Blog
Die Art der Kommunikation
Im Forum geht es um KI. Oder geht es um mehr? Ich beobachte sehr unterschiedliche Arten von Kommunikation. Insbesondere der "Forist" (ich nenne ihn so) verödet durch seine Beiträge die Diskussion:Nicht unbedingt seine Positionen führen zur Verödung der Kommunikation, sondern die Art, wie er sie vertritt.
Denn viele seiner Ausgangsgedanken sind durchaus diskutabel:
Verliert Handwerk an Bedeutung?
Fördert KI Bequemlichkeit?
Verändert sich die Rolle des Musikers?
Geht etwas von der sozialen Komponente des Musizierens verloren?
Wird Kreativität anders definiert werden?
Das sind legitime Fragen.
Jede Aussage wird Teil einer großen Erzählung
Aus:
„Soll nicht arrogant klingen.“
wird:
gesellschaftliche Konditionierung.
Aus:
„Epochenwandel.“
wird:
Kapitulation vor der Bequemlichkeit.
Aus:
„Musikalische Fehler können Teil der Handschrift sein.“
wird:
Angriff auf Meisterschaft.
Dadurch verlieren Aussagen ihre eigene Bedeutung.
Er interpretiert häufig statt nachzufragen
Ein Gespräch lebt davon, dass man gelegentlich sagt:
„Wie meinst du das genau?“
Der Forist macht oft das Gegenteil:
„Ich erkläre dir, was deine Aussage in Wahrheit bedeutet.“
Das erzeugt bei vielen Gesprächspartnern das Gefühl:
„Du hörst mir gar nicht zu.“
Widerspruch wird selten als gleichwertige Position behandelt
Oft entsteht implizit:
Wer zustimmt → hat verstanden.
Wer widerspricht → ist konditioniert, bequem, technokratisch, oberflächlich oder Teil einer Dynamik.
Das macht echten Austausch schwierig.
Die Diskussion wird ständig auf die Metaebene gehoben
Viele andere sprechen über:
Songs
Vocals
Instrumente
Musikpraxis
Er spricht über:
Kultur
Identität
Technokratie
gesellschaftliche Entwicklungen
Dadurch reden die Beteiligten oft über verschiedene Dinge.
Das Tragische
Eigentlich scheint der Forist ein großes Bedürfnis nach:
Bedeutung,
Authentizität,
Tiefe,
ernsthafter Auseinandersetzung
zu haben.
Aber die Art der Kommunikation führt oft zum Gegenteil:
Menschen ziehen sich zurück.
Es entstehen Lager.
Die Diskussion wird persönlicher.
Die Bereitschaft zuzuhören sinkt.
Was man bei ihm häufig beobachtet
Ein guter Diskurs verändert idealerweise beide Seiten ein wenig.
Beim Foristen entsteht dagegen oft der Eindruck:
Die Diskussion dient nicht dazu, gemeinsam etwas zu erkunden.
sondern:
Die Diskussion dient dazu, das (sein) bestehende Modell immer wieder zu bestätigen und auf neue Situationen anzuwenden.
Das erzeugt schnell Ermüdung.
Vielleicht liegt genau darin die Verödung
Nicht darin, dass er starke Meinungen hat.
Sondern darin, dass viele Beteiligte irgendwann das Gefühl bekommen:
„Egal, was ich schreibe – es wird ohnehin in sein bereits fertiges Deutungssystem eingeordnet.“
In dem Moment hört Kommunikation auf, ein gemeinsamer Suchprozess zu sein.
Dann wird sie zur Wiederholung von Rollen.
Und genau das scheint in diesem Thread zunehmend passiert zu sein.
Widerspruch ist unerwünscht und wird oft der Schublade "persönlicher Angriff" zugesprochen, was sehr viel bequemer ist, als sich mit dem Widerspruch auseinandersetzen zu müssen. Gerade ein Forist, welcher sich ja nahezu selbst dazu auserkoren hat, sollte Neutralität jeglichen Materials gegenüber als oberste Priorität wahren.
Wenn man jedoch die Plattform nutzt, seine eigene Meinung auf Gedeih und Verderb durchzudrücken und sich extra um den Foristen-Status bemüht, um dies auf imperativer Position tun zu können, ist dieses Thema nicht mehr neutral diskutierbar. Das Gegenteil ist der Fall, es mündet in trumpscher Absurdität.
Wenn man jedoch die Plattform nutzt, seine eigene Meinung auf Gedeih und Verderb durchzudrücken und sich extra um den Foristen-Status bemüht, um dies auf imperativer Position tun zu können, ist dieses Thema nicht mehr neutral diskutierbar. Das Gegenteil ist der Fall, es mündet in trumpscher Absurdität.
Das obliegt dir Steffen. Schade ist, dass du wohl nicht gelesen hast, was ich schrieb. Das trifft ganz und gar nicht auf dich zu.
OK, wobei die Wahrscheinlichkeit sehr hoch war, da ich mehr wie mir lieb ist dort vertreten bin.
Das kann ich ausschließen. Du bist sicher nicht gemeint. Aber entschuldige, dass du dich angesprochen fühlst.
Sehr, sehr treffend ausgeführt.
Aus der Aussage eines Beteiligten (Musikerehre), wird ein Riss in der Gesellschaft.
Das ist so unglaublich drüber.
Aus der Aussage eines Beteiligten (Musikerehre), wird ein Riss in der Gesellschaft.
Das ist so unglaublich drüber.






