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Rock  Magazin

Der Gewinner des 28. Deutschen Rock - und Pop-Preises

Interview mit Vitalij Engbrecht
Der Gewinner des 28. Deutschen Rock - und Pop-Preises

Durch die Wahl von Mehr zum Hit des Jahres 2013 fiel nicht nur die Aufmerksamkeit der Redaktion auf Vitalij Engbrecht und sein musikalisches Schaffen. Wir freuen uns daher  sehr über die Möglichkeit zum Interview mit Vitalij.


Hallo Vitalij, ich denke wir fangen auch bei Dir am besten vorne an.  Wie hat bei Dir alles angefangen und wo hast Du Deine musikalischen Erfahrungen gesammelt?

Mein erstes Instrument war eine Geige. Ich habe weniger nach Noten gespielt, viel mehr nach Gehör. Immerhin durfte ich in einem Orchester mitspielen. :-) Doch das sollte nur für ein paar Jahre gut sein. Später fand ich den Weg zur Bass-Gitarre, Akustik-Gitarre und zur E-Gitarre. Sobald ich die ersten Akkorde gelernt hatte, habe ich angefangen eigene Songs zu schreiben. Ich spielte dann nur noch Gitarre in verschiedenen Bands und machte bei verschiedenen Projekten mit. Dadurch sammelte ich viel Erfahrung und lernte mit anderen Musikern zu musizieren. 


Was inspiriert Dich, Musik zu machen, woher kommen Deine Ideen und welche Instrumente spielst du?

Auf die Frage was mich inspiriert, kann ich leider keine spannende Antwort geben, als nur die:

Mein Leben inspiriert mich.

Das heißt, alles was ich erlebe, alles was um mich herum passiert und womit ich in Berührung komme, gibt mir eine gewisse Inspiration. Das eine mehr und das andere weniger. Verschiedene Begegnungen und Erfahrungen im Leben bringen mich auf Ideen, wie ich das was ich wahrnehme und fühle, musikalisch wiedergeben kann. Meine Instrumente sind: A-Gitarre, E-Gitarre, Bass und ich singe hin und wieder.


Was hat dich in deinem musikalischen Werdegang am meisten beeinflusst?

Kurz gesagt - Mein Glaube an Gott!  Er ist die ewige Energie der Liebe und des Lichts! (Keine Angst, ich werde Niemanden bekehren ;-) ) Aber auch meine Familie und meine Freunde! 


Was war Dein schönstes und Dein ärgerlichstes Bühnenerlebnis?

Mein schönstes aber auch kürzestes Bühnenerlebnis, war der „28. Deutsche Rock- und Poppreis“. Es war in Wiesbaden in der Rhein-Main-Halle. Wir, Die Band SixBatts, hatten nur 5 min. Spielzeit, inkl. Auf- und Abgang auf die Bühne. Und wir haben tatsächlich den ersten Platz, in der Königsdesziplin „Rock“ gemacht. 
Mein ärgerlichstes Erlebnis war auch mit der Band SixBatts, als wir für „Null-Komma-nix“ um ca. 3 Uhr Morgens gespielt haben, nun ja nicht ganz - wir haben jeder zwei Getränke spendiert bekommen.


Warum brauchst Du Musik?

Musik beeinflusst den Menschen mehr als er sich das denken kann. Es kann heilen aber auch zerstören! Ein gute Freundin sagt immer wieder: „Musik ist Macht!“ Da ist definitiv etwas dran. Mit Musik kann ich mich am besten ausdrücken und wiedergeben. Ich will mit Musik, die Menschen erreichen. Sie zum weinen bringen, trösten, erfreuen, zum Tanzen oder Nachdenken bewegen und motivieren, ihr Leben zu erleben!


Gibt es musikalische Vorbilder, wer sind Deine Idole?

Da gibt es wirklich, ganz viele. Die wichtigsten sind: Tommy Emmanuel, Steve Lukather, Toto, Man Doki, Richard Marx, Brian May, Queen, Billy Joel, Chris Norman, Aleksej Glysin, Andrej Makarejevich, Alexander Barikin, Sergej Belikov, Konstantin Nikolskij, und viele andere...


Mit wem würdest Du gerne mal zusammenarbeiten?

Mit allen, die ich oben erwähnt habe. :-)


Wie produzierst Du Deine Musik – wie fängst Du an?

Sehr Unterschiedlich. Einige Stücke dauern, andere entstehen ziemlich schnell. Vieles entsteht beim Üben. Dann greife ich eine Idee auf und versuche sie zu optimieren, nehme es evtl. auf und höre es mir eine Zeitlang später nochmal an. Wenn es mir immer noch gefällt, dann mache ich etwas daraus. Ich suche den passenden Groove dazu, passe die Harmonie an und schaue wie die einzelnen Parts wie Strophen, Refrain, usw. zusammen gefügt werden können. In dem gesamten Prozess entstehen auch die Ideen, wie das Stück instrumentalisiert werden soll. Dann probiere ich einiges aus, bis es mir gefällt. Dabei kommt es nicht darauf an, viel in ein Stück hinein zu packen, sondern nur so viel ein Stück braucht. Für mich ist ein Kunstwerk ein Kunstwerk, wenn es durch das Weglassen der Elemente, trotzdem nichts vermissen lässt. Im Umkehrschluss, wenn ein Werk trotzdem gut klingt, obwohl ein Element raus genommen worden ist, dann soll es ohne diesen Element bleiben. Es ist aber einfacher gesagt, als getan. :-)


Welches Equipment benutzt Du?

Einen Rechner, Audiointerface, Software für die Mehrspuraufnahme, Sample-Software , Verstärker und Lautsprecher bzw. Kopfhörer. Natürlich auch meine Ladies – die Gitarren. ;-)


Hattest Du schon Veröffentlichungen?

Aus dem Solorojekt: Die erste single „Take A Breath“; Soloalbum „BOUQUET“
Einige Musikvideoclips aus dem Soloprojekt. Zu sehen auf YouTube.
Mit der Band SixBatts: eine EP „Charged“ und die Single „Mehr“
Mit dem Duo „FREIMINUTE“: Die erste Single „Was Du Mir Gabst“ 


Wie sehen Deine musikalischen Pläne für die Zukunft aus?

Es entstehen gerade ein zweites Soloalbum und weitere Musikvideos. Es ist etwas aufwändiger, da hier noch echte Streichinstrumente dazukommen. Ich habe dazu Olga Minskaya gefragt, die Arrangements für die Streicher zu schreiben. Sie hat schon zugesagt. Ich bin richtig aufgeregt. Denn sie hat Erfahrung mit Filmmusik gemacht und ist echt gut darin. Das wollte ich schon immer mal machen - echte Streicher in meinen Songs.

Dann gibt es das erste Album mit Olga Minskaya (Cello) und mir. Wir spielen alles mögliche, Klassik, Crossover, Progressive, Rock usw.

Eine weitere Single und das erste Album mit  dem Duo „FREIMINUTE“ ist auch in Planung.


Nach welchen Kriterien beurteilst Du Musik?

Die Musik muss nicht laut aber ehrlich klingen. Obwohl ich schon gerne Musik laut höre, auch Konzerte. Es kommt nicht darauf an, viele Noten in eine kurze Zeit zu quetschen, sondern welche Noten, wann gespielt werden. Da kann einem eine gute Technik schon weiter helfen! Abwechslung ist für mich ganz wichtig! Die Harmonien, der passende Groove und eine gute Melodie zum Stück, sind oft die entscheidenden Kriterien  für mich, ob ich an etwas dran bleibe. Man muss das Rad ja nicht neu erfinden, aber man kann mit einem Rad mehr als nur von A nach B fahren. Kurzum es soll interessant sein. Musik ist immer dann für mich interessant, wenn ich merke, dass ein Musiker aus der Inspiration heraus diese Musik geschaffen hat. Das Genre steht für mich an zweiter Stelle.


Wie ist Deine Einstellung zu Deiner eigenen Musik ?

Kritisch :D … und doch offen!  Es gibt immer wieder etwas zu verbessern, und trotzdem stehe zu dem was ich vor einigen Jahren produziert habe. Es gehört zu meinem Leben.


Was magst Du und was magst Du absolut nicht ?

Ich mag (liebe) leckeres Essen und dazu einen passenden Weintraubensaft! 
Ich mag nicht, wenn Menschen sich beim Reden unterbrechen. 


Wie bist du auf MyOwnMusik aufmerksam geworden ?

Durch einen Klempner, der hobbymäßig musiziert. 


Was gefällt Dir an MyOwnMusic besonders gut ?

Die gute Musik, vorwiegend handgemachte Musik!


Was ist Dein Geheimtipp hier bei MyOwnMusic?

Schwer zu sagen, da ich noch lange nicht alles kenne, was es bei MyOwnMusic gibt. Aber ich entdecke bei Mindmovie immer wieder tolle „progressive“ Produktionen. Das mag ich gut leiden! Ich bin noch nicht solange bei MyOwnMusic, aber ich entdecke immer wieder gute Musik hier.


Wir sagen herzlichen Dank und wünschen Dir weiterhin viel Erfolg.


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In eigener Sache:



Kommentare

lumen
lumen January 2014
Gab es den Preis nicht schon 2010?


von  Mindmovie am 29.01.2014
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