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Ballade vom Wildschütz Jennerwein
Jennerwein (Übersetzung unten)
A koida Wind waht um an Schliersee umma,
a junga Bursch, der liegt im Untahoiz,
sei Bixn fest an d'Schuita gnumma,
grouß und kräftig, volla Stoiz.
Am Bodn, do liegt da erst Novemberschnee,
af da Brecherspitz am Leonardidog.
Segst hinterm Berg de Sun aufgeh,
hod er de Gams scho in seinm Sog.
---
Bewundat, gfiacht, in olla Munde,
Raufboid, Wiatshausbruada, Weibahejd.
Da ärgste Wuidschütz in da ganzn Runde,
der bei koana Feia oder Unruah fejd.
Bewundat, gfiacht, in olla Munde,
er denkt: da Herrgott gibts de sein'.
Und wia a Viech geht er dann vor de Hunde,
- grausam stirbt da Jennerwein.
-----------------------------
Sein Gamsboat, mid a so oana Hougfoahtn,
streicht er übern Jagersmo seinm Gsicht dahi.
"Siehgst as, söllers Kraut wochst in deinm Goatn,
owa brocka, ja brocka dua des i.
-----------------------------
A scheena Plotz mit Blick aufs Förstahaus,
so sitz er o in oller Seelenruah.
A fesche Gams im Blick voraus,
visiert er o, da junge Wuidrabua.
Segt ned den Jaga an da Felsnwent,
segt ned, wer hoamle noch eahm lust.
Und feig und grausam foigt sei End,
hinterrucks de Kugl durch sei Brust.
---
Bewundat, gfiacht, in olla Munde,
Raufboid, Wiatshausbruada, Weibahejd.
Da ärgste Wuidschütz in da ganzn Runde,
der bei koana Feia oder Unruah fejd.
Bewundat, gfiacht, in olla Munde,
er denkt: da Herrgott gibts de sein'.
Und wia a Viech geht er dann vor de Hunde,
- grausam stirbt da Jennerwein.
---
Übersetzung:
Ein kalter Wind weht um den Schliersee herum,
ein junger Bursche, der liegt im Unterholz.
Seine Büchse fest andie Schulter genommen,
groß und kräftig, voller Stolz.
Am Boden, da liegt der erste Novemberschnee
auf der Brecherspitz am Leonardtag.
Siehst du hinterm Berg die Sonne aufgehen,
hat er die Gemse schon in seinem Sack.
---
Bewundert, gefürchtet, in aller Munde,
Raufbold, Wirtshausbruder, Weiberheld.
Der ärgste Wildschütz in der ganzen Runde,
der bei keiner Feier oder Unruhe fehlt.
Bewundert, gefürchtet, in aller Munde.
Er denkt: Der Herrgott gibt's den seinen.
Und wie ein Vieh geht er dann vor die Hunde
- grausam stirbt der Jennerwein
---
Seinen Gamsbart, mit so einem Hochmut,
streicht er über das Gesicht des Jägers dahin.
"Siehst du, solches Kraut wächst in deinem Garten,
aber ernten, ernten tu ich es."
---
Ein schöner Platz mit Blick aufs Försterhaus,
so sitzt er an in aller Seelenruhe.
Eine fesche Gemse im Blick voraus,
visiert er an,der junge Wildererbub.
Sieht nicht den Jäger an der Felsenwand,
sieht nicht, wer heimlich nach ihm lauscht.
Und feige und grausam folgt sein Ende,
hinterrücks die Kugel durch seine Brust
---
Bewundert, gefürchtet, in aller Munde ...
A koida Wind waht um an Schliersee umma,
a junga Bursch, der liegt im Untahoiz,
sei Bixn fest an d'Schuita gnumma,
grouß und kräftig, volla Stoiz.
Am Bodn, do liegt da erst Novemberschnee,
af da Brecherspitz am Leonardidog.
Segst hinterm Berg de Sun aufgeh,
hod er de Gams scho in seinm Sog.
---
Bewundat, gfiacht, in olla Munde,
Raufboid, Wiatshausbruada, Weibahejd.
Da ärgste Wuidschütz in da ganzn Runde,
der bei koana Feia oder Unruah fejd.
Bewundat, gfiacht, in olla Munde,
er denkt: da Herrgott gibts de sein'.
Und wia a Viech geht er dann vor de Hunde,
- grausam stirbt da Jennerwein.
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Sein Gamsboat, mid a so oana Hougfoahtn,
streicht er übern Jagersmo seinm Gsicht dahi.
"Siehgst as, söllers Kraut wochst in deinm Goatn,
owa brocka, ja brocka dua des i.
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A scheena Plotz mit Blick aufs Förstahaus,
so sitz er o in oller Seelenruah.
A fesche Gams im Blick voraus,
visiert er o, da junge Wuidrabua.
Segt ned den Jaga an da Felsnwent,
segt ned, wer hoamle noch eahm lust.
Und feig und grausam foigt sei End,
hinterrucks de Kugl durch sei Brust.
---
Bewundat, gfiacht, in olla Munde,
Raufboid, Wiatshausbruada, Weibahejd.
Da ärgste Wuidschütz in da ganzn Runde,
der bei koana Feia oder Unruah fejd.
Bewundat, gfiacht, in olla Munde,
er denkt: da Herrgott gibts de sein'.
Und wia a Viech geht er dann vor de Hunde,
- grausam stirbt da Jennerwein.
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Übersetzung:
Ein kalter Wind weht um den Schliersee herum,
ein junger Bursche, der liegt im Unterholz.
Seine Büchse fest andie Schulter genommen,
groß und kräftig, voller Stolz.
Am Boden, da liegt der erste Novemberschnee
auf der Brecherspitz am Leonardtag.
Siehst du hinterm Berg die Sonne aufgehen,
hat er die Gemse schon in seinem Sack.
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Bewundert, gefürchtet, in aller Munde,
Raufbold, Wirtshausbruder, Weiberheld.
Der ärgste Wildschütz in der ganzen Runde,
der bei keiner Feier oder Unruhe fehlt.
Bewundert, gefürchtet, in aller Munde.
Er denkt: Der Herrgott gibt's den seinen.
Und wie ein Vieh geht er dann vor die Hunde
- grausam stirbt der Jennerwein
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Seinen Gamsbart, mit so einem Hochmut,
streicht er über das Gesicht des Jägers dahin.
"Siehst du, solches Kraut wächst in deinem Garten,
aber ernten, ernten tu ich es."
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Ein schöner Platz mit Blick aufs Försterhaus,
so sitzt er an in aller Seelenruhe.
Eine fesche Gemse im Blick voraus,
visiert er an,der junge Wildererbub.
Sieht nicht den Jäger an der Felsenwand,
sieht nicht, wer heimlich nach ihm lauscht.
Und feige und grausam folgt sein Ende,
hinterrücks die Kugel durch seine Brust
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Bewundert, gefürchtet, in aller Munde ...
