Rock  Magazin

Fight For The Night

CD Rezension

Night Laser ist eine Glam Metal-Band aus Niedersachsen/Hamburg.

Die Bandmitglieder sind:

  • Benno Hankers:    Gesang
  • Hannes Vollrath:    Gitarre, Background Gesangs
  • Julian Gröschl:      Schlagzeug, Background Gesang
  • Robert Hankers:    Bass, Background Gesang

Die vier Musiker legen bei Ihren Shows hohen Wert auf Performance und Aussehen in Einheit mit musikalischer Perfektion und treibenden Songs. Das Produkt dieser Kompetenzen ist Glam Metal, der den 80ern folgt, aber einen hohen Wiedererkennungswert und Eigenständigkeit aufweist.

Dabei verzichten Night Laser auf das Spielen von Cover Songs.

Anders als viele neue Bands dieses Genres legt Night Laser keinen Wert auf übertrieben anstößige Texte, auch die Outfits sind zwar auffällig, aber stilvoll und durchgeplant, die Haare echt. Deswegen bringt Night Laser genau das auf die Bühne, was in den 80ern zum durchschlagenden Erfolg der Glam-Bands führte:

Spaß, Rock, musikalische Klasse, gutes Aussehen und somit pure Unterhaltung.

Im  Dezember 2013 haben Night Laser mit „Fight For The Night“ nun ihr Debutalbum released, mit dem sich MyOwnMusic  hier nun näher auseinander setzt:

Mit Heaven is Hell, dem Albumopener wird direkt mächtig losgerockt. Im Uptempo wir hier gut gemachter klassischer Hair Hard Rock der 80er zelebriert. Wir hören exzellente Gitarrenarbeit, teilweise mehrstimmige Soli, dazu einen richtig guten aber gefühlvollen Rockshouter an den Vocals, der durch gut gesetzte Background Vocals bestens unterstützt wird. Das ist Stadionrock a La Bon Jovi, Gun’s & Roses oder Mötley Crüe. Auffällig ist, dass auch der Sound auf „Fight For The Night“ sehr gut produziert klingt, druckvoll und gleichzeitig transparent ist, so dass auch Hifi-Freunde voll auf ihre Kosten kommen. Nightlaser liefern hier ganz klar internationalen Standard, sowohl musikalisch wie auch klanglich. Nicht umsonst wurde Heaven is Hell durch die MyOwnMusic Redaktion mit einer Empfehlung des Tages ausgezeichnet.

Trouble, der zweite Titel der CD ist ein midtempo Rocker in etwas dunklerer Stimmung, aber auch hier wird beste Gitarren und Gesangsarbeit  geboten, insbesondere die Refrains animieren zum Mitsingen. Bass und Drums erledigen groovig und unauffällig einen sehr soliden Job und Hannes Vollrath liefert wieder ein bemerkenswertes Gitarrensolo ab. Bestens gelungen.

Anschließend wird mit Key To Madness wieder deutlich das Tempo angezogen. Auch hier kommt musikalisch  wieder alles auf den Punkt, die Melodien gehen ins Ohr, jede Kleinigkeit ist da wo sie hingehört. Bester Party Glamrock der richtig viel Spaß macht.

Timekiller, Burning Money  und der Titelsong  Fight For The Night  gehen konsequent in die gleiche Richtung. Satte Gitarren, gute Bass und Drumarbeit, bieten  Benno Hankers perfekte Betten für seine markanten Vocals, und es gibt wieder ein paar ausgezeichnete Gitarrensoli zu hören. Spätestens hier wird klar, dass die Band nicht stupide irgend eine stumpfe 80er Kopie abliefert, sondern durchaus einen eigenen Stil entwickelt hat und dem sattsam bekannten GlamRock / Metal Genre neue Facetten abgewinnen kann.

Mit Feels So Wrong folgt eine klassische Rockballade, bei der auch erstmals Piano und die Keyboards ein wenig in den Vordergrund treten dürfen, sehr gefühlvoll gesungen und gespielt steht dieser Titel den besten Bon Jovi Balladen in nichts nach. Im Konzert würden spätestens hier die Feuerzeuge angezündet.

Nach dieser kleinen Verschnaufspause geht es mit Party On, Dirty Dollars und On My Own wieder im uptempo-Bereich weiter und es wird voll auf die 12 abgerockt. Headbanging ist angesagt - das ist ausgefeilter und allerfeinster Hardrock.

Wrecked beschließt den offiziellen Teil der CD im midtempo-Bereich, doch auch die beiden Bonus-Tracks Promised Land und Hear my Guitar halten den hohen Standard, der die gesamte Produktion auszeichnet.

Insgesamt kann ich dieses Album jedem Glam Rock, 80s Hardrock Fan nur wärmstens ans Herz legen.

Schade, dass man solche Musik heutzutage kaum noch im Radio zu hören bekommt. Ich denke von Night Laser wird man noch viel hören und sehen.

Weitere Informationen zum Album und zur Band findet man auf der Homepage.

 

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In eigener Sache:


von  Mindmovie am 16.02.2014
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