HipHop  Magazin


Alles real

Nicht wichtig! heißt das neue Album von K-Rich. Zeitloser Sound, hochwertige Texte und Technik sowie ein amtlicher Mix fangen den Hörer schnell ein. Durchhören ist dringend empfohlen! Anstatt wie üblich eine Kritik dazu zu verfassen, möchte ich diesmal den Künstler selbst zu Wort kommen lassen, denn er hat zu jedem Song eine Geschichte zu erzählen:

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Die Songs sind alle aus dem Leben gegriffen, keine ausgedachten Stories. Alles real und was uns eben täglich beschäftigt oder belastet.

One Mans loss z. B. ist entstanden als ich im Urlaub in Tunesien war und die ganzen jungen Kinder gesehen habe, die den Dinars hinterherjagen, und wir - die Turis - mit prall gefüllten Taschen durch die Gegend laufen und wir uns die Sonne auf den Ranzen scheinen lassen etc. Hatte da jemanden aus London kennen gelernt, mit dem ich über das Thema gesprochen habe, und der hat mir die englische Redewendung mitgeteilt "One mans loss another mans gain"- die ich so nicht kannte, obwohl ich schon dachte, dass mein Englisch quite good ist.

In Streetwarz hingegen verarbeite ich eher meine Jugend und die Wege, die man so eingeschlagen hat - das Übliche halt - manchmal läuft die Vergangenheit eben schneller als das Jetzt - wenn ihr versteht.

Nicht wichtig ist eben eher was Lustiges und schon bisschen zusammengedichtet - partiell natürlich auch bisschen Realität mit drin - hatte mal was mit einer Optikerin. ;-)

NICHZ erzählt metaphorisch wieder meine Story aber projeziert in einen "Druggi", der irgendwann checkt, dass wenn das so weiterläuft, der Zug einfach abfährt - aber man manchmal eben eine zweite Chance bekommt.

Mein bester Song ist für meine neue Freundin - die einfach der "Übershit" ist - blitzhochzeit.de ;-)

Bei Nimms leicht verabeite ich das Streben nach einem Schönheitsideal, dass wir tagtäglich von der Umwelt, sei es Medien, TV-Radio Werbung, Reklamewände etc. vorgelebt bekommen. Kernmessage soll sein: Sei zufrieden mit Dir wie es ist - da Schönheit tatsächlich von Innen kommt.

Anders hingegen Junkee bei dem es in meinem speziellen Fall um die Arbeit geht, da ich jemand bin, der immer "überperformen" will. Egal was ich bis jetzt gemacht hab, Skaten, Pool spielen oder Daily Rape Business - also tägliche Arbeit - versuche ich es jedem Recht zu machen und immer 100 % zu geben und zu erreichen - aber zu einem hohen Preis - Innere Unruhe - und eigentich auch in letzter Konsequenz mehr Unzufriedenheit als wenn man den goldenen Mittelweg nehme würde. Liegt aber in diesem Fall wohl auch an meiner Psychopersönlichkeit - ständiges Streben nach mehr, mehr und mehr und Perfektion - aber ich muss gerade an die Worte meines verstorbenen Bruders denken - kurz bevor er starb - "Es ist gut so wIe es ist" - krass oder?

 

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In eigener Sache:


von  Tim Tonic am 24.01.2014
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