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Parser Rhy am 20.08.24 um 19:03Der Metal-Konzerte-Kurzkritik-Blog / Band: Black Sabbitch (Folge 15)
Achtung: Dieser Beitrag beruht auf subjektiver Sichtweise, Vorlieben und VorurteilenBand: Black Sabbitch
Location: Wacken 03.08.2024
Ich mag Cover nicht, da sie selten bis so gut nie an das Original heran reichen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Und deshalb mag ich auch Coverbands nicht. Eigentlich. Aber es gibt Ausnahmen. Natürlich hätte ich lieber Sabbath selbst – und natürlich in der Originalbesetzung – gehört, aber die alten Herren werden wohl nie wieder auf Tour gehen.
Dann also Black Sabbitch, eine Frauen-Coverband!
Okay, es ist ein Coverband, aber nicht schlecht, nicht schlecht. Schon der Soundcheck ein Erlebnis: endlich wieder dieser tiefe, verzerrte Bass mit seinen langgezogenen Riffs: War Pigs. Der typische Black Sabbath-Sound, absolut stimmig und wenn ich die Augen geschlossen habe, klang es wie damals bei meinem ersten Sabbath-Konzert. Und das ist echt, echt verdammt lang her.
Da war es wieder, dieses Gefühl im Magen und ganz nah am Herzen. Hart und laut. Riffs, die vom Ohr direkt ins Blut gehen, die treibenden Drums, die die Lunge zusammenpressen und ein Bass, der den Bauch wieder ganz schlank werden läßt. So muss Metal sein, das ist Metal!
Die Mädels waren so richtig gut.
Bonuspunkt: Samstagmorgen, 11:00 Uhr, letzter Tag Wacken: eigentlich der definitiv schlechteste Zeitpunkt für einen Gig, dazu noch für einen allerersten Auftritt auf Wacken. Und dennoch war die Wiese vor der Bühne voll, was zeigt, welchen Stellenwert der Name Sabbath noch immer in der Metalszene hat.
Bonuspluspunkt: die Zeitslots auf Wacken sind eng getaktet und da gibt es kein Vertun: niemand - auch die ganz Großen nicht - können oder dürfen länger spielen als geplant. Das weiß und respektiert auch das Publikum und trotzdem wurde Zugabe gefordert. Etwas, was ich so auf Wacken noch nicht erlebt habe.
Nächste Folge:
The Warning


