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© Bam Dorner Productions 2002
mit Reason gemacht
Das Oderbruch (abgeleitet von „Bruch“ im Sinne von „Feuchtgebiet“) ist ein Naturraum (Haupteinheit Nr. 802) und eine Kulturlandschaft im Osten des deutschen Bundeslandes Brandenburg direkt an der polnischen Grenze. Teile erstrecken sich auf polnisches Staatsgebiet. Die ebene Landschaft ist eine ursprüngliche eiszeitliche Hohlform, in die sich der Fluss Oder eingegraben und an dieser Stelle ein Stromspaltungsgebiet ausgebildet hat. Seit der Trockenlegung und Urbarmachung gilt das Oderbruch als herausragendes Beispiel der preußischen Binnenkolonisation des 18. Jahrhunderts. Im Zweiten Weltkrieg war es Schauplatz der größten Schlacht auf deutschem Boden (Schlacht um die Seelower Höhen).
Begrifflichkeiten
Name
Der Begriff setzt sich aus dem Namen des Flusses „Oder“ und dem Wort „Bruch“ für eine zeitweilig überschwemmte Auenlandschaft zusammen. Diese Auenlandschaft, hier als „Bruch“ bezeichnet, war der unzugängliche, verästelte Lauf des historischen Flusses. Dies drückte sich auch im lateinischen Namen aus. Seit dem 16. Jahrhundert wurde die Bezeichnung „Viadrus Fluvius“ benutzt, was so viel wie „Fluss, der sich durchschlängelt“ bedeutet. Das Oderbruch vor der Trockenlegung 1753 darf man sich wie den Spreewald vorstellen.
Unterscheidung in Bereiche
Entsprechend der Höhenlage (mNN) wird das Oderbruch in die beiden Hauptbereiche Oberoderbruch und Niederoderbruch unterschieden, wobei die Flussbezeichnung meist entfällt, so dass die Benennungen Oberbruch und Niederbruch lauten. Der höhere Teil, das Oberoderbruch, liegt flussaufwärts im Süden.
Die Grenze zwischen beiden Bereichen verläuft ungefähr auf der Linie Altfriedland – Kienitz, wobei an den Rändern nach Theodor Fontane auch Bliesdorf und Neuendorf dazugezählt werden. An der Ostseite kann sogar Zellin als Endpunkt (Deich Lebus – Zellin 1717) angenommen werden. Das Oberoderbruch wird auch als „Hohes Bruch“ bezeichnet.
Als weitere Unterscheidung gibt es den Bereich „Mittelbruch“. Dies ist der Bereich zwischen „Neuer-Oder-Canal“ im Osten (Güstebiese – Hohensaaten), die „Neuenhagener Insel“ im Norden, die „Wriezener Alte Oder“ im Westen und die „Alte Güstebieser Oder“ im Süden bis zur Coupierungsstelle bei Güstebiese. Das Mittelbruch deckt sich ungefähr mit dem Bereich des Altkreises Königsberg/Neumark, der sich westlich der Oder befindet. Es handelt sich also um eine Bezeichnung aus der Zeit nach 1753.
Außerdem gibt es noch den Begriff „Tiefes Bruch“, womit der Bereich zwischen Falkenberg und Oderberg gemeint ist, also die besonders niedrigen Gebiete vor dem Hang bei Liepe.
mit Reason gemacht
Das Oderbruch (abgeleitet von „Bruch“ im Sinne von „Feuchtgebiet“) ist ein Naturraum (Haupteinheit Nr. 802) und eine Kulturlandschaft im Osten des deutschen Bundeslandes Brandenburg direkt an der polnischen Grenze. Teile erstrecken sich auf polnisches Staatsgebiet. Die ebene Landschaft ist eine ursprüngliche eiszeitliche Hohlform, in die sich der Fluss Oder eingegraben und an dieser Stelle ein Stromspaltungsgebiet ausgebildet hat. Seit der Trockenlegung und Urbarmachung gilt das Oderbruch als herausragendes Beispiel der preußischen Binnenkolonisation des 18. Jahrhunderts. Im Zweiten Weltkrieg war es Schauplatz der größten Schlacht auf deutschem Boden (Schlacht um die Seelower Höhen).
Begrifflichkeiten
Name
Der Begriff setzt sich aus dem Namen des Flusses „Oder“ und dem Wort „Bruch“ für eine zeitweilig überschwemmte Auenlandschaft zusammen. Diese Auenlandschaft, hier als „Bruch“ bezeichnet, war der unzugängliche, verästelte Lauf des historischen Flusses. Dies drückte sich auch im lateinischen Namen aus. Seit dem 16. Jahrhundert wurde die Bezeichnung „Viadrus Fluvius“ benutzt, was so viel wie „Fluss, der sich durchschlängelt“ bedeutet. Das Oderbruch vor der Trockenlegung 1753 darf man sich wie den Spreewald vorstellen.
Unterscheidung in Bereiche
Entsprechend der Höhenlage (mNN) wird das Oderbruch in die beiden Hauptbereiche Oberoderbruch und Niederoderbruch unterschieden, wobei die Flussbezeichnung meist entfällt, so dass die Benennungen Oberbruch und Niederbruch lauten. Der höhere Teil, das Oberoderbruch, liegt flussaufwärts im Süden.
Die Grenze zwischen beiden Bereichen verläuft ungefähr auf der Linie Altfriedland – Kienitz, wobei an den Rändern nach Theodor Fontane auch Bliesdorf und Neuendorf dazugezählt werden. An der Ostseite kann sogar Zellin als Endpunkt (Deich Lebus – Zellin 1717) angenommen werden. Das Oberoderbruch wird auch als „Hohes Bruch“ bezeichnet.
Als weitere Unterscheidung gibt es den Bereich „Mittelbruch“. Dies ist der Bereich zwischen „Neuer-Oder-Canal“ im Osten (Güstebiese – Hohensaaten), die „Neuenhagener Insel“ im Norden, die „Wriezener Alte Oder“ im Westen und die „Alte Güstebieser Oder“ im Süden bis zur Coupierungsstelle bei Güstebiese. Das Mittelbruch deckt sich ungefähr mit dem Bereich des Altkreises Königsberg/Neumark, der sich westlich der Oder befindet. Es handelt sich also um eine Bezeichnung aus der Zeit nach 1753.
Außerdem gibt es noch den Begriff „Tiefes Bruch“, womit der Bereich zwischen Falkenberg und Oderberg gemeint ist, also die besonders niedrigen Gebiete vor dem Hang bei Liepe.
