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Alexander Supertramp am 08.04.26 um 13:08PFAS Ewigkeitschemikalien
Damit beschäftige ich mich täglich beruflich:https://www.arte.tv/de/videos/121437-000-A/gift-in-u....-der-pfas/
Alexander Supertramp vor 23 Tagen
Ich habe mal nachrecherchiert:
PFAS können durch Gamma-Bestrahlung (z. B. mit Cobalt-60) tatsächlich angegriffen werden
Dabei entstehen reaktive Spezies wie:
Hydroxylradikale (•OH)
Wasserstoffradikale (•H)
hydratisierte Elektronen (e⁻ₐq) → entscheidend für den Angriff
Nachteile:
Es entstehen >80 Zwischenprodukte statt kompletter Zerstörung
Hohe Dosen (zig kGy) nötig
Oft nur Umwandlung in kürzere PFAS, nicht vollständige Mineralisierung
Fazit: funktioniert im Labor, aber technisch und wirtschaftlich schwierig.
Einiges befindet sich im Forschungsstadium.
Plasma-Technologie
Erzeugt ein „reaktives Chaos“ aus Elektronen, Ionen, Radikalen.
Kann PFAS effektiv zerlegen
Abbau verschiedener PFAS inkl. moderner Ersatzstoffe
Mechanismus: Elektronentransfer + Bindungsbruch
Superkritische Wasseroxidation (SCWO)
Wasser bei >374 °C und hohem Druck
PFAS werden nahezu vollständig mineralisiert
→ CO₂ + Fluorid (HF/F⁻)
Sehr effektiv, aber teuer und technisch aufwendig.
Photochemie
Besonders mit Zusatzstoffen (z. B. Sulfit).
Kann Defluorierung auslösen und PFAS abbauen.
Oft langsam und nicht für alle PFAS gleich gut geeignet.
Beispiel aus der Praxis:
Eine Anlage von Lummus Technology ist bereits im Einsatz
Sie nutzt bor-dotierte Diamantelektroden (BDD)
PFAS werden dabei direkt im Wasserstrom zerstört (nicht nur gefiltert)
Funktioniert für lang- und kurzkettige PFAS geeignet und kann in Wasserwerke integriert werden.
Technologie ist bereits kommerziell verfügbar.
Also, es gibt noch Hoffnung!
PFAS können durch Gamma-Bestrahlung (z. B. mit Cobalt-60) tatsächlich angegriffen werden
Dabei entstehen reaktive Spezies wie:
Hydroxylradikale (•OH)
Wasserstoffradikale (•H)
hydratisierte Elektronen (e⁻ₐq) → entscheidend für den Angriff
Nachteile:
Es entstehen >80 Zwischenprodukte statt kompletter Zerstörung
Hohe Dosen (zig kGy) nötig
Oft nur Umwandlung in kürzere PFAS, nicht vollständige Mineralisierung
Fazit: funktioniert im Labor, aber technisch und wirtschaftlich schwierig.
Einiges befindet sich im Forschungsstadium.
Plasma-Technologie
Erzeugt ein „reaktives Chaos“ aus Elektronen, Ionen, Radikalen.
Kann PFAS effektiv zerlegen
Abbau verschiedener PFAS inkl. moderner Ersatzstoffe
Mechanismus: Elektronentransfer + Bindungsbruch
Superkritische Wasseroxidation (SCWO)
Wasser bei >374 °C und hohem Druck
PFAS werden nahezu vollständig mineralisiert
→ CO₂ + Fluorid (HF/F⁻)
Sehr effektiv, aber teuer und technisch aufwendig.
Photochemie
Besonders mit Zusatzstoffen (z. B. Sulfit).
Kann Defluorierung auslösen und PFAS abbauen.
Oft langsam und nicht für alle PFAS gleich gut geeignet.
Beispiel aus der Praxis:
Eine Anlage von Lummus Technology ist bereits im Einsatz
Sie nutzt bor-dotierte Diamantelektroden (BDD)
PFAS werden dabei direkt im Wasserstrom zerstört (nicht nur gefiltert)
Funktioniert für lang- und kurzkettige PFAS geeignet und kann in Wasserwerke integriert werden.
Technologie ist bereits kommerziell verfügbar.
Also, es gibt noch Hoffnung!
SevenValues vor 24 Tagen
Oh Mann! Man kann doch auch nicht das ganze Wasser durch Molekularsiebe drücken. Gamma-Bestrahlung zum Aufbrechen der Struktur nutzt auch nichts? Wahrscheinlich müsste die Bestrahlung zu intensiv sein und die Sideeffects wären zu riskant.
Viel Glück mit dem Investor. Gut, dass es dann doch noch betuchte Menschen mit Gewissen oder Verantwortungsgefühl gibt. Eigentlich müsste 3M dafür in die Pflicht genommen werden.
Viel Glück mit dem Investor. Gut, dass es dann doch noch betuchte Menschen mit Gewissen oder Verantwortungsgefühl gibt. Eigentlich müsste 3M dafür in die Pflicht genommen werden.
Alexander Supertramp vor 27 Tagen
Ja ich bin Biologe und habe in Chemie vertieft. PFAS können erst bei Temperaturen von über 1.200 Grad zerstört werden. Ich habe bei einem Projekt auf einem ehemaligen NATO-Flugplatz einen Investor, der sich auf Abfallverbrennung spezialisiert hat. Dafür setzt er sog. Plasmaöfen ein, die diese Temperaturen erreichen. Mal sehen, was sich hier ergibt. Das Problem ist das Grundwasser. Wie in Rastatt gezeigt, ist das Trinkwasser betroffen und muss aufwändig gereinigt werden. Die Kosten sind enorm. PFA ist ein verhältnismäßig kleine und sehr mobile Verbindung. Hier kommt selbst Aktivkohle bei der Abreinigung an seine Grenzen.
SevenValues vor 27 Tagen
Unfassbar. Ich verfolge das zwar schon seit Jahren, aber es ist interessant mal wieder einen äußerst aktuellen Beitrag zu sehen. Ein sehr deprimierender Beitrag, ähnlich dem Beitrag über Mikroplastik aus (ich glaube) 2023. Man fühlt sich machtlos und verarscht.
Ich bin allerdings davon überzeugt, dass die Evolution auch dafür eine Lösung entwickeln wird. Klingt hart kurz- und mittelfristig, aber was soll man denn machen?
Bist du nicht Biologe, nah an der Chemie?
Ist nicht jede chemische Reaktion umkehrbar? Was wird dafür denn benötigt? Ist es zu energieintensiv?
Ich bin allerdings davon überzeugt, dass die Evolution auch dafür eine Lösung entwickeln wird. Klingt hart kurz- und mittelfristig, aber was soll man denn machen?
Bist du nicht Biologe, nah an der Chemie?
Ist nicht jede chemische Reaktion umkehrbar? Was wird dafür denn benötigt? Ist es zu energieintensiv?



