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Alexander Supertramp

Alexander Supertramp

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Alexander Supertramp am 05.06.26 um 08:16

Die Art der Kommunikation

Im Forum geht es um KI. Oder geht es um mehr? Ich beobachte sehr unterschiedliche Arten von Kommunikation. Insbesondere der "Forist" (ich nenne ihn so) verödet durch seine Beiträge die Diskussion:

Nicht unbedingt seine Positionen führen zur Verödung der Kommunikation, sondern die Art, wie er sie vertritt.

Denn viele seiner Ausgangsgedanken sind durchaus diskutabel:

Verliert Handwerk an Bedeutung?
Fördert KI Bequemlichkeit?
Verändert sich die Rolle des Musikers?
Geht etwas von der sozialen Komponente des Musizierens verloren?
Wird Kreativität anders definiert werden?

Das sind legitime Fragen.

Jede Aussage wird Teil einer großen Erzählung

Aus:

„Soll nicht arrogant klingen.“

wird:

gesellschaftliche Konditionierung.

Aus:

„Epochenwandel.“

wird:

Kapitulation vor der Bequemlichkeit.

Aus:

„Musikalische Fehler können Teil der Handschrift sein.“

wird:

Angriff auf Meisterschaft.

Dadurch verlieren Aussagen ihre eigene Bedeutung.

Er interpretiert häufig statt nachzufragen

Ein Gespräch lebt davon, dass man gelegentlich sagt:

„Wie meinst du das genau?“

Der Forist macht oft das Gegenteil:

„Ich erkläre dir, was deine Aussage in Wahrheit bedeutet.“

Das erzeugt bei vielen Gesprächspartnern das Gefühl:
„Du hörst mir gar nicht zu.“

Widerspruch wird selten als gleichwertige Position behandelt

Oft entsteht implizit:

Wer zustimmt → hat verstanden.
Wer widerspricht → ist konditioniert, bequem, technokratisch, oberflächlich oder Teil einer Dynamik.

Das macht echten Austausch schwierig.

Die Diskussion wird ständig auf die Metaebene gehoben

Viele andere sprechen über:

Songs
Vocals
Instrumente
Musikpraxis

Er spricht über:

Kultur
Identität
Technokratie
gesellschaftliche Entwicklungen

Dadurch reden die Beteiligten oft über verschiedene Dinge.

Das Tragische

Eigentlich scheint der Forist ein großes Bedürfnis nach:

Bedeutung,
Authentizität,
Tiefe,
ernsthafter Auseinandersetzung

zu haben.

Aber die Art der Kommunikation führt oft zum Gegenteil:

Menschen ziehen sich zurück.
Es entstehen Lager.
Die Diskussion wird persönlicher.
Die Bereitschaft zuzuhören sinkt.

Was man bei ihm häufig beobachtet

Ein guter Diskurs verändert idealerweise beide Seiten ein wenig.

Beim Foristen entsteht dagegen oft der Eindruck:

Die Diskussion dient nicht dazu, gemeinsam etwas zu erkunden.

sondern:

Die Diskussion dient dazu, das (sein) bestehende Modell immer wieder zu bestätigen und auf neue Situationen anzuwenden.

Das erzeugt schnell Ermüdung.

Vielleicht liegt genau darin die Verödung

Nicht darin, dass er starke Meinungen hat.

Sondern darin, dass viele Beteiligte irgendwann das Gefühl bekommen:

„Egal, was ich schreibe – es wird ohnehin in sein bereits fertiges Deutungssystem eingeordnet.“

In dem Moment hört Kommunikation auf, ein gemeinsamer Suchprozess zu sein.

Dann wird sie zur Wiederholung von Rollen.

Und genau das scheint in diesem Thread zunehmend passiert zu sein.

SoundMystery
SoundMystery vor 6 Tagen
Doch habe ich gelesen, war ja nur eine Bemerkung !

Alexander Supertramp
Alexander Supertramp vor 6 Tagen
Das obliegt dir Steffen. Schade ist, dass du wohl nicht gelesen hast, was ich schrieb. Das trifft ganz und gar nicht auf dich zu.

SoundMystery
SoundMystery vor 6 Tagen
OK, wobei die Wahrscheinlichkeit sehr hoch war, da ich mehr wie mir lieb ist dort vertreten bin.

Alexander Supertramp
Alexander Supertramp vor 6 Tagen
Das kann ich ausschließen. Du bist sicher nicht gemeint. Aber entschuldige, dass du dich angesprochen fühlst.

SoundMystery
SoundMystery vor 6 Tagen
Oh ein Beitrag über mich, schön.

Tom Wolf
Tom Wolf vor 15 Tagen
Sehr, sehr treffend ausgeführt.
Aus der Aussage eines Beteiligten (Musikerehre), wird ein Riss in der Gesellschaft.
Das ist so unglaublich drüber.

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