0:003:50
Ein kleiner Blues über die sieben angeblich schlimmsten Laster, bzw. Todsünden der Menschheit: Hochmut, Neid, Zorn, Trägheit, Gier, Völlerei und Wollust ... :-)
Siebn Laster Blues (Übersetzung unten)
Wer im Leben zu Grund geh soi, der wird zuvoa no stoiz.
Er kann oiss und er woass oiss und er is aus edlem Hoiz.
Sei egomanes Eigenlob kimmt niamois ned zu kurz,
und Hoffoat, de kimmt bekanntlich oiwei voa dem Sturz.
Sie vosteht ned im geringstn, daas de ander so vej hod.
Des waar füa sie Gerechtigkeit, da Kaviar im Solat,
wenn de dann a Uglück traffad, waars voi Schadnfreid.
Da Aufstieg in da Hierarchie, der geht nua übern Neid,
Sei Zorn, der is ned heilig und scho zwoamoi ned gerecht.
In seinem Schmerz kann er ned sogn, wos er im Grunde mecht.
Er suacht nur Streit in seiner Affektinkontinenz
und sei Wuat und sei Bluaddruck überschreitn jede Obergrenz.
-----------
Und am Sonndog betns olle 's Vaterunser,
se wean katholisch fia a ganze lange Stund.
Und üwan Klinglbeidl kaffans dann des Gsundsa.
Dann gehns hoam und streitn weida ohne Grund.
-----------
Es is Naturgesetz, wenn ma nix arbat und nix schafft.
Und sei Kannapee verdopplt no de Erdanziehungskraft.
De Körpermasse widersteht dem Fortbewegungsdrang.
Er is chronisch überfordert und des mochtn einfach krang,
Da Mensch is längst ned zfriedn mit am reich eidecktn Disch,
A Fischer und sei Frau ham füamois gfangt an Zauberfisch,
für dessn Freiheit mecht sie Reichtum und a Luxuslebn.
Hoitst du oan dein Finga hi, dann muasst die ganze Händ hergebn
Maßlos überfressn sitzt er do und sogt nix mehr.
Es deaf nix überbleibn, sowos gibt ma doch ned her.
Mit Batzlaugn schaut er auf den Brotn in da Pfann.
Man muaß a oft no kinna, wenn ma lang scho nimma kann.
Refrain
Es vogeht koa Dog, an dem s' ned in am fremdn Bett aufwocht.
Am Dog is wia a Leich und bliaht erst auf in da Nocht.
Wos des betrifft, sogt sie, do is sie wia Viech.
Wenn sie ned um d' Rundn kimmt, dann geht sie aufn Strich.
Refrain
----------------------------------------------
ÜBERSETZUNG:
--
Sieben Laster Blues
Wer im Leben zu Grunde gehen soll, der wird zuvor noch stolz.
Er kann alles und er weiß alles und er ist aus edlem Holz.
Sein egomanes Eigenlob kommt niemals zu kurz,
und Hochmut kommt bekanntlich noch vor dem Sturz.
Sie versteht nicht im geringsten, dass die Andere so viel hat
Das wäre für sie Gerechtigkeit, der Kaviar im Salat,
wenn diese dann ein Unglück träfe, wäre sie voller Schadenfreude.
Der Aufstieg in der Hierarchie, der geht nur über den Neid.
Sein Zorn, der ist nicht heilig und schon zwei Mal nicht gerecht.
In seinem Schmerz kann er nicht sagen, was er im Grunde möchte.
Er sucht nur Streit in seiner Affektinkontinenz
und seine Wut und sein Blutdruck überschreiten jede Obergrenze.
---------
Und am Sonntag beten alle das Vaterunser,
sie werden katholisch für eine ganze lange Stunde.
Und über den Klingelbeutel kaufen sie dann das Gesundsein.
Dann gehn sie heim und streiten weiter ohne Grund.
----------
Es ist Naturgesetz, wenn man nichts arbeitet und nichts schafft.
Und sein Sofa verdoppelt noch die Erdanziehungskraft.
Die Körpermasse widersteht dem Fortbewegungsdrang.
Er ist chronisch überfordert und das macht ihn einfach krank.
Der Mensch ist längst nicht mehr zufrieden mit einem reich gedecktem Tisch.
Ein Fischer und seine Frau haben einst gefangen einen Zauberfisch.
Für dessen Freiheit möchte sie Reichtum und ein Luxusleben.
Hälst du einem den Finger hin, dann musst du ihm die ganze Hand geben.
Maßlos überfressen sitzt er da und sagt nichts mehr.
Es darf nichts übrig bleiben, sowas gibt man doch nicht her.
Mit Batzelaugen schaut er auf den Braten in der Pfann'.
Man muss auch oft noch können, wenn man schon längst nicht mehr kann.
---------
Und am Sonntag …
---------
Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht in einem fremden Bett aufwacht.
Am Tag ist sie wie eine Leiche und blüht erst auf in der Nacht.
Was das betrifft, sagt sie, da ist sie wie ein Vieh.
Wenn sie nicht um die Runden kommt, dann geht sie auf den Strich.
---------
Und am Sonntag …
---------
Wer im Leben zu Grund geh soi, der wird zuvoa no stoiz.
Er kann oiss und er woass oiss und er is aus edlem Hoiz.
Sei egomanes Eigenlob kimmt niamois ned zu kurz,
und Hoffoat, de kimmt bekanntlich oiwei voa dem Sturz.
Sie vosteht ned im geringstn, daas de ander so vej hod.
Des waar füa sie Gerechtigkeit, da Kaviar im Solat,
wenn de dann a Uglück traffad, waars voi Schadnfreid.
Da Aufstieg in da Hierarchie, der geht nua übern Neid,
Sei Zorn, der is ned heilig und scho zwoamoi ned gerecht.
In seinem Schmerz kann er ned sogn, wos er im Grunde mecht.
Er suacht nur Streit in seiner Affektinkontinenz
und sei Wuat und sei Bluaddruck überschreitn jede Obergrenz.
-----------
Und am Sonndog betns olle 's Vaterunser,
se wean katholisch fia a ganze lange Stund.
Und üwan Klinglbeidl kaffans dann des Gsundsa.
Dann gehns hoam und streitn weida ohne Grund.
-----------
Es is Naturgesetz, wenn ma nix arbat und nix schafft.
Und sei Kannapee verdopplt no de Erdanziehungskraft.
De Körpermasse widersteht dem Fortbewegungsdrang.
Er is chronisch überfordert und des mochtn einfach krang,
Da Mensch is längst ned zfriedn mit am reich eidecktn Disch,
A Fischer und sei Frau ham füamois gfangt an Zauberfisch,
für dessn Freiheit mecht sie Reichtum und a Luxuslebn.
Hoitst du oan dein Finga hi, dann muasst die ganze Händ hergebn
Maßlos überfressn sitzt er do und sogt nix mehr.
Es deaf nix überbleibn, sowos gibt ma doch ned her.
Mit Batzlaugn schaut er auf den Brotn in da Pfann.
Man muaß a oft no kinna, wenn ma lang scho nimma kann.
Refrain
Es vogeht koa Dog, an dem s' ned in am fremdn Bett aufwocht.
Am Dog is wia a Leich und bliaht erst auf in da Nocht.
Wos des betrifft, sogt sie, do is sie wia Viech.
Wenn sie ned um d' Rundn kimmt, dann geht sie aufn Strich.
Refrain
----------------------------------------------
ÜBERSETZUNG:
--
Sieben Laster Blues
Wer im Leben zu Grunde gehen soll, der wird zuvor noch stolz.
Er kann alles und er weiß alles und er ist aus edlem Holz.
Sein egomanes Eigenlob kommt niemals zu kurz,
und Hochmut kommt bekanntlich noch vor dem Sturz.
Sie versteht nicht im geringsten, dass die Andere so viel hat
Das wäre für sie Gerechtigkeit, der Kaviar im Salat,
wenn diese dann ein Unglück träfe, wäre sie voller Schadenfreude.
Der Aufstieg in der Hierarchie, der geht nur über den Neid.
Sein Zorn, der ist nicht heilig und schon zwei Mal nicht gerecht.
In seinem Schmerz kann er nicht sagen, was er im Grunde möchte.
Er sucht nur Streit in seiner Affektinkontinenz
und seine Wut und sein Blutdruck überschreiten jede Obergrenze.
---------
Und am Sonntag beten alle das Vaterunser,
sie werden katholisch für eine ganze lange Stunde.
Und über den Klingelbeutel kaufen sie dann das Gesundsein.
Dann gehn sie heim und streiten weiter ohne Grund.
----------
Es ist Naturgesetz, wenn man nichts arbeitet und nichts schafft.
Und sein Sofa verdoppelt noch die Erdanziehungskraft.
Die Körpermasse widersteht dem Fortbewegungsdrang.
Er ist chronisch überfordert und das macht ihn einfach krank.
Der Mensch ist längst nicht mehr zufrieden mit einem reich gedecktem Tisch.
Ein Fischer und seine Frau haben einst gefangen einen Zauberfisch.
Für dessen Freiheit möchte sie Reichtum und ein Luxusleben.
Hälst du einem den Finger hin, dann musst du ihm die ganze Hand geben.
Maßlos überfressen sitzt er da und sagt nichts mehr.
Es darf nichts übrig bleiben, sowas gibt man doch nicht her.
Mit Batzelaugen schaut er auf den Braten in der Pfann'.
Man muss auch oft noch können, wenn man schon längst nicht mehr kann.
---------
Und am Sonntag …
---------
Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht in einem fremden Bett aufwacht.
Am Tag ist sie wie eine Leiche und blüht erst auf in der Nacht.
Was das betrifft, sagt sie, da ist sie wie ein Vieh.
Wenn sie nicht um die Runden kommt, dann geht sie auf den Strich.
---------
Und am Sonntag …
---------
