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"Darkest hours" ein Track mit einer ernsten Geschichte !
Dieser Track sollte das heimische Studio eigentlich NIE verlassen.
Am Ende kam alles ganz anders und ging verdammt schnell.
Zur Geschichte:
Am Jahresbeginn 2020 streckte ein misteriöses Krankheitsbild mich förmlich nieder.
Die Symptome waren heftig und unerklärlich zugleich.
(Ich konnte monatelang am Leben nicht mehr wirklich richtig teilnehmen)
Als Laie konnte ich mir nicht vorstellen was das sein könnte.
Es folgte ein endlos erscheinender Ärztemarathon.
Niemand konnte die Symptome deuten.
Bei einer routinemäßigen Röntgenuntersuchung des Brustkorbes,
hielt ich auch das, für "fischen im trüben".....
Am selben Abend der Röntgenaufnahmen, klingelte Abends um 20:30 das Haustelefon.
Meine Frau und ich sahen uns fragend an, wer wohl so spät abends noch anrufen könne.
Am Telefon war die Lungenärztin.
Mit ruhiger Stimme bat sie mich, doch bitte gleich am nächsten Morgen zur Praxis zu kommen.
Sie möchte mit mir sprechen, es sein wichtig........
Nach dem Auflegen wurde mir erst bewusst, das die Praxis schon seit Stunden geschlossen sein müsste.
Demnach hat die Ärztin mich also wohlmöglich von zuhause aus angerufen......
....Moment mal.....Die Röntgenaufnahme.......das war doch....heute....
(EISKALTER Schauer und Kloß im Hals)
Ich ging wie in Trance zurück ins Wohnzimmer.
Versuchte meine Gedanken zu sortieren.
Meine Frau sah mich fragend an.
"Wer hat da angerufen?"
Als ich darauf antworten wollte, versagte bei den ersten Worten meine Stimme.
Ich musste mich rheuspern um ein Wort herauszubekommen.
Ich glaube, ich hatte auch keine Gesichtsfarbe mehr.
Das blieb nicht unbemerkt.
Meine Frau fragte nochmal, jetzt etwas eindringlicher.
"Was ist los? Wer war das am Telefon?"
Mit erstickter Stimme bekam ich erst nur das Wort "Lungenärztin" heraus.
Meine Frau schien sofort zu begreifen. Ich sah, wie ihre Augen sich mit Tränenflüssigkeit füllten.
......
DIESE Nacht schliefen wir beide NICHT !!!!
Am nächsten Morgen saß Ich Punkt 8:00 Uhr auf dem Stuhl vor der Ärztin.
Sie wirkte ernst.
Ohne große Umschweife erklärte sie mir den Grund für das eilige Wiedersehen.
Auf dem Röntgenbild gäbe es etwas, das ihr Sorgen mache.
Mit den Worten "DAS da, gehört da NICHT hin", drehte sie ihren Monitor so, das ich den Bildschirm sehen konnte.
Sie zeigte mir ein Netzähnliches weisses Geflecht auf dem Röntgenbild meiner Lunge.
Ich war wie erstarrt.
Gesichtsfarbe: Alpinaweiss.
"Wir wissen noch nicht WAS es ist. Es kann ein Tumor sein, eine Entzündung oder Narben einer früheren Lungenentzündung"
Ich stammelte: "Ich hatte noch nie eine Lungenentzündung"......
(Im Kopf strich ich automatisch eine der 3 Möglichkeiten)
....Ich kürze mal etwas ab....
Es folgten 8 Wochen des wartens, der Untersuchungen und Auswertungen von Radiologischen Befunden.
8 Wochen der Ungewissheit.
8 Wochen mit der Angst leben evtl. Lungekrebs zu haben.
8 Wochen schlechter Schlaf.
8 Wochen Gedankenkarussel der übelsten Sorte.
8 Wochen in denen ich mich das erste mal mit dem Tod konfrontiert sah.
(Und das zusätzlich zu meiner bis dato immernoch unbekannten anderen Krankheit)
Rückblickend nenne ich diese Zeit meine "dunkelsten Stunden"
Ok, am Ende kam Gott sei Dank die Entwarnung.
Vernarbtes Gewebe. Vermutlich durch eine nicht erkannte, unbehandelte Lungenentzündung
in der Vergangenheit.
Zwar war ich einerseits erleichtert über die entgültige Diagnose.
Andererseits hinterliessen die 8 Wochen auch Narben in meiner Seele.
Und was für welche !!!
Mittlerweile endete der Sommer 2020 und die Ärzte haben meine eigentliche Krankheit identifiziert.
Der Neurologe war sich nun sicher, das es Hypersomnie sei.
Ein Medikament werde mir helfen.
Ich sagte: "Prima, wie lange muss ich es denn einnehmen?"
Der Neurologe sah mich erst fragend an, dann schüttelte er leicht den Kopf.
Seine Antwort war der nächste Hammer:
Ich verstand nur:
"Blah...blah...blahhh ...chronisch...."
Und "blah ....blah...blahh...Unheilbar."
Bämm.
In diesem Jahr musste ich wirklich einiges wegstecken.
WAS für ein bewegendes Jahr.
Will man nicht haben.
Kurzum. Mit Tabletten kann ich wieder am Leben Teilnehmen.
Ich hatte von Januar bis Ende August mein Studio nicht genutzt.
Ich hatte keine Kraft dazu.
Gepaart mit seelischer Leere, hatte ich auch nie einen kreativen Moment, wo ich überhaupt Lust verspürte Musik zu machen.
Das änderte sich mit der Einnahme des Medikaments.
Im September ging ich seit Monaten endlich das erste Mal in dem Jahr ins Studio.
Ich war entschlossen, mein Erlebnis jener "dunkelsten Stunden" in Sounds zu verpacken.
Es folgten Soundbasteleien in einer Jamsession.
Ich bastelte für jedes Gefühl einen passenden Sound und jammte das zu einer Art Klangkollage die am ehesten zu meiner damaligen Lebensphase passte.
Wie gesagt, es war nur eine Jamsession.
Die Aufnahmen lagen nun ein geschlagenes Jahr bei mir auf Halde.
Zu speziell war der Sound...zu düster für den Markt und nicht wirklich in irgendeine Schublade passend.
Es war auch eine sehr persönliche Sache.
Der sollte unter Verschluss bleiben.
Ich weiss nicht, was genau mich dazu bewegte, nach einem Jahr mir die Aufnahmen nochmal vorzunehmen.
Ich mischte die Originalaufnahmen nochmal etwas neu ab.
Mit frischen Ohren und etwas Distanz zu jener Zeit.
Ich fasste den Mut zusammen und lud ihn einfach bei Soundcloud hoch.
Es verging eine Woche, da meldete sich ein Label und fragte mich, ob sie das Stück veröffentlichen dürfen.
Ich war total perplex.
DER Track???
Der so experimentell und speziell ist ???
Ich konnte es nicht fassen.
Aber, anscheinen gibt es für jeden Topf einen Deckel.
Nun, hier ist er auch für euch.
"Darkest hours"
Meine dunkelsten Stunden in Ton verpackt.
Muss man nicht mögen.....ist halt ein Spiegelbild meiner Seele, jener Zeit.
Erschienen am 18.12.2021
"Solid yellow EP" (remastered edition)
Auf dem Label : Electronic Music Event Records
Katalog: EME003
© 2021 Electronic Music Event Records
Dieser Track sollte das heimische Studio eigentlich NIE verlassen.
Am Ende kam alles ganz anders und ging verdammt schnell.
Zur Geschichte:
Am Jahresbeginn 2020 streckte ein misteriöses Krankheitsbild mich förmlich nieder.
Die Symptome waren heftig und unerklärlich zugleich.
(Ich konnte monatelang am Leben nicht mehr wirklich richtig teilnehmen)
Als Laie konnte ich mir nicht vorstellen was das sein könnte.
Es folgte ein endlos erscheinender Ärztemarathon.
Niemand konnte die Symptome deuten.
Bei einer routinemäßigen Röntgenuntersuchung des Brustkorbes,
hielt ich auch das, für "fischen im trüben".....
Am selben Abend der Röntgenaufnahmen, klingelte Abends um 20:30 das Haustelefon.
Meine Frau und ich sahen uns fragend an, wer wohl so spät abends noch anrufen könne.
Am Telefon war die Lungenärztin.
Mit ruhiger Stimme bat sie mich, doch bitte gleich am nächsten Morgen zur Praxis zu kommen.
Sie möchte mit mir sprechen, es sein wichtig........
Nach dem Auflegen wurde mir erst bewusst, das die Praxis schon seit Stunden geschlossen sein müsste.
Demnach hat die Ärztin mich also wohlmöglich von zuhause aus angerufen......
....Moment mal.....Die Röntgenaufnahme.......das war doch....heute....
(EISKALTER Schauer und Kloß im Hals)
Ich ging wie in Trance zurück ins Wohnzimmer.
Versuchte meine Gedanken zu sortieren.
Meine Frau sah mich fragend an.
"Wer hat da angerufen?"
Als ich darauf antworten wollte, versagte bei den ersten Worten meine Stimme.
Ich musste mich rheuspern um ein Wort herauszubekommen.
Ich glaube, ich hatte auch keine Gesichtsfarbe mehr.
Das blieb nicht unbemerkt.
Meine Frau fragte nochmal, jetzt etwas eindringlicher.
"Was ist los? Wer war das am Telefon?"
Mit erstickter Stimme bekam ich erst nur das Wort "Lungenärztin" heraus.
Meine Frau schien sofort zu begreifen. Ich sah, wie ihre Augen sich mit Tränenflüssigkeit füllten.
......
DIESE Nacht schliefen wir beide NICHT !!!!
Am nächsten Morgen saß Ich Punkt 8:00 Uhr auf dem Stuhl vor der Ärztin.
Sie wirkte ernst.
Ohne große Umschweife erklärte sie mir den Grund für das eilige Wiedersehen.
Auf dem Röntgenbild gäbe es etwas, das ihr Sorgen mache.
Mit den Worten "DAS da, gehört da NICHT hin", drehte sie ihren Monitor so, das ich den Bildschirm sehen konnte.
Sie zeigte mir ein Netzähnliches weisses Geflecht auf dem Röntgenbild meiner Lunge.
Ich war wie erstarrt.
Gesichtsfarbe: Alpinaweiss.
"Wir wissen noch nicht WAS es ist. Es kann ein Tumor sein, eine Entzündung oder Narben einer früheren Lungenentzündung"
Ich stammelte: "Ich hatte noch nie eine Lungenentzündung"......
(Im Kopf strich ich automatisch eine der 3 Möglichkeiten)
....Ich kürze mal etwas ab....
Es folgten 8 Wochen des wartens, der Untersuchungen und Auswertungen von Radiologischen Befunden.
8 Wochen der Ungewissheit.
8 Wochen mit der Angst leben evtl. Lungekrebs zu haben.
8 Wochen schlechter Schlaf.
8 Wochen Gedankenkarussel der übelsten Sorte.
8 Wochen in denen ich mich das erste mal mit dem Tod konfrontiert sah.
(Und das zusätzlich zu meiner bis dato immernoch unbekannten anderen Krankheit)
Rückblickend nenne ich diese Zeit meine "dunkelsten Stunden"
Ok, am Ende kam Gott sei Dank die Entwarnung.
Vernarbtes Gewebe. Vermutlich durch eine nicht erkannte, unbehandelte Lungenentzündung
in der Vergangenheit.
Zwar war ich einerseits erleichtert über die entgültige Diagnose.
Andererseits hinterliessen die 8 Wochen auch Narben in meiner Seele.
Und was für welche !!!
Mittlerweile endete der Sommer 2020 und die Ärzte haben meine eigentliche Krankheit identifiziert.
Der Neurologe war sich nun sicher, das es Hypersomnie sei.
Ein Medikament werde mir helfen.
Ich sagte: "Prima, wie lange muss ich es denn einnehmen?"
Der Neurologe sah mich erst fragend an, dann schüttelte er leicht den Kopf.
Seine Antwort war der nächste Hammer:
Ich verstand nur:
"Blah...blah...blahhh ...chronisch...."
Und "blah ....blah...blahh...Unheilbar."
Bämm.
In diesem Jahr musste ich wirklich einiges wegstecken.
WAS für ein bewegendes Jahr.
Will man nicht haben.
Kurzum. Mit Tabletten kann ich wieder am Leben Teilnehmen.
Ich hatte von Januar bis Ende August mein Studio nicht genutzt.
Ich hatte keine Kraft dazu.
Gepaart mit seelischer Leere, hatte ich auch nie einen kreativen Moment, wo ich überhaupt Lust verspürte Musik zu machen.
Das änderte sich mit der Einnahme des Medikaments.
Im September ging ich seit Monaten endlich das erste Mal in dem Jahr ins Studio.
Ich war entschlossen, mein Erlebnis jener "dunkelsten Stunden" in Sounds zu verpacken.
Es folgten Soundbasteleien in einer Jamsession.
Ich bastelte für jedes Gefühl einen passenden Sound und jammte das zu einer Art Klangkollage die am ehesten zu meiner damaligen Lebensphase passte.
Wie gesagt, es war nur eine Jamsession.
Die Aufnahmen lagen nun ein geschlagenes Jahr bei mir auf Halde.
Zu speziell war der Sound...zu düster für den Markt und nicht wirklich in irgendeine Schublade passend.
Es war auch eine sehr persönliche Sache.
Der sollte unter Verschluss bleiben.
Ich weiss nicht, was genau mich dazu bewegte, nach einem Jahr mir die Aufnahmen nochmal vorzunehmen.
Ich mischte die Originalaufnahmen nochmal etwas neu ab.
Mit frischen Ohren und etwas Distanz zu jener Zeit.
Ich fasste den Mut zusammen und lud ihn einfach bei Soundcloud hoch.
Es verging eine Woche, da meldete sich ein Label und fragte mich, ob sie das Stück veröffentlichen dürfen.
Ich war total perplex.
DER Track???
Der so experimentell und speziell ist ???
Ich konnte es nicht fassen.
Aber, anscheinen gibt es für jeden Topf einen Deckel.
Nun, hier ist er auch für euch.
"Darkest hours"
Meine dunkelsten Stunden in Ton verpackt.
Muss man nicht mögen.....ist halt ein Spiegelbild meiner Seele, jener Zeit.
Erschienen am 18.12.2021
"Solid yellow EP" (remastered edition)
Auf dem Label : Electronic Music Event Records
Katalog: EME003
© 2021 Electronic Music Event Records
