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Die wilde Jagd - ein Begriff aus dem bayerischen Aberglauben. Ein Heer der Untoten braust in den Rahnächten durch die Lüfte ...
De wuide Jagd
Es is Nocht und i steh am Fensta,
i find heit einfach koa Ruah.
Es is de Zeit der wuidn Gespenster
und im Finstan, do gehts grauslig zua.
Da Mondschei, der wird oiwei heller,
und er stiert gierig owa af d'Erd.
Und dees Treib'n, es wird oiwei schneller,
de oama Seeln bleibt Erlösung vowehrt.
Drunt im Wirtshaus, do sitzn de Hoatn,
und de Kriagl san olle no voi.
A Fremda spuit heit mid eah Kartn,
und er wüafet drei Sechsa jedsmoi.
Und de Manna, se saufen und streitn,
und koana is mehr ganz frisch,
se hean ned de Kirchglockn leitn,
und se segn ned den Goaßfuaß - unta dem Disch.
Und im Stoi sitzt da bluadige Dammerl,
und de Kia fangan o, laut zum redn.
Wer ned drin bleibt in seinem Kammerl,
der is de länga Zeit unter uns gwen.
De Oidn räuchern de Stubn aus,
spritzn Weihwosse in jedes Eck.
So mochans den Gspenstern an Garaus,
- de weiße Wäsch, de rammans guad weg.
Drunt im Wirtshaus ...
In da Luft liegt a Jammern und Schroa,
in da Stubn, do ruckans iatz zamm.
Und a Sturm treibt de vawunschene Schoa,
de vui z'friah - geh miassn ham,
Und im Wirtshaus ...
ÜBERSETZUNG:
Die wilde Jagd
Es ist Nacht und ich steh am Fenster,
ich finde heute einfach keine Ruhe.
Es ist die Zeit der wilden Gespenster,
und im Finstern, da geht es grausig zu.
Der Mondschein, der wird immer heller,
und erstiert gierig herunter auf die Erde.
Und das Treiben, es wird immer schneller,
den armen Seelen bleibt Erlösung verwehrt.
Drunten im Wirtshaus, da sitzen die Harten,
und die Krüge sind alle noch voll.
Ein Fremder spielt heute mit ihnen Karten,
und er würfelt drei Sechser ein jedes Mal.
Und die Männer, sie saufen und streiten,
und keiner ist mehr ganz frisch.
Sie hören nicht die Kirchenglocken läuten,
und sie sehen nicht den Ziegenfuß - unter dem Tisch.
Und im Stall sitzt der "Bluadige Dammerl" (Rahnachtsdämon im bayerischen Aberglauben),
und die Kühe fangen an, laut zu reden.
Wer heut nicht in seiner Kammer bleibt,
der ist die längste Zeit unter uns gewesen.
Die Alten räuchern die Stube aus,
spritzen Weihwasser in jede Ecke.
So machen sie den Gespenstern den Garaus,
- die weiße Wäsche räumen sie gut weg.
(Aberglaube: in den Rauhnächten darf keine weiße Wäsche auf der Leine hängen, da sie von den Geistern gestohlen werden kann und als eigenes Leichentuch verwendet werden kann)
Drunten im Wirtshaus ...
In der Luft liegt ein Jammern und Geschrei,
in der Stube, da rücken sie jetzt zusammen.
Und ein Sturmt treibt die verwunschene Schar,
die viel zu früh gehen mussten.
Und im Wirtshaus ...
Es is Nocht und i steh am Fensta,
i find heit einfach koa Ruah.
Es is de Zeit der wuidn Gespenster
und im Finstan, do gehts grauslig zua.
Da Mondschei, der wird oiwei heller,
und er stiert gierig owa af d'Erd.
Und dees Treib'n, es wird oiwei schneller,
de oama Seeln bleibt Erlösung vowehrt.
Drunt im Wirtshaus, do sitzn de Hoatn,
und de Kriagl san olle no voi.
A Fremda spuit heit mid eah Kartn,
und er wüafet drei Sechsa jedsmoi.
Und de Manna, se saufen und streitn,
und koana is mehr ganz frisch,
se hean ned de Kirchglockn leitn,
und se segn ned den Goaßfuaß - unta dem Disch.
Und im Stoi sitzt da bluadige Dammerl,
und de Kia fangan o, laut zum redn.
Wer ned drin bleibt in seinem Kammerl,
der is de länga Zeit unter uns gwen.
De Oidn räuchern de Stubn aus,
spritzn Weihwosse in jedes Eck.
So mochans den Gspenstern an Garaus,
- de weiße Wäsch, de rammans guad weg.
Drunt im Wirtshaus ...
In da Luft liegt a Jammern und Schroa,
in da Stubn, do ruckans iatz zamm.
Und a Sturm treibt de vawunschene Schoa,
de vui z'friah - geh miassn ham,
Und im Wirtshaus ...
ÜBERSETZUNG:
Die wilde Jagd
Es ist Nacht und ich steh am Fenster,
ich finde heute einfach keine Ruhe.
Es ist die Zeit der wilden Gespenster,
und im Finstern, da geht es grausig zu.
Der Mondschein, der wird immer heller,
und erstiert gierig herunter auf die Erde.
Und das Treiben, es wird immer schneller,
den armen Seelen bleibt Erlösung verwehrt.
Drunten im Wirtshaus, da sitzen die Harten,
und die Krüge sind alle noch voll.
Ein Fremder spielt heute mit ihnen Karten,
und er würfelt drei Sechser ein jedes Mal.
Und die Männer, sie saufen und streiten,
und keiner ist mehr ganz frisch.
Sie hören nicht die Kirchenglocken läuten,
und sie sehen nicht den Ziegenfuß - unter dem Tisch.
Und im Stall sitzt der "Bluadige Dammerl" (Rahnachtsdämon im bayerischen Aberglauben),
und die Kühe fangen an, laut zu reden.
Wer heut nicht in seiner Kammer bleibt,
der ist die längste Zeit unter uns gewesen.
Die Alten räuchern die Stube aus,
spritzen Weihwasser in jede Ecke.
So machen sie den Gespenstern den Garaus,
- die weiße Wäsche räumen sie gut weg.
(Aberglaube: in den Rauhnächten darf keine weiße Wäsche auf der Leine hängen, da sie von den Geistern gestohlen werden kann und als eigenes Leichentuch verwendet werden kann)
Drunten im Wirtshaus ...
In der Luft liegt ein Jammern und Geschrei,
in der Stube, da rücken sie jetzt zusammen.
Und ein Sturmt treibt die verwunschene Schar,
die viel zu früh gehen mussten.
Und im Wirtshaus ...
