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Dieses Lied widme ich meinem Vater. der Ende Januar gestorben ist. Meine Mutter ist 9 Monate vor ihm gegangen. Seit dem Tod meiner Eltern konnte ich keine DAW mehr betätigen.
Bei meiner Mutter hatte sich in den letzten 4 Jahren eine immer stärkere Demenz abgezeichnet, die das soziale Umfeld meines Vaters immer mehr beschnitten hat.
Er hatte schon 2015 einen immer stärkeren Hang zum Wein gehabt. So hatte das Lernen von Kochen und Backen einen Nachteil.
Der Rot- und Weißwein war stets der abendliche Unterhalter. Kein Familienangehöriger, Freund oder Bekannter ließ sich mehr blicken.
Ich hatte nie ein gutes Verhältnis zu meinem Vater. Aber in den letzten 20 Jahren sind wir aufgrund der Krankheit von Mutter zusammengerückt.
Und zur Freude bin ich dann 1x im Monat zum Weinkontor und habe mal eine Flasche mitgebracht, die wir dann zusammen genossen haben. Leider hat er ab Mutters Tod so gut wie kein Wasser mehr zu sich genommen. Seine Ernährung war auch alles andere als gut. Ich denke auch, dass dies beabsichtigt war, da er ohne sie nicht mehr klar gekommen ist. Alles war fremd.
Er bekam eine Niereninsuffizienz, worauf alles sehr schnell ging.
Nach seinem Tod hing seine Stimme oft in meinem Kopf. "Komm, Junge. Geh runter in meinen Keller, koch was schönes und trink den Wein."
Meine bessere Hälfte war nicht gerade begeistert, aber für mich war es die letzte Reise mit Vater. In einem Zeitraum von 3 Monaten habe ich 10 Kilo zugelegt.
Vater ist in diesem Stück der Bass. Daher habe ich einen Kontrabass gewählt, weil er seine Unruhe für mich am besten darstellt. Der erste Teil symbolisiert sein Leben vor den großen Problemen. Er war außerhalb der Familie für alle da, immer auf dem Sprung, oft den Schalk im Nacken, stets auf's Geld achtend und in sich der kleine Junge, der alles für sich haben wollte. Ich war 13 als meine Mutter sich selbstständig machte. Sie wurde innerhalb von 3 Jahren im gesunden Fast Food Bereich erfolgreich und hatte in den 20 Folgejahren Geschäfte in Aachen, Köln, Düsseldorf, Neuss, Krefeld und Mönchengladbach. Also der ganze Niederrhein. Sie war eine intelligente Arbeiterin mit Kraft, Liebe und Ehrlichkeit. Wir hatten von Mitte der 80er bis Millenium eine sehr gute Zeit. Allerdings hat sie so stark gestrahlt, dass sie 1999 wegen körperlicher Schwäche mit der Selbstständigkeit aufhören musste. Sie hat dann noch 4 Jahre als Haushälterin bei Betuchten Leuten gekocht. Dort fing sie an einen Pensionsschock zu erleiden. Man erkannte an der Schwere, dass dies eine sehr lebenseinschneidende Angelegenheit wird.
Der zweite Part zeigt die ersten schwerwiegenden Probleme mit seiner Frau auf, die in ihrer Selbstständigkeit stets auf Arbeitssystematiken geachtet hat, die er nicht immer einhielt. Meine Mutter hatte extrem zu kämpfen, da auch Personalprobleme dazu kamen und geriet dann an eine falsche Psychologin, die ihr Tavor verschrieben hatte. Daran ist so auch wie eine trockene Blume eingegangen. Alles wurde unsicherer, unklarer, indirekter, zerbrechlicher und dadurch lebenserschwerender. Chaos, indem wir uns gegenseitig angeschrien haben. Es begann zu verzerren und der Ton zu verhärten. Wie eine melancholische Violine, die mit Zittern gespielt wird.
Der dritte Part ist der Weg zum Ende. Der Zeitpunkt, der aufzeigt, wie wir durch Krankheit, soziale Umstände oder andere Einflüsse dem Tod entgegen gehen. Es ist eines der unangenehmsten Themen, die leider immer gerne verschwiegen werden. Der pflegerische Bereich ist da das Beispiel. Aber so ist es leider. Schritte von Vater zum Grab von Mutter im Intro. In der zweiten Strophe stolpert er zum Übergang ins Problematische.
Das Outro ist der Tod, der für mich kein Ende ist.
Ich wollte den Song zuerst nach dem Ambient-mäßigem Zufallsprinzip gestalten, hab mich dann aber zu einem normalen Song Ablauf entschieden. Intro, 3 Parts, Wiederholung und Outro.
Genutzte Vst:
Serum 2 Piano, Distortion, Efx
Analog Lab Streicher, Efx
Dimension Pro 1 Pads, Efx
Kore Player Standing Jazz Bass
Kontakt Preset Bazzazian Tapes
ImpOSCar Theremin
Effekte:
Valhalla Vintageverb
Wizoo Verb
Deelay
u-he Satin
UA LA2A
Renaissance EQ
Pulse Modulator
Master:
Weiss EQ1
Voxengo Elephant
elysia xmax
Bei meiner Mutter hatte sich in den letzten 4 Jahren eine immer stärkere Demenz abgezeichnet, die das soziale Umfeld meines Vaters immer mehr beschnitten hat.
Er hatte schon 2015 einen immer stärkeren Hang zum Wein gehabt. So hatte das Lernen von Kochen und Backen einen Nachteil.
Der Rot- und Weißwein war stets der abendliche Unterhalter. Kein Familienangehöriger, Freund oder Bekannter ließ sich mehr blicken.
Ich hatte nie ein gutes Verhältnis zu meinem Vater. Aber in den letzten 20 Jahren sind wir aufgrund der Krankheit von Mutter zusammengerückt.
Und zur Freude bin ich dann 1x im Monat zum Weinkontor und habe mal eine Flasche mitgebracht, die wir dann zusammen genossen haben. Leider hat er ab Mutters Tod so gut wie kein Wasser mehr zu sich genommen. Seine Ernährung war auch alles andere als gut. Ich denke auch, dass dies beabsichtigt war, da er ohne sie nicht mehr klar gekommen ist. Alles war fremd.
Er bekam eine Niereninsuffizienz, worauf alles sehr schnell ging.
Nach seinem Tod hing seine Stimme oft in meinem Kopf. "Komm, Junge. Geh runter in meinen Keller, koch was schönes und trink den Wein."
Meine bessere Hälfte war nicht gerade begeistert, aber für mich war es die letzte Reise mit Vater. In einem Zeitraum von 3 Monaten habe ich 10 Kilo zugelegt.
Vater ist in diesem Stück der Bass. Daher habe ich einen Kontrabass gewählt, weil er seine Unruhe für mich am besten darstellt. Der erste Teil symbolisiert sein Leben vor den großen Problemen. Er war außerhalb der Familie für alle da, immer auf dem Sprung, oft den Schalk im Nacken, stets auf's Geld achtend und in sich der kleine Junge, der alles für sich haben wollte. Ich war 13 als meine Mutter sich selbstständig machte. Sie wurde innerhalb von 3 Jahren im gesunden Fast Food Bereich erfolgreich und hatte in den 20 Folgejahren Geschäfte in Aachen, Köln, Düsseldorf, Neuss, Krefeld und Mönchengladbach. Also der ganze Niederrhein. Sie war eine intelligente Arbeiterin mit Kraft, Liebe und Ehrlichkeit. Wir hatten von Mitte der 80er bis Millenium eine sehr gute Zeit. Allerdings hat sie so stark gestrahlt, dass sie 1999 wegen körperlicher Schwäche mit der Selbstständigkeit aufhören musste. Sie hat dann noch 4 Jahre als Haushälterin bei Betuchten Leuten gekocht. Dort fing sie an einen Pensionsschock zu erleiden. Man erkannte an der Schwere, dass dies eine sehr lebenseinschneidende Angelegenheit wird.
Der zweite Part zeigt die ersten schwerwiegenden Probleme mit seiner Frau auf, die in ihrer Selbstständigkeit stets auf Arbeitssystematiken geachtet hat, die er nicht immer einhielt. Meine Mutter hatte extrem zu kämpfen, da auch Personalprobleme dazu kamen und geriet dann an eine falsche Psychologin, die ihr Tavor verschrieben hatte. Daran ist so auch wie eine trockene Blume eingegangen. Alles wurde unsicherer, unklarer, indirekter, zerbrechlicher und dadurch lebenserschwerender. Chaos, indem wir uns gegenseitig angeschrien haben. Es begann zu verzerren und der Ton zu verhärten. Wie eine melancholische Violine, die mit Zittern gespielt wird.
Der dritte Part ist der Weg zum Ende. Der Zeitpunkt, der aufzeigt, wie wir durch Krankheit, soziale Umstände oder andere Einflüsse dem Tod entgegen gehen. Es ist eines der unangenehmsten Themen, die leider immer gerne verschwiegen werden. Der pflegerische Bereich ist da das Beispiel. Aber so ist es leider. Schritte von Vater zum Grab von Mutter im Intro. In der zweiten Strophe stolpert er zum Übergang ins Problematische.
Das Outro ist der Tod, der für mich kein Ende ist.
Ich wollte den Song zuerst nach dem Ambient-mäßigem Zufallsprinzip gestalten, hab mich dann aber zu einem normalen Song Ablauf entschieden. Intro, 3 Parts, Wiederholung und Outro.
Genutzte Vst:
Serum 2 Piano, Distortion, Efx
Analog Lab Streicher, Efx
Dimension Pro 1 Pads, Efx
Kore Player Standing Jazz Bass
Kontakt Preset Bazzazian Tapes
ImpOSCar Theremin
Effekte:
Valhalla Vintageverb
Wizoo Verb
Deelay
u-he Satin
UA LA2A
Renaissance EQ
Pulse Modulator
Master:
Weiss EQ1
Voxengo Elephant
elysia xmax
