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Ein sehr persönliches Lied über einen Turm auf dem Deister im Weserbergland - meiner ehem. "Heimat"... den Turm mit Bildern gibt es unter http://de.wikipedia.org/wiki/Annaturm.
Nicht richtig perfekt gespielt und gesungen, aber auch ganz einfach beim ersten Mal eingespielt...
Nicht richtig perfekt gespielt und gesungen, aber auch ganz einfach beim ersten Mal eingespielt...
Ballade vom Annaturm (Text u. Musik Mathis Hensch)
1.
In der Ferne stand er da, wie ein Streichholz, winzig klein,
es zog mich zu ihm, tief in den Wald hinein,
die Patronin des Bergmanns, gab ihren Namen diesem Turm,
der war für mich damals das Auge im Sturm.
2.
Die alten Buchen, wie stolze Riesen,
die Weite der Landschaft, gelbe Felder, grüne Wiesen,
Da erhob er sich vor mir, von unten gar nicht so groß,
doch Stufen gab es viele, dann ging ich los.
Ich zählte die Tritte, bis ich oben ankam,
die Plattform erreichte, das Säuseln vernahm.
Der Wind in den Kronen, ganz leise Töne,
Melodien so einfach und doch so schöne.
3.
Ich stand auf dem Turm, aus Eisen und Stein,
inmitten von Blättern und ich atmete ein,
schickte meine Augen, nach Norden ins Land,
fast meinte ich, man sähe weißen Strand.
Im Süden der Strom, von Bergen umgeben,
so dunstig und unklar, wie mein kommendes Leben.
Die Luft wie ein Fluss, in dem ich versank,
in tiefen Gewässern, in denen ich ertrank.
4.
So stand ich lange an der Brüstung aus Stahl,
las Liebesbotschaften, die Paare einmal,
vor langer Zeit, hier ritzten ein,
ohne zu ahnen, dass sie sich einmal entzweien.
Geschichten von Hoffnung, von Liebe vielleicht,
bis beiden bewusst war, es hat nicht gereicht.
Zurück blieb ein Herz, eingekerbt in die Reeling,
zwei Herzen zerdrückt, wie die Gegner von Schmeling.
5.
Und noch ein Turm, ein großes, dunkles Trum,
stand nicht weit entfernt und der drehte sich stumm.
Die grauen Männer, die darin saßen,
sahen Flugzeugen zu, die den Himmel zerfraßen,
auf ihrem Weg um die Welt, über Meere und Berge,
Ja, es war klar, wir Menschen sind Zwerge,
und ich bin einer von ihnen, genau das war es eben,
ein Zwerg ohne Mütze, an der Schwelle ins Leben.
6.
Ich lauschte voller Sehnsucht, überwältigt von Aussicht,
den Moment festzuhalten, ich wusste, das geht nicht.
So stieg ich nach Stunden, hinab aus der Höhe,
oder war es ein Auftauchen, in eine Welt voller Mühe?
Der Turm steht noch heute, umgeben von Buchen,
vielleicht nur errichtet, für Zwerge, die suchen?
Und wenn der Zwerg endlich seine Mütze aufsetzt,
hat er sich manchmal schon furchtbar verletzt.
1.
In der Ferne stand er da, wie ein Streichholz, winzig klein,
es zog mich zu ihm, tief in den Wald hinein,
die Patronin des Bergmanns, gab ihren Namen diesem Turm,
der war für mich damals das Auge im Sturm.
2.
Die alten Buchen, wie stolze Riesen,
die Weite der Landschaft, gelbe Felder, grüne Wiesen,
Da erhob er sich vor mir, von unten gar nicht so groß,
doch Stufen gab es viele, dann ging ich los.
Ich zählte die Tritte, bis ich oben ankam,
die Plattform erreichte, das Säuseln vernahm.
Der Wind in den Kronen, ganz leise Töne,
Melodien so einfach und doch so schöne.
3.
Ich stand auf dem Turm, aus Eisen und Stein,
inmitten von Blättern und ich atmete ein,
schickte meine Augen, nach Norden ins Land,
fast meinte ich, man sähe weißen Strand.
Im Süden der Strom, von Bergen umgeben,
so dunstig und unklar, wie mein kommendes Leben.
Die Luft wie ein Fluss, in dem ich versank,
in tiefen Gewässern, in denen ich ertrank.
4.
So stand ich lange an der Brüstung aus Stahl,
las Liebesbotschaften, die Paare einmal,
vor langer Zeit, hier ritzten ein,
ohne zu ahnen, dass sie sich einmal entzweien.
Geschichten von Hoffnung, von Liebe vielleicht,
bis beiden bewusst war, es hat nicht gereicht.
Zurück blieb ein Herz, eingekerbt in die Reeling,
zwei Herzen zerdrückt, wie die Gegner von Schmeling.
5.
Und noch ein Turm, ein großes, dunkles Trum,
stand nicht weit entfernt und der drehte sich stumm.
Die grauen Männer, die darin saßen,
sahen Flugzeugen zu, die den Himmel zerfraßen,
auf ihrem Weg um die Welt, über Meere und Berge,
Ja, es war klar, wir Menschen sind Zwerge,
und ich bin einer von ihnen, genau das war es eben,
ein Zwerg ohne Mütze, an der Schwelle ins Leben.
6.
Ich lauschte voller Sehnsucht, überwältigt von Aussicht,
den Moment festzuhalten, ich wusste, das geht nicht.
So stieg ich nach Stunden, hinab aus der Höhe,
oder war es ein Auftauchen, in eine Welt voller Mühe?
Der Turm steht noch heute, umgeben von Buchen,
vielleicht nur errichtet, für Zwerge, die suchen?
Und wenn der Zwerg endlich seine Mütze aufsetzt,
hat er sich manchmal schon furchtbar verletzt.
