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Parser Rhy am 30.11.24 um 10:52Der Metal-Konzerte-Kurzkritik-Blog / Orphaned Land (Folge 22)
Achtung: Dieser Beitrag beruht auf subjektiver Sichtweise, Vorlieben und VorurteilenOrphaned Land
Location: Gebäude 9, Köln, 28.09.2024
Ich habe ein Faible für orientalische Einflüsse im Metal. Unsere westliche Musik ist in 12 Halbtonschritten pro Octave unterteilt, die orientalische Musik kann aber mit 17, 19 oder 24 Intervallen in der Oktave gespielt werden. Damit ergeben sich völlig neue Klangstrukturen, die – wenn gekonnt – sehr gut zum Metal passen. Die israelische Band Orphaned Land beherrscht diese Technik wie kaum keine andere, nur die Tunesier von Myrath fallen mir noch ein, die solche, sehr speziellen Klangbilder erzeugen können.
Es ist wie ein Wandern zwischen der westlichen und der östlichen (Musik-)Welt und man muss sich darauf einlassen, um die Schönheit in dieser Unterschiedlichkeit und den sich daraus ergebenen ungewohnten Harmonien zu erkennen.
Wie leider zu erwarten, war das Konzert nicht übermäßig gut besucht, aber alle die dort waren, wußten es zu schätzen, die Band endlich einmal live erleben zu können. War doch die ursprünglich geplante Tournee Anfang des Jahres wahrscheinlich aus politischen Gründen angesagt worden. Die Herkunft der Band kann politisch sein. Musik kann politisch sein. Texte können politisch sein. Das heißt aber nicht, dass all dies Menschen trennen muss. Im Gegenteil.
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