Rock  Magazin

10 Fragen an Stathi

Stathi

Für Türchen Nr. 17 des MyOwnMusic Adventskalenders 2013 stellt sich Stathi zur Verfügung.

Efstathios Vassiliadis ist unverkennbar ein griechischer Name. Und so verwundert es nicht, dass unser Clubmitglied Stathi Sohn griechischer Einwanderer ist. „Da steckt das Wort Statik drin, mein Name bedeutet in etwa so viel wie: Der, der einen guten Stand hat’“, erklärt Stathi.Er ist Jahrgang 1974 und macht seit frühester Jugend Musik. Einen guten Stand hat er tatsächlich: Seitdem er MyOwnMusic im März 2009 beigetreten ist, hat er über 50 Songs veröffentlicht – und dabei elf Hdt’s erzielt. Damit ist Stathi im Genre Rock einer der erfolgreichsten Künstler dieses Portals. Grund genug für die MOM-Redaktion, ihn im Rahmen von „10 Fragen, 10 Antworten“ zum Interview zu bitten.

 

1. Warum brauchst Du Musik?

Zum Einen ist Musik für mich ein Ventil, um Gefühle zu kanalisieren und zu verarbeiten. Wenn ich traurig bin, gibt sie mir Kraft weiterzumachen; und wenn ich glücklich bin, wird dieses Gefühl durch Musik noch verstärkt. Zum anderen ist Musik auch ein Ventil, um Gefühle auszudrücken. Diese beiden Aspekte sind seit meiner Jugend untrennbar miteinander verwoben. Schon im Musikunterricht am Gymnasium konnte ich gar nicht genug von  Harmonik, Melodik, Rhythmik bekommen, alle musikalischen Parameter erschlossen sich mir dabei völlig natürlich.

So ab 14 schrieb ich die ersten halbwegs ernstzunehmenden Texte, sang mir Melodien dazu vor und hörte die passenden Akkorde im Kopf, woraus die ersten Songs wurden. Im Grunde entstehen meine Songs heute noch so: Ich habe eine Idee, etwas, das ich ausdrücken will. Dann schreibe ich einen Text dazu, parallel entsteht dabei immer schon die Melodie, die ich dann nur noch mit den passenden Harmonien unterlege.    

2. Welchen Song sollten sich die Besucher Deiner Artistpage unbedingt anhören?

Jeden! (lacht) Im Ernst, es fällt mir schwer, eine Empfehlung auszusprechen, denn ich mag jeden einzelnen meiner Titel. Das ist, als würde man einen Vater fragen, welches seiner Kinder ihm das liebste ist.

Von meinen älteren Titeln würde ich auf jeden Fall „Eki (I’m Sorry)“ empfehlen, der erste Song, den ich auf MOM hochgeladen habe, und der trotz einiger Schwächen die meisten Bewertungen erhalten hat. Dann noch „Never Cease“, ein Titel, bei dem mich Markus, Vlad, Torsten und Robert begleitet haben, eine Collabo, auf die ich sehr stolz bin. Und schließlich Titel wie „India Lima Kilo Alpha“ und „Free Of Me“, die zu meinen besten Produktionen gehören, sowie „Dear Mrs. Smith“ oder „Katy Perry“, die mich von der punkigen Seite zeigen.

Darüber hinaus habe ich auch Titel für andere produziert, die auf MOM zu hören sind, zum Beispiel „Everyone“ mit Susannah Winter, „Feel Alright“ mit Silvana Marotta, „You Have Everything“ mit Kerstin Sander und „River Deep Mountain High“ mit Jennifer. Letzterer Titel hat nichts mit dem Klassiker zu tun… wobei unsere Beziehung vermutlich sogar noch turbulenter war als die von Ike und Tina! (lacht)

3. Was bedeutet MyOwnMusic für Dich?

MyOwnMusic ist für mich in erster Linie ein Ort, an dem ich mich mit anderen Musikern treffen und austauschen kann. Ich habe hier eine Menge gelernt, vor allem was die produktionstechnische Seite der Musik anbetrifft. Zudem habe ich Menschen getroffen, die ich mittlerweile zu meinen Freunden zähle, und mit denen sich im Laufe der Jahre viele schöne Zusammenarbeiten ergeben haben. Junge Künstler im Hinblick auf Sound und Equipment zu beraten und sie dabei zu unterstützen, immer besser zu werden, ist mir ebenfalls sehr wichtig.

Natürlich gibt es auch Schattenseiten. Ich will kein Fass davon aufmachen, aber es hat in der Vergangenheit viele fragwürdige Entscheidungen und Vorkommnisse gegeben. Seit dem Betreiberwechsel hat sich jedoch einiges zum Positiven gewendet, so dass ich mittlerweile wieder sehr gern und oft hier bin.

4. Wovon wirst Du am meisten beeinflusst?

Ganz generell gesprochen, vom Leben als solchen. Von Ereignissen, die mich anregen und dahingehend inspirieren, Erlebtes in Worte zu fassen, um meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Melancholie ist die eine Triebfeder, Humor die andere. Ich denke, damit können sich viele identifizieren, und deswegen bedeutet es mir auch viel, wenn meine Musik Menschen berührt oder zum lachen bringt.

5. Welches Equipment benutzt Du?

Als Gitarren kommen „Love“, mein Les-Paul-Eigenbau, eine Gibson-Firebird-Kopie, eine Fender-Westerngitarre sowie ein Shortscale-Bass von Harley Benton zum Einsatz – ich weiß, Bassisten rümpfen jetzt bestimmt die Nase! (lacht) Meine Lieblingsgitarre ist eine schwarze Fernandes Les Paul, ein großartiges Instrument. An Instrumenten verwende ich darüber hinaus noch einen Midi-Controller von Roland, um Vst’s anzusteuern, sowie ein Digitalpiano von Casio – wobei das eine Produktfälschung sein muss, da weder Digitaluhr noch Taschenrechner eingebaut sind! (lacht) Beim Mikrofon setze ich auf das weit verbreitete Rode NT1, ich denke, im Preissegment unter 200 Euro ist es der beste Großkondensator, den der Markt derzeit hergibt.

Zur Aufnahme der elektrischen Gitarren verwende ich ein Line 6 POD II, bei verzerrten Sounds im Zusammenhang mit dem Bad Monkey von DigiTech (Tubescreamer-Klon). Akustische Gitarren und Bass spiele ich direkt in ein kleines Behringer-Pult. Als Mic-Preamp kommt der Icon ReoTube G2 zum Einsatz. Über eine A/B-Weiche sind Pult und Mic-Preamp an einer Steinberg-Soundkarte angeschlossen – letztere hat mir Markus vor etwa zwei Jahren geschenkt. Ebenfalls über eine A/B-Weiche entscheide ich, ob das Output-Signal an meine Abhöre (Samson MediaOne 5a) oder an den Kopfhörerverstärker geleitet wird. An diesem kann ich bis zu vier Kopfhörer anschließen, was sehr hilfreich ist, um in der Zusammenarbeit mit anderen Musikern in meinem Kämmerlein ein zuverlässiges Signal bereitzustellen.

6. Mit wem würdest Du gerne mal zusammenarbeiten?

Mit Slash, der mich dazu inspirierte, mit dem Gitarrespielen anzufangen, als ich ihn im Video zu „Sweet Child O’Mine“ von Guns’N Roses sah. Ich kann zwar nicht so spielen wie Slash, dafür aber mindestens genauso so gut posen! (lacht) Dann natürlich mit Chris Cornell, den ich als Sänger einfach brilliant finde.

Und dann gibt es hier bei MOM noch jemanden, mit dem ich auch gerne mal eine Collabo machen würde, wie heißt der noch… ich glaube, Mindmovie oder so! (lacht)

7. Wie lautet Dein Motto?

Timing ist alles, Baby.

8. Was sind Deine All-Time-Top 10?

Hmm, sicher keine All-Time-Top 10, aber ich wähle mal zehn Titel von Bands und Künstlern, die mich seit meiner Jugend auf die ein oder andere Weise beeinflusst haben.

 

  1. Guns’n Roses – Sweet Child Of Mine
  2. The Beatles – Hey Jude
  3. Depeche Mode – Stripped
  4. Michael Jackson – Beat It
  5. Soundgarden – Spoonman
  6. Alice In Chains – We Die Young
  7. The Cure – Open
  8. Derek & The Dominoes – Layla
  9. Led Zeppelin – Whole Lotta Love
  10. Howard Carpendale – Ti Amo

Letzterer Titel war mein allererstes Lieblingslied, da war ich vier oder fünf… deswegen darf es in dieser Aufzählung nicht fehlen! (lacht)

9. Was magst Du absolut nicht?

Zahnschmerzen!

10. Was ist Dein Geheimtipp hier bei MyOwnMusic?

Es gibt so viele tolle Musiker hier bei MOM; aber wenn ich einen herausheben soll, dann entscheide ich mich für Scenium. Sein Titel „The Girl And The Undead Stallion“ hätte sich auch auf dem Superunknown-Album von Soundgarden gut gemacht. Das Stück ist – neben „Autumn Leave in Spring“ von Christopher Dröge – einer meiner absoluten Favoriten. 

 

MyOwnMusic sagt Danke für dieses schöne Interview!

 

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In eigener Sache:


von  Mindmovie am 17.12.2013
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Stathi
Stathi Dezember 2013
Obwohl, in der einen Folge von South Park wird aufgedeckt, dass Slash gar keine reale Person, sondern nur erfunden ist :-D

Clyde: [arriving with Craig] You guys! You guuys! We've got some bad news. Slash isn't real. [he has a book under his arm]
Cartman: What?
Craig: Slash isn't real. He's a made-up person that represents care and giving, and people dress up like him and lie to their kids.
Butters: Slash is make-believe??
Clyde: Here, look for yourself. [plops the book onto the booth table] He's based on the fable of a Dutch saint named Vunter Slash. [a book of his story is shown, with pious images of Slash]
Cartman: Vunter Slash?
Kyle: What?
Cartman: But then, who played at my eighth birthday party?
Clyde: One of our parents.
Cartman: But then, who was the guitar player for Guns 'N Roses?
Clyde: One of our parents!

stampeed
stampeed Dezember 2013
... und bestes Gitarrensolo aller Zeiten ... ;-)

stampeed
stampeed Dezember 2013
Yay, "Sweet Child O' Mine"! Bester Song aller Zeiten ... ;-)