocht.
Und a Unmensch greift sei Beute
mit dea wuidn Bluadhundmeute,
so erbarmungslos und gierig
üba Nocht.
Am Horizont, do brennt a Feia,
aus dem Nix schoissn de Geier
und vernichtn jedes Lebn
üba Nocht.
-----
Nia im Lebn und ned amoi im schlimmstn Draam
host du dia voastelln kinnt, daas sowos nomoi kaam.
Und du wochst auf und nix is mehr, wia's vorher woa.
Huiflos schaust du zua und kannst nix doa.
Und de Angst steigt auf und dia wiad hoaß und koid.
Und du fuist di machtlos, wia gelähmt und oid.
Vagiss dei Lebn, des vorgezeichnet woar.
Und de Zeit, sie wirft di zruckaus hundert Joahr.
Üba Nocht.
Üba Nocht.
-----
A unfassbar rohe Menschngwoit,
a Feia, des vom Himme foit -
und Briada werdn zu Feindn
üba Nocht.
A Muadda, de suacht ihran Buam,
sie find'n leblos in da Gruam.
Und a stumma Schrei vohallt dann
üba Nocht.
Koana traut dem andern mehr -
von wo nimmst du dei Hoffnung her,
dass es dann schnej vorbeigeht
üba Nocht?
Glaubst du no an de Menschlichkeit?
Nutzt du de kurze Erdnzeit?
Und dei Lebn is so vui mehr wert
üba Nocht.
Nia im Lebn und ned amoi im schlimmstn Draam
host du dia voastelln kinnt, daas sowos nomoi kaam.
Und du wochst auf und nix is mehr wia's vorher woa.
Huiflos schaust du zua und kannst nix doa.
Und de Angst steigt auf und dia wiad hoaß und koid.
Und du fuist di machtlos, wia gelähmt und oid.
Vagiss dei Lebn, des vorgezeichnet woar.
Und de Zeit, sie wirft di zruckaus hundert Joahr.
Üba Nocht.
Üba Nocht.
Übersetzung
---------------------------
Über Nacht
Du schaust fassungslos in Gesichter,
suchst vergeblich nach einen Richter,
der verurteilt, was passiert ist
über Nacht.
Du siehst Häuser niederbrennen,
du siehst Kinder schreiend rennen,
die jeden Halt im Leben verloren haben
über Nacht.
Und ein Unmensch greift seine Beute
mit der wilden Bluthundmeute,
so erbarmungslos und gierig
über Nacht.
Am Horizont, da brennt ein Feuer,
aus dem Nichts schießen die Geier
und vernichten jedes Leben
über Nacht.
-----------------
Nie im Leben und nicht einmal im schlimmsten Traum
hast du dir vorstellen können, dass so etwas noch einmal käme.
Und du wachst auf und nichts ist mehr, wie es vorher war.
Hilflos schaust du zu und kannst nichts tun.
Und die Angst steigt auf und dir wird heiß und kalt.
Und du fühlst dich machtlos, wie gelähmt und alt.
Vergiss dein Leben, das vorgezeichnet war.
Und die Zeit, sie wirft dich hundert Jahre zurück.
Über Nacht.
Über Nacht.
---------------
Eine unfassbar rohe Menschengewalt,
ein Feuer, das vom Himmel fällt -
und Brüder werden zu Feinden
über Nacht.
Eine Mutter, die sucht ihren Buben,
sie findet ihn leblos in der Grube.
Und ein stummer Schrei verhallt dann
über Nacht
Keiner traut dem anderen mehr -
von wo nimmst du deine Hoffnung her,
dass es dann schnell vorbeigeht
über Nacht?
Glaubst du noch an die Menschlichkeit?
Nutzt du die kurze Erdenzeit?
Und dein Leben ist so viel mehr wert
über Nacht.
----------
Nie im Leben ...
Du schaust fassungslos in Gsichta,
suachst vergeblich noch an Richta,
der verurteilt, wos passiert is
üba Nocht.
Du segst Heisa niedabrenna,
du segst Kinda schreiend renna,
de jedn Hoit im Lebn valorn ham
üba Nocht.
Und a Unmensch greift sei Beute
mit dea wuidn Bluadhundmeute,
so erbarmungslos und gierig
üba Nocht.
Am Horizont, do brennt a Feia,
aus dem Nix schoissn de Geier
und vernichtn jedes Lebn
üba Nocht.
-----
Nia im Lebn und ned amoi im schlimmstn Draam
host du dia voastelln kinnt, daas sowos nomoi kaam.
Und du wochst auf und nix is mehr, wia's vorher woa.
Huiflos schaust du zua und kannst nix doa.
Und de Angst steigt auf und dia wiad hoaß und koid.
Und du fuist di machtlos, wia gelähmt und oid.
Vagiss dei Lebn, des vorgezeichnet woar.
Und de Zeit, sie wirft di zruckaus hundert Joahr.
Üba Nocht.
Üba Nocht.
-----
A unfassbar rohe Menschngwoit,
a Feia, des vom Himme foit -
und Briada werdn zu Feindn
üba Nocht.
A Muadda, de suacht ihran Buam,
sie find'n leblos in da Gruam.
Und a stumma Schrei vohallt dann
üba Nocht.
Koana traut dem andern mehr -
von wo nimmst du dei Hoffnung her,
dass es dann schnej vorbeigeht
üba Nocht?
Glaubst du no an de Menschlichkeit?
Nutzt du de kurze Erdnzeit?
Und dei Lebn is so vui mehr wert
üba Nocht.
Nia im Lebn und ned amoi im schlimmstn Draam
host du dia voastelln kinnt, daas sowos nomoi kaam.
Und du wochst auf und nix is mehr wia's vorher woa.
Huiflos schaust du zua und kannst nix doa.
Und de Angst steigt auf und dia wiad hoaß und koid.
Und du fuist di machtlos, wia gelähmt und oid.
Vagiss dei Lebn, des vorgezeichnet woar.
Und de Zeit, sie wirft di zruckaus hundert Joahr.
Üba Nocht.
Üba Nocht.
Übersetzung
---------------------------
Über Nacht
Du schaust fassungslos in Gesichter,
suchst vergeblich nach einen Richter,
der verurteilt, was passiert ist
über Nacht.
Du siehst Häuser niederbrennen,
du siehst Kinder schreiend rennen,
die jeden Halt im Leben verloren haben
über Nacht.
Und ein Unmensch greift seine Beute
mit der wilden Bluthundmeute,
so erbarmungslos und gierig
über Nacht.
Am Horizont, da brennt ein Feuer,
aus dem Nichts schießen die Geier
und vernichten jedes Leben
über Nacht.
-----------------
Nie im Leben und nicht einmal im schlimmsten Traum
hast du dir vorstellen können, dass so etwas noch einmal käme.
Und du wachst auf und nichts ist mehr, wie es vorher war.
Hilflos schaust du zu und kannst nichts tun.
Und die Angst steigt auf und dir wird heiß und kalt.
Und du fühlst dich machtlos, wie gelähmt und alt.
Vergiss dein Leben, das vorgezeichnet war.
Und die Zeit, sie wirft dich hundert Jahre zurück.
Über Nacht.
Über Nacht.
---------------
Eine unfassbar rohe Menschengewalt,
ein Feuer, das vom Himmel fällt -
und Brüder werden zu Feinden
über Nacht.
Eine Mutter, die sucht ihren Buben,
sie findet ihn leblos in der Grube.
Und ein stummer Schrei verhallt dann
über Nacht
Keiner traut dem anderen mehr -
von wo nimmst du deine Hoffnung her,
dass es dann schnell vorbeigeht
über Nacht?
Glaubst du noch an die Menschlichkeit?
Nutzt du die kurze Erdenzeit?
Und dein Leben ist so viel mehr wert
über Nacht.
----------
Nie im Leben ...
